Samsung Galaxy S6 und S6 Edge: Update-Aus mit Hintertürchen bestätigt

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Samsung Galaxy S6 weiß
Bildquelle: inside-handy.de
Sofern Hersteller eine bestimmte Nomenklatur verfolgen, die von Jahr zu Jahr eine aufsteigende Zahl enthält, können Nutzer sich immer daran orientieren und wissen, wie alt ein bestimmtes Gerät ist. Das Galaxy S6 von Samsung feierte jüngst bereits seinen dritten Geburtstag und erhielt ein abermaliges Update. Doch damit ist offenbar nun Schluss.

Erst kurz vor Ostern hat Samsung seinem ausgedienten Flaggschiff aus dem Jahr 2015, dem Galaxy S6, ein Update zum dritten Geburtstag spendiert. Spekuliert wurde noch, dass durch die eher kleine Größe des Updates von 85,5 MB ein vorbereitendes System-Update für Android 8 Oreo in Planung sei. Doch wie es scheint, wird das Galaxy S6 und auch S6 Edge keine Aktualisierungen mehr erhalten.

Anlass zu dieser Vermutung gibt Samsung selbst: Auf seiner Homepage führt der Hersteller eine Liste, in der Smartphones und Tablets aufgezeigt werden, die noch Updates erhalten – entweder im Quartal oder pro Monat. Aus dieser Liste sind das Galaxy S6 und S6 Edge nun verschwunden. Bislang erhielten beide Geräte regelmäßig neue Sicherheitspatches und aktuelle Firmware. Monatlich erschienen die Sicherheits-Patches aber auch zuletzt nicht.

Samsung nimmt Stellung: Update-Aus? Ja, aber …

Gegenüber der inside-handy.de-Redaktion hat Samsung nun Stellung bezogen. Im Wortlaut stellt Samsung folgendes klar:

Das Thema Sicherheit hat bei Samsung höchste Priorität. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere mobilen Geräte mit aktuellen
Sicherheitsfunktionen auszustatten und liefern deshalb monatlich oder vierteljährlich Sicherheitsupdates. Die Modelle der Serien Galaxy S6 (2015) und Galaxy S5 (2014) werden in dieser Regelmäßigkeit keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Um ein hohes Maß an Schutz und Sicherheit zu bieten, werden wir unseren Kunden weiterhin bei kritischen Software- und Sicherheitsproblematiken passende Updates zur Verfügung stellen.

Von einem endgültigen Update-Aus nimmt Samsung also Abstand. Nur in den Regelplan werden die benannten Geräte nicht mehr weiter aufgenommen. Aus dem Statement kann aber abgeleitet werden, dass Samsung das S6 und das S6 Edge im Falle einer Sicherheitslücke wie der Spectre-Meltdown-Problematik nicht links liegen lassen wird.

Grundsätzlich garantiert Samsung bei Kauf eines Smartphones nur maximal eineinhalb Jahre lang die Versorgung mit Updates. Das Galaxy S6 und S6 Edge scheinen – obgleich sie nach wie vor leistungsfähige Smartphones sind – nun zu alt, sodass das erhoffte Oreo-Update wohl auch ausbleibt. Wesentlich drastischer ist das Ausbleiben von Sicherheits-Aktualisierungen, wodurch die zwei ehemaligen Flaggschiffe zusehends gefährdeter und anfälliger für Sicherheitslücken werden. Nutzer sollten also künftig verstärkt auf die Sicherheit ihrer Daten achten oder den Kauf eines neueren Smartphones in Erwägung ziehen.

Galaxy S6 und S6 Edge im Test

Das Galaxy S6 und S6 Edge stellten 2015 die Wende bei Samsung dar: Setzten die Koreaner vorher vermehrt auf den Einsatz von Plastik und tendenziell günstigen Materialien, wurden die Smartphones seit der sechsten Generation hochwertiger. Genau dieser Punkt wurde auch in den Testberichten des Galaxy S6 und S6 Edge lobend betont. Die schnellen Prozessoren, die Schnellladefunktion und das abgerundete Display des Edge-Modells verhalfen den 2015er-Flaggschiffen ebenfalls zu einer sehr guten Wertung.

Ein Punkt, der sich bis heute nicht geändert hat, ist die fehlende Speichererweiterung sowie auch der fest verbaute Akku. Hinsichtlich der S-Klasse ist Samsung seit jeher auch nicht aus der höherpreisigen Sphäre gerutscht, sodass damals wie heute der hohe Preis für die Galaxy-S-Smartphones bemängelt wird.

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