Das Ende naht: Navigon-Apps werden vom Markt genommen

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Navigon Apps Einstellung
Bildquelle: Navigon
Hersteller Garmin hat verkündet, dass seine Navigations-Apps der bekannten Marke Navigon bis auf ein paar wenige Ausnahmen eingestellt werden. Grund dafür dürfen die neu vorgestellten Navigations-Endgeräte des Herstellers sein. Was Kunden nun erwartet und was sie wissen müssen, zeigt die Redaktion von inside handy. 

Garmin nimmt beinahe alle Navigations-Apps aus strategischen Gründen vom Markt, wie es heißt. Somit stehen auch die Apps Navigon, Navigon Regions und Navigon Cruiser vor dem Aus. Einzige Ausnahme sind Navigon Select für Telekom-Kunden und Garmin HUD EU/NA: Diese Apps können weiterhin heruntergeladen sowie auch erweitert werden.

Für Kunden der genannten Navigon-Apps bedeutet die Einstellung, dass die Apps nach wie vor mindestens zwei Jahre lang im gewohnten Umfang genutzt werden können. Auch bereits getätigte In-App-Käufe stehen zur Verfügung. Das gleiche gilt für das Paket „Unbegrenzte Navigation“ sowie für 1-Monats- oder 1-Jahres-Abonnements. Wie auf der Website von Navigon zu lesen ist, bestehen ebenfalls bei einem Gerätewechsel keine Probleme – nur dann, wenn auch das Betriebssystem gewechselt wird. Dann können die App und In-App-Käufe nicht wiederhergestellt werden.

Garmin nimmt die betroffenen Navigon-Apps am 14. Mai vom Markt. Danach sind keine In-App-Käufe oder Abo-Abschlüsse mehr möglich. Zu beachten ist insbesondere für Android-Nutzer, dass diese ihre Abos selbstständig kündigen müssen, da sich dieses sonst automatisch verlängert. Anders bei iOS-Nutzern: Hier läuft das Abonnement automatisch aus und Kunden müssen nicht tätig werden. Weiterführende Informationen stellt Navigon auf seiner Webseite bereit.

Mögliche Gründe

Ein möglicher Grund für diesen Schritt seitens Garmin könnte sein, dass künftig die eigene Hardware mehr im Fokus stehen soll. Erst kürzlich stellte das Unternehmen vier neue Produkte vor, die ebenfalls zur Navigation auf dem Fahrrad oder dem Motorrad dienen. Dazu zählen das Navigationssystem Edge 130 sowie Edge 520 Plus mitsamt einer Europa-Fahrradkarte und das Motorrad-Navi Garmin zūmo 396 LMT-S EU. Außerdem soll mit dem sogenannten „dritten Auge“ Varia RTL511 mehr Sicherheit für Fahrradfahrer garantiert werden. Somit würden Soft- und Hardware aus Eigenprodukt strenger miteinander gekoppelt werden.

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