Weltweiter Smartphone-Umsatz um 18 Prozent gestiegen

3 Minuten
Smartphones bis 400 Euro
Bildquelle: inside-handy.de
Die GFK hat aktuell eine Pressemitteilung zum globalen Smartphone-Markt veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der weltweite Umsatz mit Smartphones um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist. Die Smartphone-Nachfrage hingegen ist um zwei Prozent auf 347 Millionen Geräte gesunken.

Eine Studie des größten deutschen Marktforschungsinstituts zeigt interessante Veränderungen auf dem globalen Smartphone-Markt. So stieg der weltweite Umsatz mit Smartphones um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Grund dafür ist hauptsächlich der Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises von Handys um 21 Prozent. Auf der anderen Seite fiel die weltweite Nachfrage nach Smartphones um zwei Prozent auf 347 Millionen Geräte. Insbesondere in China und Nordamerika sank der Verkauf von Smartphones. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang von sechs Prozent in China und von fünf Prozent in Nordamerika.

Ende 2017 erreichte die weltweite Smartphone-Nachfrage seinen Höhepunkt; aus diesem Grund ist es keine wirkliche Überraschung, dass die Nachfrage nach neuen Smartphones sinkt. Außerdem sollen auch viele Märkte den Sättigungspunkt erreicht haben, erklärt die GFK. Ein weiterer Faktor ist, dass Verbraucher derzeit eher zu teureren High-End-Geräten tendieren und damit den durchschnittlichen Verkaufspreis hochtreiben. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg weltweit somit um 21 Prozent auf 374 US-Dollar und sorgte für ein starkes Umsatzwachstum von 18 Prozent.

Regionale Auswertungen zum Smartphone-Markt zeigen außerdem große Differenzen gegenüber den weltweiten Werten. In Mittel- und Osteuropa stieg der Umsatz sogar um 35 Prozent, analog dazu stieg auch die Smartphone-Nachfrage in dieser Region um fünf Prozent. Die GFK prognostiziert, dass das anhaltende Wachstum in Russland und der Ukraine die Nachfrage regional um sieben Prozent steigern wird. In Westeuropa sieht es etwas anders aus: Die Rückgänge in Großbritannien (11 Prozent), Spanien (7 Prozent) und Frankreich (4 Prozent) wirkten sich auf die gesamte Auswertung aus. Insgesamt fiel die Smartphone-Nachfrage in Westeuropa um zwei Prozent auf 28,3 Millionen Geräte. Doch auch hier gab es ein Umsatzwachstum von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist ebenfalls auf die um 26 Prozent gestiegenen Verkaufspreise zurückzuführen.

In Amerika sieht die Lage wie folgt aus: Lateinamerika konnte ein Nachfragewachstum von 3 Prozent verbuchen, mit 41 Prozent stiegt die Nachfrage in Kolumbien am stärksten. In Nordamerika ging die Nachfrage um ungefähr fünf Prozent auf 35,8 Millionen Geräte zurück.

In den asiatischen Ländern ist ein ähnlicher Trend zu erkennen: Nachfrage sinkt, Umsatz steigt. China konnte den Umsatz um 14 Prozent steigern, jedoch fielen die Verkaufszahlen um sechs Prozent. In den Industrieländern Asiens (unter anderem Japan, Südkorea und Taiwan) fiel die Smartphone-Nachfrage um drei Prozent auf 17,6 Millionen Geräte, doch der Umsatz konnte ein Plus von 13 Prozent verzeichnen. Die asiatischen Schwellenländer (beispielsweise Indonesien, Malaysia, Indien) konnten die Nachfrage stabil halten und ein Umsatzwachstum von 14 Prozent verbuchen. Die GFK prognostiziert, dass die Schwellenländer in diesem Jahr einen Nachfrageanstieg von sieben Prozent haben werden.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS