Moto E5 und E5 Plus im Hands-On: Motorola enthüllt die neuen Einsteiger

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Motorola Moto E5
Bildquelle: Motorola
Neben der Moto-G6-Serie gab es bei Motorola-Produktlaunch auch weitere Smartphones zu sehen. Weniger werbewirksam aber nicht ohne Zielgruppe, erhält auch die Moto-E-Serie Nachwuchs. Genauer gesagt sind es zwei Geräte, einmal das Moto E5 und dessen größerer Bruder Moto E5 Plus. Die Redaktion von inside handy stellt die beiden Einsteiger-Smartphones vor und zeigt im ersten Hands-On, wie der erste Eindruck ist.

Passend, dass Huawei und Motorola just am selben Tag ihre neuen Einsteiger-Smartphones präsentieren. Die Moto-E-Serie wird von den Spezifikationen her klar in Konkurrenz zur neuen Y-Serie des chinesischen Konkurrenten treten.

Die beiden Geräte, die nun in Brasilien vorgestellt wurden, es aber auch nach Deutschland schaffen sollen, sind natürlich keine Power-Smartphones. Die verbaute Hardware reicht aber dennoch aus, um die allermeisten Aufgaben zu erledigen. Der Unterschied zum High-End-Segment ist oftmals vor allem bei der Kamera und bei der Performance aufwendiger Programme zu sehen. Dafür können günstigere Handys oftmals mit besseren Akku-Laufzeiten auftrumpfen. Die neue Moto-E5-Serie will hier offenbar auch ansetzen.

Das ist das Moto E5

Das kleinere der beiden neuen Einsteiger-Smartphones verfügt immer noch über ein 5,7 Zoll großes Display. Die Auflösung von 720 x 1.440 Pixeln verrät bereits, dass das Handy ins 18:9-Format langgezogen wurde.

Beim Prozessor setzt Motorola auf Qualcomm, und zwar auf den Snapdragon 425 – übrigens bei beiden Geräten. Unterstützt wird dieser im Basismodell von 2 GB Arbeitsspeicher. Der erweiterbare Datenspeicher fasst ab Werk 16 GB – einiges davon wird aber wohl bereits vom Betriebssystem in Anspruch genommen. Dies ist beim Moto E5 Android in der aktuellen Geschmacksrichtung Oreo (Android 8.0).
Die beiden Kameras sind nicht wirklich spektakulär zu nennen: Hinten kommt eine 13-Megapixel-Kamera samt f/2.2-Blende zum Einsatz. Für Selfies steht ein 5-Megapixel-Sensor zur Verfügung.

Der angesprochene Akku des Moto E5 ist überdurchschnittlich groß: mit satten 4.000 mAh Fassungsvermögen sollte er das Handy zu einem konditionsstarken Begleiter machen. Wie lange er tatsächlich aushält, kann aber erst ein ausführlicher Test des Moto E5 zeigen.

Moto E5 Plus – dafür steht das „Plus“

Größer und schneller – für diese Parameter steht ein „Plus“ in der Smartphone-Branche gemeinhin. Beim Moto E5 Plus trifft vor allen Dingen ersteres zu: Das Display wächst auf eine diagonale Länge von 6 Zoll bei gleichbleibender HD-Auflösung. Aber auch hier erscheint es natürlich im 18:9-Format.

Bei der Speicherausstattung sind die Unterschiede mit Vorsicht zu betrachten: Motorola stellt nämlich eine zum Moto E5 identische Ausstattung mit 2 GB Arbeits- und 16 GB Datenspeicher in Aussicht und eben eine mit 3 GB Arbeits- und 32 GB Massenspeicher. Es ist offen, welche Konfiguration in Deutschland erscheinen wird.

Die Hauptkamera des Moto E5 Plus ist ebenfalls nominell etwas besser ausgestattet. Zwar gibt es auf dem Papier mit 12-Megapixeln eine etwas „schlechtere“ Auflösung der Bilder, allerdings ist die Pixelgröße mit 1,25µm je Pixel etwas größer als die der 1,12µm-Pixel des Basismodells. Auch die Blendenöffnung ist bei einem Wert von f/2.0 ein Stückchen größer und lässt folglich mehr Licht auf den Sensor scheinen.

