Amazon Prime wird deutlich teuer - zunächst jedoch nur in den USA

2 Minuten
Lieferung (Symbolbild)
Bildquelle: Amazon
Hierzulande gibt es wohl nur wenige internetaffine Menschen, die sich noch nie etwas bei dem Online-Versandhändler Amazon gekauft haben. Folglich ist auch der bezahlte Dienst Amazon Prime recht begehrt, da Kunden hier einen kostenfreien Versand für zahlreiche Artikel sowie viele weitere Dienstleistungen erhalten. Nun sollen die jährlichen Gebühren allerdings angehoben werden.

Kostenloser Premiumversand, zahlreiche Filme, Musiktitel, eBooks sowie weitere Vorteile bietet die Mitgliedschaft bei Amazon Prime, die Nutzer hierzulande jährlich 69 Euro kostet – allerdings erst seit eineinhalb Jahren. 2016 kostete das Abo nämlich nur 49 Euro; Anfang 2017 wurde der Betrag allerdings um rund 40 Prozent angehoben. Nun bahnt sich eine weitere Preiserhöhung an, die zunächst jedoch nur Kunden, die in den USA wohnen, betrifft.

Während Prime-Nutzer in den USA bisher 99 US-Dollar für die Prime-Mitgliedschaft ausgeben mussten, wird das Abo künftig 119 US-Dollar kosten – ein Preisanstieg um 20 Prozent. „Das ist eine bessere Widerspiegelung des Kostenwerts des Programms“, erklärt Finanzchef Brian Olsavsky die Hintergründe. Die neuen Preise sollen dabei für Neukunden bereits ab dem 11. Mai und für Bestandskunden ab dem 16. Juni gelten. Ob auch in den hiesigen Gewässern mit einer erneuten Preiserhöhung zu rechnen ist, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch unbekannt.

Amazon Prime als Ökosystem

Selbst falls die Preise auch in Deutschland erhöht werden, wird es wohl keine allzu großen Auswirkungen auf die Mitgliederzahlen haben. Dies liegt unter anderem daran, dass laut einer aktuellen Studie des Handelsverbands Deutschland rund 46 Prozent des bundesweiten Onlinehandels im Jahr 2017 auf den US-Versandhändler entfielen. Weiterhin entspricht Amazon Prime einem in sich geschlossenen Ökosystem. So lässt sich der im Prime-Abo enthaltene Dienst Amazon Musik oder das Hörbuch-Portal Audible beispielsweise bequem über den Amazon-Echo-Lautsprecher nutzen. Wer sich dabei einmal in das Ökosystem begibt, wird dieses genauso wie beim Apple-Pendant eher nicht verlassen wollen.

Amazon Echo: Sicherheitslücke ermöglicht permanentes Abhören

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS