Tipps zur nachhaltigen Handynutzung

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Die besten Handys
Bildquelle: Samsung, Apple, HTC, Motorola, Sony, LG
Am 5. Juni ist Weltumwelttag und eine gute Gelegenheit, sich einmal über die Umweltfolgen der Smartphone-Produktion Gedanken zu machen. Die Redaktion von inside handy gibt Tipps, mit denen man auch als Handy-Enthusiast kein schlechtes Gewissen haben muss.

Wissen was drin ist

Smartphones erhalten zahlreiche Stoffe aus Konfliktregionen, wie Coltan, Wolfram, Zinn aber auch Gold. Oft ist dies den Benutzern überhaupt nicht bewusst, noch weniger unter welchen Bedingungen dieser Stoffe abgebaut werden. Fairphone macht auf die Problematik aufmerksam. Das niederländische Unternehmen wurde mit der Prämisse gegründet, mehr Nachhaltigkeit in die Handyproduktion zu bringen. So versucht das Unternehmen mehr recycelte und erneuerbare Ressourcen zu nutzen und Materialien aus dem Bergbau zur Stärkung schwächerer Gemeinschaften im Hinblick auf eine höhere Nachhaltigkeit verwenden. Soziale und ökologische Aspekte gehen hier Hand in Hand. Auf der einen Seite versucht man die Situation in den Minen weltweit zu verbessern, auf der anderen Seite den Einsatz der Stoffe zu reduzieren. Das Fairphone 2 ist sicherlich kein Top-Gerät, aber es erfüllt die Anforderungen an ein besonders nachhaltiges Gerät. Anders als viele Geräte ist es besonders leicht zu reparieren, da es in Modulbauweise gebaut wurde. Es soll eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren haben. Das Gerät ist sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn egal ob man sich nun für dieses oder ein konventionelles Gerät entscheidet, wichtig ist, dass man sich bewusst ist, woher die Rohstoffe für das Gerät stammen und das diese nur begrenzt vorhanden sind. Handys sind keine Wegwerfprodukte, sondern haben oft ein zweite Chance verdient.

Handys pflegen und länger benutzen 

Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Gerätes beträgt laut Global E-Waste Monitor 2017 nur anderthalb Jahre. So kommt einiges an Elektroschrott zusammen; weltweit wurden 44,7 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Gerade durch die strikte Mülltrennung in Deutschland hat man oft das Gefühl, dass der Großteil recycelt wird. Doch das Gegenteil ist der Fall, laut dem Global E-Waste Monitor 2017 werden nur 20 Prozent offiziell recycelt. Manche Handybesitzer denken deshalb um und versuchen ihr Smartphone länger zu benutzen. Wenn die Hersteller ihre Updates einstellen oder der Akku nachlässt ist das für viele ein Grund, das Handy gegen ein neueres Modell auszutauschen. Wie so oft ist es sehr erträglich für die Lebensdauer des Geräts, wenn einige Grundregeln beachtet werden.

  • Wichtigster Tipp: Handyhülle nutzen! Die häufigste Ursache für das vorzeitige Ende eines Gerätes ist nämlich ein zerbrochenes Display.
  • Akku nicht über Nacht laden: Dadurch wird der Akku permanent weitergeladen, um kleinste Ladungsschwankungen auszugleichen, das schadet ihm auf Dauer.
  • Auch Handys vertragen keine Hitze: Zu viel Hitze durch Sonneneinstrahlung schadet dem Gerät. Mehr dazu
  • Keinen Glasreiniger verwenden: Der oft aggressive Reiniger greift das empfindliche Display an.
  • Nicht gemeinsam mit Schlüsseln oder Geld lagern: Das verhindert lästige und hässliche Kratzer.

Auch Handys haben eine 2. Chance verdient 

Sollte das Handy – trotz aller Vorsicht – doch einmal kaputt gehen, bieten viele Mobilfunkanbieter eine Reihe von Services an, die dabei helfen, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen und die Umwelt zu schonen. Immerhin enthalten Smartphones Metalle wie Gold, Silber, Platin oder Seltene Erden. Smartphone-Besitzer haben vielfältige Möglichkeiten mit dem nicht mehr genutzten Smartphone umzugehen. Oft lohnen sich – auch finanziell – Reparaturen. Dabei lohnt sich ein Preisvergleich, denn die Auswahl an Reparatur-Dienstleistern ist groß. Ob Online oder beim Händler vor Ort, gebrauchte Handys lassen sich einfach und unkompliziert verkaufen. Viele kaufen lieber die Top-Modelle vom letzten Jahr und sparen so einiges im Vergleich zum Neukauf. Es gibt einige Händler die sich auf den Weiterverkauf von gebrauchten Geräten spezialisiert haben. Oft gibt es aber auch die Möglichkeit sein Handy für den guten Zweck zu spenden. So gibt zum Beispiel das Handysammelcenter der Telekom ausrangierten Geräten eine zweite Chance. Die Erlöse aus dem Verkauf werden an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Weltumwelttag
Bildquelle: obs/Computerhilfe der Telekom/Telekom Computerhilfe

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