Neue DSGVO-Regeln WhatsApp für Unternehmen künftig rechtswidrig

vom 15.05.2018, 11:57
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WhatsApp macht wieder verstärkt von sich reden: Ein Facebook-Manager bestätigte nicht nur indirekt, dass der Messenger-Dienst künftig Werbung enthalten wird. Seit einigen Tagen ist WhatsApp auch erst ab 16 Jahren nutzbar – zumindest theoretisch. Nun schlägt eine Meldung Wellen, die besagt, dass Unternehmen nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) den Messenger-Dienst künftig nicht mehr in Anspruch nehmen können.

Die neuen Datenschutz-Grundverordnungen, die ab dem 25. Mai in Kraft treten, werden beispielsweise Facebook- und Instagram-Nutzer zur Kenntnis genommen haben. Beide Apps versäumen nicht, die neuen Regelungen regelmäßig anzuzeigen, bis Nutzer diese aktzeptiert haben. Die neue DSGVO betrifft auch den Messenger-Dienst WhatsApp. Laut des Magazins IT Business wird die Nutzung von WhatsApp mit in Kraft treten des DSGVO für Unternehmen offiziell rechtswidrig.

Grund dafür sei, dass der Messenger-Dienst auf Kontakte sowie weitere gespeicherte Inhalte zugreifen muss, um angemessen genutzt werden zu können. Dadurch würden die theoretisch sensiblen Daten der jeweilig gespeicherten Kontakte an ein US-Unternehmen weitergegeben. Den neuen Regelungen zufolge müssten geschäftliche Kontakte erst zustimmen, bevor WhatsApp auf ihre Personendaten zugreifen dürfe. Wenn der Kontakt nicht einwilligt, handele es sich um einen Verstoß, so die Anwälte von IT Business. Streng genommen müsste, sobald WhatsApp von einem Unternehmen genutzt wird, ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung zwischen der jeweiligen Firma und WhatsApp aufgesetzt werden.

Um einen Konflikt und einem möglichen Verstoß vorzubeugen, sollten WhatsApp-Nutzer je eine private und eine geschäftliche SIM-Karte-Nutzen. Somit können auf einer SIM-Karte nur die Personen gespeichert sein, die einer WhatsApp-Nutzung auf unternehmerischer Seite zugestimmt haben. Alternativ stehen auch ein privates und geschäftliches Handy zur Verfügung.

Hohe Strafen unwahrscheinlich

Nichtsdestotrotz wird es unwahrscheinlich sein, dass Unternehmen bei einer WhatsApp-Nutzung und somit gegen das DSGVO verstoßend, massiv bestraft werden. Vielmehr geht man davon aus, das vorerst nur Verwarnungen an Firmen verteilt werden.



Quelle: IT Business | Bildquelle kleines Bild: App Store | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: WhatsApp, Android, Apps & Software, IOS, Mobilfunk-News, Unternehmen und Märkte

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