Geschäftszahlen: iPhone X immer noch bestverkauftes iPhone

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iPhone X Face-ID
Bildquelle: Apple
iPhone-Hersteller Apple hat seine Verkaufs- und Geschäftszahlen für die ersten drei Monate im laufenden Jahr 2018 veröffentlicht. Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2017 / 2018 zeigt einen deutlichen Rückgang der iPhone-Verkäufe und des Umsatzes. Dazu ist der Gewinn etwas gefallen. Die Entwicklung kam jedoch nicht überraschend. Trotzdem gibt es einige interessante Entwicklungen.

Gleich drei Modelle des Zugpferdes iPhone hat Apple im September 2017 vorgestellt. Dabei hat man mit dem iPhone X sogar ein völlig neues Design vorgestellt. Nachdem das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres, von Oktober bis Dezember 2017, mit Rekordumsatz endete, richten sich nun die Blick auf das traditionell schwächere zweite Quartal. Das leidet häufig darunter, dass der anfängliche Verkaufsschwung der neuen iPhones sowie  auch der Weihnachtsboom beendet ist.

Umsatz und Gewinn zum Jahresstart

Im Vorquartal machte Apple einige Angaben, mit welchen Zahlen man im zweiten Quartal des Geschäftsjahres und damit im ersten Quartal 2018 rechnet. Unter anderem wurde ein Umsatz zwischen 60 und 62 Milliarden Dollar prophezeit. Das Ziel hat Apple nun auch erreicht. Mit 61,137 Milliarde Dollar Umsatz überbietet man das Vergleichsquartal aus dem Vorjahr um satte 16 Prozent. Gegenüber dem Weihnachtsquartal jedoch muss man erwartungsgemäß ordentlich einbüßen. Mit einem Minus von 31 Prozent zeigt sich wie stark das Rekordquartal war.

Apples Umsatzzahlen im Überblick

Quartal

Umsatz gesamt

(in Milliarden $)

Entwicklung (in %) Gewinn
zum Vorquartal zum Vorjahr

aktuell (in

Milliarden Dollar)

Entwicklung

Vorquartal (in %)

Geschäftsjahr 2018
Q2 (Jan. – März 2018) 61,137 -31 16 13,822 -31,1
Q1 (Okt. – Dez. 2017) 88,293 68 13 20,065 87,3
Geschäftsjahr 2017
Q4 (Juli – Sept. 2017) 52,579 16 12 10,714

22,9

Q3 (April – Juni 2017)

45,408 -14 7 8,717 -21
Q2 (Jan. – März 2017) 52,896 -32 5 11,029 -28,4
Q1 (Okt. – Dez. 2016) 78,351 67 3 17,891 98,5
Geschäftsjahr  2016
Q4 (Juli – Sept. 2016) 46,852 11 -9 9,014

15,6

Q3 (April – Juni 2016) 42,358  -16 -15 7,796 -25,8
Q2 (Jan. – März 2016) 50,557 -33

-13

10,516 -42,7
Q1 (Okt. – Dez. 2015) 75,872 47 2 18,361 116
Geschäftsjahr 2015
Q4 (Juli – Sept. 2015) 51,501 4 22 8,500 -20,6
Q3 (April – Juni 2015) 49,605 -14 33

10,700

-21,3

Q2 (Jan. – März 2015)

58,010 -22 27 13,600 -24,4
Q1 (Okt. – Dez. 2014) 74,599 77 30 18,000  

Tim Cook gibt sich in der offiziellen Verlautbarung trotzdem positiv gestimmt und betont das Wachstum gegenüber des Vorjahres: „Wir haben in allen geografischen Regionen an Umsatz gewonnen. In China und Japan sind es 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.“ Besonders der Heimatmarkt Amerika kann mit knapp 25 Milliarden Doller Umsatz punkten. Der chinesische Markt wird dabei immer wichtiger. Im Reich der Mitte wurde knapp der Umsatz des europäischen Marktes unterboten.

Apples Gewinn: bestes Startquartal seit Jahren

Der Gewinn, den Apple im ersten Jahresviertel abschöpfen kann, liegt bei gut 13,8 Milliarden Dollar. Damit schreibt man das beste Quartalsergebnis für den Zeitraum zwischen Januar und März der vergangenen Jahre aus. Daran kann abgelesen werden, dass es vermutlich das preisintensive iPhone X ist, das den Gewinn hoch hält, ohne dass man signifikant mehr iPhones absetzen konnte als in den Vergleichszeiträumen.

