Magenta Zuhause XL Telekom startet VDSL Super Vectoring am 1. August

vom 30.07.2018, 10:19
Deutsche Telekom Zentrale Bonn
Bildquelle: Deutsche Telekom

VDSL mit bis zu 250 MBit/s steht in den Startlöchern. Ab Mittwoch, 1. August, bietet die Deutsche Telekom auch Breitband-Zugänge auf Basis der neuen Technologie VDSL Super Vectoring an. Dadurch erhöht sich die maximal mögliche Download-Geschwindigkeit auf maximal 250 Mbit/s. Auch Details zu den Preisen, die die Telekom abrufen wird, wurden nun verraten.

VDSL Super Vectoring kommt: Nachdem ein Beta-Test mit rund 1.000 Personen im Rheinland erfolgreich abgeschlossen wurde, startet die Deutsche Telekom ab August mit der Endkundenvermarktung durch. "Die Rückmeldungen unserer Beta-Tester waren sehr gut, auch wenn es hier und da mal kleinere Probleme gegeben hat - aber das ist im Rahmen eines Testlaufs ja normal", sagte Telekom-Deutschland-Chef am Montag im Rahmen einer Telefonkonferenz und ergänzte: "Der Breitband-Ausbau der Telekom geht damit in eine neue Runde - und wir machen mit Volldampf weiter."

Mittelgroße Städte bekommen Super Vectoring von der Telekom - Ballungsräume später

In Zahlen ausgedrückt heißt das: Die Telekom wird ab dem 1. August auf einen Schlag rund 6 Millionen Haushalten die Möglichkeit bieten, VDSL mit bis zu 250 Mbit/s im Download zu nutzen. Unter anderem werden 50.000 Haushalte in Münster, 30.000 Anschlüsse in Recklinghausen und 30.000 Haushalte in Remscheid die neue Breitband-Technologie nutzen können. "Wir bauen unser Breitband-Netz nicht nur in den Großstädten, sondern in der Fläche in Deutschland von Nord nach Süd und von West nach Ost aus - und täglich kommen neue Haushalte hinzu", so Wössner. Die Anschlüsse sind in rund 900 Kommunen in ganz Deutschland geschaltet. In der ersten Tranche standen Mittelzentren und der ländliche Raum im Fokus. Ballungsräume werden bis Ende des Jahres folgen. Kunden, deren Kupferleitung zum nächsten Super-Vectoring-Verteiler zu lang ist, bekommen mindestens 175 MBit/s als Rückfallebene. Bis Ende 2019 will die Telekom nach eigenen Angaben mehr als 15 Millionen Haushalte per Supervectoring erreichen können. "Wir investieren Milliarden für Millionen. Wir machen den nächsten Schritt hin zur Gigabit-Gesellschaft.", sagte Wössner am Montag.

Was kostet Super Vectoring bei der Deutschen Telekom?

Um Super Vectoring nutzen zu können, wird die Telekom ab Mittwoch den Tarif Magenta Zuhause XL anbieten, der während des ersten halben Jahres 19,95 Euro pro Monat kostet. Ab dem siebten Monat werden dann 54,95 Euro pro Monat fällig, um mit bis zu 250 Mbit/s im Downstream und bis zu 40 Mbit/s im Upstream das weltweite Datennetz erkunden zu könne. Außerdem ist über die Grundgebühr nicht nur eine Flatrate zu allen Festnetz-Anschlüssen in Deutschland inklusive, sondern auch eine Flatrate zu deutschen Mobilfunk-Anschlüssen. Wer auch das IPTV-Produkt Entertain von der Telekom nutzen möchte, muss dafür 9,95 Euro zusätzlich bezahlen. Wichtig: Für die Nutzung von VDSL Super Vectoring ist ein neuer VDSL-Router (Speedport W 925V und der Speedport Smart 3) notwendig, der bei der Telekom für 4,95 Euro pro Monat gemietet werden kann. Natürlich können auch Fremdrouter genutzt werden. Hier muss der Kunde für sich sicherstellen, dass dieser Router auf die Geschwindigkeiten ausgelegt ist.

Zu den seit einem Monat laufenden Vorregistrierungen für Super Vectoring sagte Wössner am Montag im Rahmen der Telefonkonferenz wörtlich: "Wir sind mit der Zahl der Voranmeldungen zufrieden, sie haut uns aber auch nicht vom Hocker." Das lässt darauf schließen, dass Tarife mit bis zu 250 Mbit/s aktuell eher noch nicht für die breite Masse interessant sind, sondern eher für Haushalte, in denen mehrere Personen zeitgleich auf breitband-hungrige Dienste zugreifen möchten - zum Beispiel größere Familien oder auch WGs in Studente-Städten. "Mit Super Vectoring sind wir auch fit für Anwendungen der Zukunft, insbesondere in Bezug auf 4K und Virtual Reality."

Aus rein technischer Sicht kommt Super Vectoring schrittweise überall dort zum Einsatz, wo heute schon Vectoring eingesetzt wird. Dafür erfolgt in den Multifunktionsgehäusen (MFG), den grauen Kästen am Straßenrand, ein Upgrade in Form einer sogenannten Super-Vectoring-Linecard. Zusätzliche Tiefbauarbeiten sind hingegen nicht notwendig. Ab August wird es über die Telekom-Homepage möglich sein, die Verfügbarkeit von VDSL-Super-Vectoring zu prüfen.

Die Telekom bietet Privatkunden auch schon Gigabit-Leitungen

Bislang ermöglichte die Telekom dem Großteil der VDSL-Kunden maximale Datenraten von 100 MBit/s. Dort wo kein Vectoring eingesetzt werden kann oder darf, sind es gar nur 50 oder 25 MBit/s. Kunden, die gar kein VDSL haben, können maximal 16 MBit/s im Downstream nutzen. Nur wenige hunderttausend Kunden, die einen echten Glasfaseranschluss der Telekom haben, können einen Anschluss mit bis zu 1 Gbit/s buchen. Der Preis liegt hier für Privatkunden aber auch bei stolzen 119,95 Euro monatlich. 



Bildquelle kleines Bild: Deutsche Telekom | Autor: Hayo Lücke
News bewerten:
 
9 / 10 - 2Stimmen

* Dieser Link führt auf eine kommerzielle Seite außerhalb von inside handy. Wenn dort Umsatz erzielt wird, erhält unser Verlag von dem dortigen Anbieter eine Provision. Durch diese Provision erhalten wir einen Beitrag zur Finanzierung unseres Angebots, um es weiterhin für alle Leser kostenfrei erhalten zu können.

Themen dieser News: Telekom, DSL und Breitband

Kommentar schreiben


 
 
VERWANDTE NEWS

alle News ansehen