Sony verkauft so wenig Smartphones wie ewig nicht mehr

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Bildquelle: inside-handy.de
Sony hat am Freitag die neuen Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht. Das japanische Unternehmen musste hohe Verluste in der Mobilfunksparte hinnehmen, konnte aber dennoch das vergangene Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn abschließen. Alles andere als rund lief es in jenem Geschäftsbereich, der für den Verkauf von Smartphones zuständig ist.

Dass es im Smartphone-Geschäft von Sony nicht rund läuft, spiegeln die neuen Bilanzzahlen des japanischen Elektronikkonzerns recht deutlich wider. Das Unternehmen verbuchte im ersten Quartal 2018 einen Verlust von 16,8 Milliarden Yen, umgerechnet sind das 127 Millionen Euro. Grund dafür war unter anderem eine Abschreibung in der Mobilfunksparte in Höhe von 31,3 Milliarden Yen (237 Millionen Euro).

Sony verkauft immer weniger Smartphones

Mehr noch: Auch das jüngst abgeschlossene Quartal brachte keine Besserung in Bezug auf den Smartphone-Absatz. Der ging zwischen Januar und März auf 2,7 Millionen Geräte zurück – das ist mit Blick auf die Smartphone-Verkäufe das mit Abstand schlechteste Quartal seit Jahren für Sony und unterbietet noch das ohnehin schon maue Geschäft im ersten Quartal des vergangenen Jahres.

  • Q1 2017: 2,9 Millionen verkaufte Smartphones
  • Q2 2017: 3,4 Millionen verkaufte Smartphones
  • Q3 2017: 3,4 Millionen verkaufte Smartphones
  • Q4 2017: 4,0 Millionen verkaufte Smartphones
  • Q1 2018: 2,7 Millionen verkaufte Smartphones

Und es wird nicht besser: Der japanische Hersteller geht davon aus, dass die Verkäufe sich in diesem Jahr nicht merklich verbessern werden und prognostiziert für 2018 nur noch 10 Millionen verkaufte Smartphones. Das wären im Schnitt gerade einmal 2,5 Millionen verkaufte Geräte pro Quartal. Überzeugung, im Smartphone-Geschäft zu alter Stärke zurückzufinden, sieht wahrlich anders aus.

Sony erwartet zurückgehende PS4-Verkäufe

Außerhalb des Smartphone-Geschäfts sind die Zahlen jedoch sehr ordentlich. Sony schloss das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr 2017/2018 mit einem Rekordgewinn von 491 Millarden Yen (umgerechnet etwa 3,7 Millionen Euro) ab und konnte in diesem Zusammenhang unter anderem 19 Millionen PlayStation-Konsolen verkaufen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2016/2017 belief sich der Gewinn auf „nur“ 73,3 Milliarden Yen und es konnten noch 20 Millionen verkauft werden. Für das nun laufende Geschäftsjahr erwartet Sony, dass nur noch 16 Milliarden PS4 verkauft werden.

Wie schon Anfang Februar berichtet, hat Konzernchef Kazuo Kirai sich nun verabschiedet und seinen Posten an Kenichiro Yoshida übergeben, dem bisheringen Finanzchef von Sony.

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