So viele iPhones verkaufte Apple von Januar bis März

Dass Apple regelmäßig satte Umsätze und ordentliche Gewinne erzielt, ist nicht überraschend. Spannender sind die Zahlen zu den verkauften Geräten. Unterschiedlich lautende Meldungen über Rekordabsätze aber auch enttäuschende Absatzzahlen wurden prognostiziert oder zumindest gemunkelt.

Doch auch hier gibt sich Apple robust. Mit gut 52 Millionen verkaufter iPhones, gut 9 Millionen Tablets der iPad-Linien und gut 4 Millionen verkaufter Mac-Rechner kann Apple auch hier zufrieden sein. Gegenüber dem Vorjahres-Vergleichsquartal setzt man 14 Prozent mehr iPhones und 6 Prozent mehr iPads ab. Trotzdem muss man sich auch damit abfinden, dass man weit weg von den Absatzzahlen ist, die im Weihnachtsquartal erzielt wurden. Hier brach der iPhone-Absatz um 32 Prozent ein. Welches Gerät die Zahlen hoch hält verrät Tim Cook: „Das iPhone X war im gesamten März-Quartal unser bestverkauftes Gerät in jeder Woche.“

Das die Verkaufszahlen jedoch diejenigen in den Vergleichsquartalen aus dem Jahr 2017 und 2015 überbieten, zeigt jedoch, dass man mit dem iPhone X tendenziell keine neuen Kunden ansprechen konnte, sondern sich die Kunden nur innerhalb des Portfolios anders orientierten.

Quartal

iPhones gesamt

(in 1.000 Stück)

Entwicklung (in %)

Weitere Hardware

( in 1.000 Stück)

zum Vorquartal zum Vorjahr iPads Macs
Geschäftsjahr 2018
Q2 (Jan. – März 2018)
52.217  -32  9,113 4,078
Q1 (Okt. – Dez. 2017) 77.316  66  -1  13.170 5.112
Geschäftsjahr 2017
Q4 (Juli – Sept. 2017) 46.677  14 3 10.326 5.386

Q3 (April – Juni 2017)

41.026  -19

2

11.424 4.292
Q2 (Jan. – März 2017)

50.763 

-35 -1 8.922 4.199
Q1 (Okt. – Dez. 2016) 78.290  72 5 13.081 5.374
Geschäftsjahr  2016
Q4 (Juli – Sept. 2016) 45.513  13 -5 9.267 4.886 
Q3 (April – Juni 2016) 40.399  -21 -15 9.950 4.252
Q2 (Jan. – März 2016) 51.193  -32 -16 10.251 4.034
Q1 (Okt. – Dez. 2015) 74.779  56 0 16.122 5.312
Geschäftsjahr 2015
Q4 (Juli – Sept. 2015) 48.046  1 22 9.883 5.709
Q3 (April – Juni 2015) 47.534  -22 35 10.931 4.796

Q2 (Jan. – März 2015)

61.170  -18 40 12.623 4.563
Q1 (Okt. – Dez. 2014) 74.468  90 46 21.419 5.519

Wie immer verweigert Apple die Aufschlüsselung der Wearables. Wie viele Exemplare der neuen Apple Watch in welcher Ausstattungs-Variante verkauft wurden, kann somit nur geschätzt werden. Sie sind unter dem Punkt „andere Produkte“ aufsummiert.

Apple iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus

Das aktuelle Portfolio der Amerikaner umfasst neben den älteren Smartphones iPhone 7 und iPhone 7 Plus, die drei neuen Modelle aus dem Herbst 2017. Während das iPhone 8 im Test etwas enttäuschte, konnte das größere Modell iPhone 8 Plus im Test besser gefallen. Das Hauptaugenmerk der aktuellen Geräte liegt jedoch eindeutig auf dem iPhone X. Neben dem neuen Design mit randlosem Display und einem Ausschnitt im Panel am oberen Rand war der Aufreger des Jahres der Wegfall des Fingerabdrucksensors, der durch eine aufwendig konstruierte Gesichtserkennung ersetzt wurde. Im Test des iPhone X von inside handy zeigte es sich durchaus überzeugend.

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