Huawei jubelt über neuen Mega-Gewinn

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Bildquelle: inside-handy.de
Huawei hat neue Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Und die belegen, dass der Reingewinn des Konzerns um satte 28,1 Prozent auf umgerechnet 6,15 Milliarden Euro (47,5 Milliarden Yuan) zugelegt hat. Beim Umsatz konnte Huawei ein Plus von 15,7 Prozent auf 603,6 Milliarden Yuan verzeichnen.

Im Gesamtjahr 2017 verschiffte Huawei nach eigenen Angaben 153 Millionen Smartphones – inklusive Geräten, die über die Tochtermarke Honor verkauft wurden. Damit untermauert Huawei seinen dritten Platz am Smartphone-Markt hinter Samsung und Apple. Zufrieden ist man in China damit aber nicht. Anlässlich der Vorstellung der neuen Huawei-P20-Familie erklärte Privatkundenchef Richard Yu jüngst, dass er gemessen am Smartphone-Volumen-Absatz in den kommenden Jahren zur Nummer 1 aufsteigen möchte.

Allein im vierten Quartal verkaufte Huawei nach Berechnungen der Marktforscher von Counterpoint und IDC 41 Millionen Smartphones. Verglichen mit dem Jahr 2016 kletterte der Smartphone-Absatz insgesamt um etwa 13 Millionen Geräte. Der Wahrheit entspricht aber auch, dass Apple und Samsung noch weit vor Huawei liegen, was die reinen Absatzzahlen betrifft. Apple verkaufte im Jahr 2017 rund 215 Millionen iPhones, Samsung setzte rund 316 Millionen Handys ab und ist damit doppelt so stark wie Huawei.

Geschäft in den USA läuft nicht rund

Zu beachten sind zudem noch andere Herausforderungen, denen sich Huawei stellen muss: Nicht nur einem immer intensiveren Wettbewerb am heimischen Markt, sondern auch dem Problem, dass der Vertrieb in den USA alles andere als einfach ist. Neben neuen Strafzöllen leidet Huawei auch darunter, dass Smartphones des Herstellers in den USA vielerorts wieder aus dem Verkauf genommen wurden. Zum Beispiel beim Provider AT&T und beim großen Einzelhändler Best Buy. Entsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass der Umsatz von Huawei in Nord- und Südamerika im vergangeen Jahr um knapp elf Prozent zurückgegangen ist, während er beispielsweise in Europa um knapp 5 Prozent zulegte. 

So oder so: Huawei steht vor großen Herausforderungen – unabhängig davon, ob man es nun schaffen kann, zur Nummer eins auf dem Smartphone-Markt zu werden.

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