Googles Sicherheits-Updates werden Pflicht

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Android Pancake
Bildquelle: inside-handy.de / Tabeajaichhalt / Pixabay
Viele Smartphone-Hersteller beliefern nur ihre Topgeräte regelmäßig mit den monatlich erscheinenden Android-Sicherheitsupdates. Besitzer günstigerer oder älterer Smartphones gucken dabei meist in die Röhre. Google möchte dem nun einen Riegel vorschieben und die Handyhersteller zur Bereitstellung der Updates verpflichten.

Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz sprach Androids Sicherheitschef David Kleidermacher über die bevorstehenden Sicherheitsänderungen in der Android P-Version. Google hat seine OEM-Vereinbarungen dahingehend modifiziert, dass sie Bestimmungen für regelmäßige Sicherheitspatches enthalten. So werden Smartphone-Hersteller zukünftig stärker in die Pflicht genommen. Bislang gibt es in den Lizenzbestimmungen des Betriebssystems keine Vorgabe, die Unternehmen dazu zwingt, die monatlich von Google herausgegebenen Updates an den Kunden weiter zu geben.

„Wir haben daran gearbeitet Sicherheits-Patches in unsere OEM-Vereinbarungen zu integrieren. Das wird zu einem massiven Anstieg der Anzahl von Geräten und Benutzern führen, die regelmäßig Sicherheits-Patches erhalten“, sagte Kleidermacher bei der Vorstellung. Die Sicherheitsupdates werden in der Regel in der ersten Woche eines jeden Monats veröffentlicht. Smartphone-Hersteller erhalten die monatlichen Sicherheitspatches jedoch einen Monat im Voraus. Dies gibt OEMs und Anbietern Zeit, Schwachstellen auszumerzen, bevor das Sicherheitsupdate veröffentlicht wird.

Die Ankündigung stand in Zusammenhang mit neuen Sicherheitsfeatures für Android P. Für Android 8 wird die Patch-Pflicht wohl noch nicht gelten. Google hat mit dem „Project Treble“ bereits vorgesorgt, damit die Integration der Sicherheitsupdates leichter als zuvor gelingt. Neue Smartphones mit Android 8 unterstützen Treble bereits. Davon wurden allerdings nur wenige nach dem Update von einer älteren Android-Version fit für die neue Update-Routine gemacht. Die monatlichen Sicherheitsupdates gehen auf eine massive Sicherheitslücke im Jahr 2015 zurück.

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