Moto E5 Plus Hands on

Last but not Least sorgt der Akku dafür, dass das Moto E5 Plus etwas besser und wohl auch etwas teurer als das Moto E5 ist. Mit 5.000 mAh legt Motorola satte 1.000 mAh drauf und präsentiert so einen aussichtsreichen Kandidaten im Rennen um den Akku des Jahres. Austauschbar ist aber kein Akku der beiden Smartphone-Brüder.

Moto E5 und E5 Plus im Hands-on

Ähnlich wie bei der neuen G6-Familie hat sich Motorola auch beim E5 und E5 Plus darauf fokussiert, Geräte zu fertigen, die in Bezug auf die Verarbeitung kaum Wünsche offen lassen. Besonders auffällig: Im Gegensatz zu den G6-Modellen ragt die Kamera-Linse auf der Rückseite bei den beiden E5-Modellen weit weniger stark aus dem Gehäuse heraus. Nur wer genau hinsieht, wird feststellen, dass die Kameraabdeckung beider Modelle nicht ganz eben mit der Rückseite abschließt.

Apropos Rückseite: Die besteht bei der neuen E5-Familie komplett aus Kunststoff und lässt ein edel anmutendes Gesamt-Feeling leider ein wenig vermissen. Hinzu kommt, dass das Gehäuse arg anfällig für Fingerabdrücke ist und ohne Verwendung einer Schutzhülle tägliches Putzen und Polieren zum Alltag gehören dürfte.

Aber – und auch das soll an dieser Stelle betont werden – die Geräte fühlen sich keinesfalls zu billig an. Im Gegenteil: Für knapp 150 Euro bekommt der Käufer ein Smartphone, das insbesondere den Ansprüchen von Normal- und Wenignutzern absolut genügen sollte. Störende Spaltmaße sind weder beim Moto E5 noch beim Moto E5 Plus auszumachen.

Moto E5 Hands on

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite – geschmückt durch das Motorola-M – ist mit dem Zeigefinger bei beiden neuen E-Serien-Modellen sehr gut zu erreichen. Aufgrund der recht großen Displays kann man hingegen nicht behaupten, dass das obere Display-Drittel mit dem Daumen gut zu erreichen ist. Ganz im Gegenteil: Regelmäßiges Umgreifen dürfte auch hier zur Tagesordnung gehören.

Gut gelungen sind nicht nur die abgerundeten Kanten. Auch die abgerundeten Rückseiten des Motorola Moto E5 und Moto E5 Plus sorgen dafür, dass das Smartphone sehr gut in der Hand liegt. Kurzum: Für das verlangte Geld hat Motorola zwei Smartphones gebaut, die sicherlich kein Premium-Feeling aufkommen lassen, aber für preissensible Kunden eine stilvolle Alternative sein können.

Marktstart, Preise und Versionen

Angaben zu Marktstart und Versionen für den deutschen Markt gab es bislang nur spärlich. Insbesondere bei den Varianten gibt es neben den angesprochenen Speicher-Variationen des Plus-Modells auch noch die Möglichkeiten der Single- und Dual-SIM-Ausstattung. Anhand von dieser entscheidet sich beim Basismodell zudem, ob das Handy NFC-fähig ist. In Sachen Preis soll jedoch schon feststehen, dass das Moto E5 für 149 Euro und das Moto E5 Plus für 169 Euro in den Handel kommt. Dieser Zeitpunkt ist noch nicht genau kommuniziert, auf Nachfrage konnte Motorola-Chef Sergio Buniac lediglich versichern, dass es „schon bald nach dem Start der G-Serie“ soweit sein werde. Vermutlich können deutsche Interessenten also mit einem Marktstart der neuen E-Serie rund um den Monatswechsel Mai zu Juni rechnen. 

Bei den Farben gibt Motorola an, dass beide Handys jeweils in Grau und Gold zur Verfügung stünden. Auch hier kann die Verfügbarkeit aber je nach Markt variieren.

Für den US-amerikanischen Markt wurde außerdem noch ein Moto E5 Play vorgestellt, das sich technisch von den beiden Geräten unterscheidet. Dieses ist eine kleine Version mit einem „nur“ 5,2 Zoll großen Display und einem mit 2.800 mAh auch deutlich kleineren Akku.

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