Neue Quartalszahlen Freenet: Mehr Gewinn durch mehr werthaltige Kunden

vom 04.05.2018, 09:05
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Bildquelle: Freenet

Die freenet AG hat neue Zahlen für das abgeschlossene erste Geschäftsquartal vorgelegt. Demnach ist die Gesamtkundenzahl im Mobilfunk-Segment zwar weiter rückläufig, doch bei werthaltigen Vertragskunden ist es dem Konzern auch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gelungen, zuzulegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Jahresvergleich ebenso wie die Nettobilanz.

Zum Stichtag Ende März standen bei Freenet 11,77 Millionen aktive SIM-Karten in den Bilanzen. Das waren zwar 60.000 SIM-Karten weniger als noch Ende Dezember vergangenen Jahres, der Rückgang war in erster Linie aber getrieben durch Verluste im Prepaid-Segment - unter anderem aufgrund der neuen Regeln im Anmelde-Prozess bei Prepaidkarten. Während die Zahl der geschalteten Guthabenkarten um 80.000 auf 2,16 Millionen und die der No-Frills-Marken wie klarmobil.de, callmobile oder freenet mobile um 50.000 auf 2,83 Millionen zurückging, legte das Geschäft mit wichtigeren Vertragskunden um 60.000 auf 6,77 Millionen zu.

Stabiles Geschäft im Mobilfunk-Sektor

Aus finanzieller Sicht sorgte das Mobilfunk-Segment von freenet für einen Umsatz in Höhe von 805 Millionen Euro - nach 762,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2017. Erstmals wies freenet seinen Umsatz zum abgeschlossenen Quartal auch nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS aus. Demnach lag der Mobilfunk-Umsatz bei nur 621 Millionen Euro. Das EBITDA in der Mobilfunk-Sparte verbesserte sich nur marginal von 100,1 auf 100,2 Millionen Euro.

Im gesamten freenet-Konzern verbesserte sich der Umsatz von 838 auf 873,7 Millionen Euro - beziehungsweise fiel auf 689,6 Millionen Euro nach IFRS-Standard. Das Konzern-EBITDA legte von 100,9 auf 106,5 Millionen Euro zu, unter dem Strich stand ein Gewinn in Höhe von 46,7 Millionen Euro. Das erste Quartal 2017 war mit einem Plus in Höhe von 41,7 Millionen Euro abgeschlossen worden.

Joachim Preisig, Vorstand Finanzen & Controlling der freenet AG, erklärt das Ergebnis wie folgt: "Mit der Umstellung auf den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 15 zum 1. Januar 2018 ergibt sich erstmals eine Differenz zwischen den tatsächlich auszuweisenden Umsatzerlösen (unter Berücksichtigung von IFRS 15) und den Umsatzerlösen, die sich ohne IFRS 15 Effekte ergeben hätten – im Wesentlichen aufgrund des Ausweises von erhaltenen Netzbetreiberprovisionen als Reduzierung des Materialaufwandes, statt wie bisher in den Umsatzerlösen. Die Umsatzerlöse ohne IFRS 15 Effekte sind im Vergleich zum Vorjahresquartal jedoch leicht gestiegen und zeigen somit erneut, dass die freenet AG über ein stabiles und solides Geschäft verfügt."

Mehr Kunden auch in der TV- und Medien-Sparte

Mehr und mehr Geld verdient freenet auch mit seinen TV-Marken. Bei der DVB-T und Satelliten-Marke freenet TV legte die Kundenzahl um 47.400 auf 1,02 Millionen zu. Das Web-TV-Angebot von waipu.tv verbesserte seine Kundenzahl von 463.600 auf 608.800. Davon hatten aber nur 133.100 ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen - 30.800 mehr als noch Ende 2017. Bis Ende des laufenden Jahres soll die Zahl der freenet-TV-Kunden auf über 1,2 Millionen zulegen, die der zahlenden waipu.tv-Kunden auf mehr als 250.000 steigen.

Bildquelle kleines Bild: Freenet | Autor: Hayo Lücke
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