Honor 10 offiziell vorgestellt: Das Flaggschiff zum Mittelklasse-Preis

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Honor 10
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Wenige Wochen, nachdem Huawei mit seiner P20-Familie seine Frühjahrs-Palette vorgestellt hat, zieht der Junior-Partner, also die "junge Marke" Honor, nach. Das Honor 10 ist das neue Flaggschiff und wurde erstmals offiziell in China gezeigt. Nun ist es auch in Deutschland vorgestellt worden. Die Redaktion von inside handy gibt einen Überblick und zeigt, worin sich das Smartphone hierzulande vom chinesischen Pendant unterscheidet.

Aufmerksame Leser sehen sofort: Das Honor 10 sieht dem Huawei P20 und Huawei P20 Lite auf der Front zum Verwechseln ähnlich. Auf der Rückseite hat es hingegen eindeutige Ähnlichkeiten mit dem Honor View 10. Im Vergleich zum Vorgänger setzt der Hersteller beim Honor 10 aber mehr auf die Optik. Hier ist vor allem die öffentlichkeitswirksame Farbgebung zu nennen. Der schon vom Huawei P20 Pro bekannte Farbverlauf kommt auch beim Honor 10 zum Einsatz: einerseits in der Farbe Phantom Blau, andererseits in der Ausgabe Phantom Grün. Wer es weniger auffällig mag, für den stehen Schwarz und Silber ebenfalls zur Auswahl.

Zu weiteren äußeren Merkmalen: Honor versteckt die Technik in einem Sandwich aus zwei Glasplatten und einem Metallrahmen. Eine IP-Zertifizierung ist nicht mit an Bord. Trotz Glasrückseite kann das Smartphone aber nicht kabellos geladen werden. Dafür gibt es weiterhin einen 3,5-Millimeter-Eingang.

Honor 10 im Test: Hands-On

Display-Steg und Fingerabdruck-Sensor unter Glas

Ein klar erkennbares Merkmal, das sich Honor 10 und Huawei P20 (Lite) teilen: Der obere Teil des Displays wird von einer Einbuchtung – bei Huawei „Einschnitt“, bei Honor aber „Notch“ genannt – geprägt. Der Steg enthält die nötigen Sensoren sowie die Frontkamera und ist in der aktuellen Smartphone-Generation zur Mode geworden. Er lässt sich per Software-Trick aber auch ausblenden. Unterhalb des Displays befindet sich der Fingerabdruck-Sensor. Dabei handelt es sich laut eigener Aussage des Herstellers um den ersten unter Glas verbauten Fingerabdruck-Sensor, dessen Handy weniger als 1.500 Euro kostet. Der Sensor selber ist nicht haptisch fühlbar, aber durch eine feine Punktlinie kenntlich gemacht.

Display-Größe und -Auflösungen sind identisch mit den Cousins von Huawei: 5,84 Zoll bei einer Full-HD+-Auflösung von 1.080 x 2.280 Pixel. Das ergibt eine Pixeldichte von 432 ppi bei einem 19:9-Format. Im Inneren des Smartphones werkelt erneut der Kirin-970-Prozessor. Im Gegensatz zu China kommen in Deutschland nur 4 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Im Heimatmarkt waren es noch 6 GB RAM. Der interne Speicher beläuft sich je nach Ausgabe auf 64 oder auf 128 GB und ist nicht erweiterbar. Die Nennladung des Akkus kommt auf 3.400 mAh. Darüber hinaus stattet Honor sein Flaggschiff entsprechend der aktuellen Trends wenig überraschend mit Android 8.1 Oreo und der Oberfläche EMUI 8.1 aus.

Honor 10: Pressegalerie

Kamera mit AI-Überfluss

Auf der Rückseite des Honor 10 fällt sofort die Dual-Kamera ins Auge. Sie erinnert an das Modul des Honor View 10. Werbewirksam ist die Kamera mit dem Schriftzug „AI Camera“ versehen – ein Umstand, auf den Honor sehr viel Wert legt. Hiervon wird noch zu sprechen sein. Zuvor jedoch die nackten Zahlen: Die Sensoren – wie immer paaren sich ein Monochrom- und ein RGB-Sensor – halten Bilder in Größen von 24 und 16 Megapixeln fest und verbinden sie zu einem Gesamtbild. Vor den Sensoren sorgen zwei f/1.8-Blenden für den nötigen Lichteinfall. Die KI-Einheit des Prozessors soll dann weitere Bildoptimierung und Objekterkennung gewährleisten. Die Frontkamera im Display-Steg besitzt einen 24-Megapixel-Sensor und eine f/2.0-Blende. Ein optischer Bildstabilisator kommt nicht zum Einsatz.

Zurück zur „AI Camera“: Laut Honor soll das neue Flaggschiff in der Lage sein, über 500 Szenarien beim Fotografieren zu erkennen und somit immer die passenden Filter und Einstellungen parat zu haben. Hinzu kommt eine „absolute Neuheit“, wie sie Honor nennt: die semantische Bildaufteilung. Dabei werden verschiedene Objekte wie Menschen, der Himmel oder Pflanzen in einem Foto kategorisiert und entsprechend optimal dargestellt. Dies geschieht alles automatisch. Weitere Besonderheiten der Kamera-Intelligenz sind die „AI Motion Detection“ für sich bewegende Objekte und „Handheld Super Night Mode“, mit dem Nachtszenen ohne Stativ eingefangen werden können – das Huawei P20 lässt grüßen.

Bei der Selfie-Kamera sorgt die künstliche Intelligenz derweil für bessere Selfies und fünf verschiedene Beleuchtungsmodi. Auch verbesserte Bokeh-Effekte und AR-Funktionen sind mit an Bord. Schlussendlich sortiert die AI selbstständig die Fotos nach Ort oder darin auftauchender Person.

Konnektivität, Verfügbarkeit und Preis

Das Honor 10 wird zwei SIM-Karten unterstützen und ist mit Bluetooth 5.0 ausgestattet. Geladen wird das Smartphone per USB-2.0-Typ-Eingang und Huaweis fixer Schnelllade-Technologie. Das Honor 10 wird ab dem 15. Mai online im HiHonor-Store oder bei teilnehmenden Partnern erhältlich sein. Dort steht es dann in den Farben Schwarz, Silber und Phantom Blau zur Auswahl. Der Preispunkt beläuft sich auf 399 Euro bei der 64-GB-Version und auf 449 Euro bei der 128-GB-Version. An dem 16. Mai ist das Handy dann auch in der 128-GB-Version in der Farbe Phantom Grün exklusiv nur im Honor-Store erhältlich – ebenfalls für 449 Euro.

Honor 10 im Test: Heißer Preis-Leistungs-Tipp

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