Neue Spotify-App bringt mehr Freiheiten für Nutzer und schont das Datenvolumen

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Spotify auf dem Lumia 920
Bildquelle: inside-handy.de
Der aus Schweden stammende Musik-Streaming-Dienst Spotify hat im Rahmen eines Events in New York seine neue App vorgestellt. Diese erlaubt es Nutzern auch weiterhin, kostenfrei Musik über ihr Smartphone zu hören – werbefrei bleibt die Gratis-Version allerdings nicht. Dennoch ergeben sich mit der App künftig mehr Möglichkeiten für Musik-Feunde.

Nutzer von Spotify können über die App auch unterwegs Musik streamen – allerdings nur eingeschränkt. Eigene Playlists konnten bis dato auswärts nicht gehört werden. Dies soll sich nun mit der neuen App des Dienstes allerdings ändern, wie die Betreiber des schwedischen Unternehmens in New York verlauten ließen. Im Detail werden Nutzer künftig auch persönlich erstellte Listen mit ihren Lieblingssongs über die Smartphone-App genießen können. Dieser Service soll weiterhin kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, jedoch auf Basis von Werbeeinblendungen.

Einen weiteren Pluspunkt der neuen Spotify-App im Vergleich zu beispielsweise YouTube ist der geringere Datenverbrauch. Dieser wird mit der neuen Anwendung nach Angaben der Macher deutlich gesenkt, indem Songs auf dem jeweiligen Smartphone direkt gespeichert werden. YouTube bietet zwar auch Playlists an, die unterwegs abgehört werden können. Durch die parallele Abspielung von Videos wird das mobile Datenvolumen von YouTube im Vergleich deutlich stärker belastet.

Einen Mehrwert sehen die Betreiber außerdem in den Vorschlägen von neuen Künstlern. So würden Nutzer mehrere Millionen Mal im Monat einen neuen Interpreten hören, den sie vorher noch nicht kannten. Sozusagen eine Win-Win-Situation für beide Seiten, da tendenziell unbekanntere Künstler somit höhere Chancen hätten, neue Fans zu akquirieren.

Spotify gegen die Konkurrenz

Spotifys Forschungs- und Entwicklungschef Gustav Söderström erklärt die neuen Freiheiten damit, dass der Streaming-Dienst mehr Nutzer erreichen wolle. Das Ziel seien eine Milliarde Nutzer. Zum Vergleich: YouTube erreicht pro Monat 1,5 Milliarden Nutzer. Damit reagiert Spotify auch auf das Bestreben Googles, die über YouTube einen neuen kostenpflichtigen Musikplayer auf den Markt bringen wollen. Dabei erhofft Söderström, dass Musik-Freunde, die die kostenfreie Version von Spotify verwenden, durch eine gutes Nutzererlebnis im weiteren Verlauf auf die bezahlte Variante des Streaming-Dienstes umsteigen werden.

Musik-Streaming-Dienste stammen in den meisten Fällen aus den USA, Spotify ist hingegen das europäische Exempel und eine der erfolgreichsten Plattformen. Das Unternehmen kann insgesamt 71 Millionen zahlende Kundschaft verbuchen sowie eine Gesamtnutzerzahl von rund 160 Millionen Nutzern. Spotify peilt bis zum Ende des Jahres etwa 200 Millionen Nutzer an, wovon zwischen 92 und 96 Millionen Kunden zahlend sein sollen.

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