Test Basismodell der neuen Moto-Familie Motorola Moto G6 im Test: Der zuverlässige Partner von nebenan

vom 12.05.2018, 10:00
Motorola Moto G6 im Test geprüft
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Im Rahmen eines Events in Brasilien hat Motorola seine neue Moto-G6-Generation enthüllt. Im Zentrum der Veranstaltung: das Moto G6. Ziel des Herstellers ist es, mit den neuen Modellen vor allem preisbewusste Kundschaft zu locken und zugleich moderne Technik anzubieten. Ob das Moto G6 die Preis-Leistungs-Spagat schafft, zeigt der Test von inside handy.

Design und Verarbeitung

Das Basismodell der neuen G-Serie ist das 167 Gramm leichte Moto G6 und befindet sich in Gesellschaft des Moto G6 Plus und G6 Play. Motorola schafft ein schnittiges Gerät, das Alt und Neu zu kombinieren weiß: Optische Design-Merkmale wie die runde Fassung um die Hauptkamera oder das charakteristische "M" des Hersteller-Schriftzugs weißt das Moto G6 ebenso auf wie auch ein modernes, schlankeres Design als noch das Moto G5.

Das metallene Gewand ist einem gläsernen Konstrukt gewichen, das auf der Rückseite leicht abgerundet und so recht ergonomisch geformt ist. Eine weitere auffällige Veränderung besteht auch auf der Front: Das Display streckt sich deutlich durch das 18:9-Format, sodass die Gehäuseränder auf ein Minimum reduziert, doch auch weiterhin sinnvoll genutzt werden. Der Home-Button wird in Folge dessen geschmälert und verliert seine dickliche Form.

Wenn auch nur vor Wasserspritzern beziehungsweise geringen Mengen Regen bietet das Moto G6 Nässe Paroli. Der Schutz kommt nicht in der gängigen IP-Zertifizierung, sondern von der auf Wasserschutz für Technik spezialisierte Firma p2i, deren Wasserschutz gleichnamig ist.

Die technischen Daten des Moto G6, G6 Plus und G6 Play in der Übersicht:

 Moto G6
Moto G6 Plus
Moto G6 Play
 
Moto G6 play
Moto G6
Moto G6 play
Display

5.7” Zoll, 1.080 x 2.160 Pixel

5,7 Zoll, 1.080 x 2.160 Pixel

5.7” Zoll ,720 x 1440 Pixel

Betriebssystem-Version

Android 8.0 Oreo

Prozessor

Snapdragon 450

1.8 GHz Octa-Core

Snapdragon 630

2.2 GHz Octa-Core

Snapdragon 430

1.4 GHz Octa-Core

RAM

3 GB / 4 GB

4 GB / 6 GB 

3 GB RAM

interner Speicher

32 GB / 64 GB

32 GB / 64 GB / 128 GB

32 GB

MicroSD

ja (128GB)

ja (128GB)

ja (128GB) 

Kamera vorne/hinten

8 MP / 12 + 5 MP

2 x 12,2 MP, OIS / 8 MP

8 MP / 13 MP 

Fingerabdruckscanner

ja

Akku

3.000 mAh

3.200 mAh

4.000 mAh

USB-Port

USB Typ-C

micro-USB

Bluetooth

4.2

5.0

4.2

Abmessungen (mm)

153.8 x 72.3 x 8.3 mm

160 x 75.5 x 8.0mm

154.4 x 72.2 x 9 mm

Farben

Indigo Blue

Einführungspreis

 249 Euro

299 Euro

199 Euro 

Raus aus dem Karton

Das Moto G6 kommt in der Farbe nach Wahl – zur Verfügung stehen Schwarz, Rosa, Blau und Silber – in einem für Motorola typischen grell-bunten Karton. Sowohl der Herstellerschriftzug als auch der Produktname werden in einer silber glänzenden Schrift vermerkt.

Im Innern befinden sich über- und nebeneinander gestapelt das Smartphone höchstpersönlich, eine transparente Gummi-Schutzhülle, Netzwerkadapter samt USB-Typ-C-Ladekabel, SIM-Karten-Werkzeug und Anleitungen. Auf ein Headset müssen Nutzer jedoch verzichten.

Motorola Moto G6 im Test Unboxing
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Moto G6 Hands-On

Wenn eines bei der Nutzung des Moto G6 klar wird, dann ist es das: Lenovo und den zuständigen Motorola-Entwicklern ist es gelungen, ein rundum stimmiges Smartphone für den Massenmarkt zu entwickeln. Es liegt mit seiner sanft abgerundeten Rückseite aus Glas angenehm in der Hand und ist nicht zu schwer.

Einziges Manko: Verzichtet der Nutzer darauf, zum Beispiel die mitgelieferte Silikon-Schutzhülle zu nutzen, ragt auf der Rückseite die Dual-Kamera-Abdeckung recht deutlich aus dem Gerät heraus. Nicht selten passiert es in diesem Zusammenhang, dass der Zeigefinger bei der Nutzung über die recht scharfkantigen Ränder der Kameraabdeckung streift – kein schönes Gefühl. Aber wer sein Smartphone liebt, steckt es eben doch besser in eine Schutzhülle - um es auch bei etwaigen Stürzen zu Boden nicht mit viel Herzschmerz und zersplitterter Vorder- und / oder Rückseite wieder anheben zu müssen. Mit Schutzhülle ist das Problem rund um die herausstehende Kamera-Abdeckung von der einen auf die andere Sekunde gegessen. Dann verschwindet übrigens auch das Problem, dass Fingerabdrücke auf dem gläsernen Korpus recht stark in Erscheinung treten können. Man schlägt sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe und spart sich das ständige Polieren der Rückseite.

Auf physische Tasten unterhalb des Displays, wo auch der flott arbeitende Fingerabdrucksensor zu finden ist, wird seitens Motorola verzichtet. Stattdessen erfolgt die Menüsteuerung über Sensor-Tasten, die direkt in das Display integriert sind. An der rechten Seite wurde nicht nur die Lautstärke-Wippe verbaut, sondern auch die Taste zum Ein- und Ausschalten des Smartphones. Achtung: sie ist leicht geriffelt, was bei zarten Fingerchen ebenfalls für ein etwas unschönes Gefühl sorgen kann.

Motorola Moto G6 im Test: Hands-On

  • 1/12
    Das Moto G6 mit einem 5,7 Zoll großen Display im 18:9-Format.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside handy
  • 2/12
    Die Display-Ränder sind durch das Format dünner geworden; oberhalb befinden sich der Lautsprecher, die Frontkamera und ein Blitz.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Erfreulich wiederum: Den Markt-Trend, auf eine Klinkenbuchse für klassische Kopfhörer-Anschlüsse zu verzichten, geht Motorola nicht mit. Das gilt übrigens auch für die beiden Schwestermodelle G6 Plus und G6 Play. Der Akku wird bei allen Modellen über einen USB-Typ-C-Anschluss geladen.Und abschließend noch dies: Mit Blick auf das Display des Moto G6 muss festgehalten werden, dass eine einhändige Bedienung aufgrund des 5,7 Zoll großen Panels schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Alles, was im oberen Display-Drittel angezeigt wird, ist mit dem Daumen nur nach einem Umgreifen anzusteuern. Ein Problem, das aber nicht nur Motorola betrifft, sondern alle Hersteller, die auf große Displays setzen, um zum Beispiel bei beliebten Social-Media- oder Nachrichten-Inhalten möglichst viel auf einen Blick anzeigen zu können.

Das Moto G6 bleibt optisch traditionell, fügt sich gleichzeitig jedoch den aktuellen Trends und passt sein Design dementsprechend an. Ein wenig störend ist die herausragende wie scharfkantige Kamera. Schön ist jedoch der theoretische Schutz gegen geringe Mengen Wasser.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Display

Beim Display setzt Motorola auf ein Full-HD+-Panel, das im 18:9-Format eine diagonale Abmessung von 5,7 Zoll vorweisen kann. Bei einer in Zahlen ausgedrückten Auflösung kommt das Moto G6 auf 1.080 x 2.160 Pixel und eine Pixeldichte von 424 ppi. Ab etwa 300 ppi werden einzelne Pixel auf dem Bildschirm für das menschliche Auge unsichtbar, ergo übertrifft das Smartphone diesen Wert bei weitem und stellt Inhalte dementsprechend angenehm dar. Zur Orientierung: Das Lite-Modell der neuen P20-Reihe von Huawei kommt mit der gleichen Auflösung auf 400 ppi, das Samsung Galaxy S9 mit seinem Super-AMOLED-Display auf 568 ppi.

Das Panel des Moto G6 wurde im IPS-Verfahren produziert. Eine Technik, die natürliche Farben und eine gute Blickwinkelstabilität erhalten soll. Mehr zu diesem Thema gibt es im Magazin von inside handy. Vor Kratzern und Stürzen aus geringer Höhe schützt zudem Gorilla Glass 3.



Bildquelle kleines Bild: Simone Warnke/inside handy | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Testcenter, Android, Handys unter 400 Euro, Mobilfunk-News, Motorola, Smartphones, Technik, Unternehmen und Märkte

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