Designsprache Deshalb ist Sony gegen das 18:9-Format bei Smartphones

vom 13.06.2018, 10:15
Sony Xperia XZ1
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Die Zeiten ändern sich und damit auch die Geschmäcker beziehungsweise Ansprüche an das Design von Smartphones. Seit einiger Zeit geht die Tendenz zu immer schlankeren Gehäusen; seit dem vergangenen Jahr auch zu randlosen Smartphones. Einige Hersteller wollen ihrer Designsprache hingegen treu bleiben – dazu gehört auch Sony. Die Japaner haben nun erklärt, warum sie das 18:9-Format ungern nutzen wollen.

Die meisten Smartphones, die nach dem Galaxy S8 und S8+ auf den Markt gekommen sind, boten kein Display mehr im klassischen 16:9-Format, sondern breiteten sich beinah auf der gesamten Front aus, wodurch sich fortan ein Seitenverhältnis von 18:9 ergab. Dies hat den Vorteil, dass das Smartphone an sich insgesamt schmaler wird und so besser zu bedienen ist.

Doch genau das gefällt Sony laut eigener Aussage nur wenig. Die Japaner behalten seit jeher nicht nur die im Vergleich dicken Display-Balken bei, sie wollen auch in Zukunft weiterhin klassische 16:9-Displays in ihre mobilen Produkte verbauen – egal ob Mittelklasse- oder Highend-Modell. Eine Ausnahme gestattete sich Sony bisher lediglich bei den aktuellen Modellen Xperia X2 und Xperia XZ2 Compact, bei denen die Optik durch abgerundete Kanten deutlich weicher ausfiel.

Sony Xperia XZ2 Compact im Test: Hands-On

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    Hands-On- und Produktbilder des Xperia XZ2 Comapct.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
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    Hands-On- und Produktbilder des Xperia XZ2 Comapct.
    Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

Der Grund dafür, dass ein Seitenverhältnis von 18:9 bei Sony wenig Platz finden wird, sei, dass das Format Video-ungeeignet ist. Die meisten Bewegtbild-Inhalte sind nicht auf das moderne Format zugeschnitten, sodass letztlich an beiden Seiten des Videos schwarze Balken übrig bleiben. Ein Ergebnis, das der optimalen "User Experience" aus Sicht des Herstellers nicht gerecht wird. Das Xperia XZ2 Premium beispielsweise sei in erster Linie für das Ansehen von Videos kreiert worden, weswegen das traditionelle Bildschirmformat hier erhalten blieb. So müsse im Grunde für jedes Gerät einzeln entschieden werden, wo der Fokus liegt und welches Display-Format am geeignetsten wäre.

Größere Balken, bessere Qualität

Schon auf der IFA 2017 klang im Sony-Interview mit inside handy an, dass man auch den im Vergleich zur Konkurrenz breiten Balken treu bleiben wolle. Der japanische Hersteller ist der Meinung: Wenn man die Display-Ränder zugunsten eines größeren Bildschirm verkleinere, leide die Qualität der Kamera, des Lautsprechers oder der Antennen. Am Ende des Tages wolle man ein gutes Nutzererlebnis erzielen. Dies könne man mit den aktuellen Xperia-Modellen schaffen, so Sony.



Quelle: Sony (übersetzt) | Bildquelle kleines Bild: Michael Büttner / inside-handy.de | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Sony, Handys, Mobilfunk-News, Smartphones, Technik, Unternehmen und Märkte

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