Bundesamt für IT-Sicherheit warnt vor Kameras in Smart-TVs

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Fernsehen (Symbolbild)
Bildquelle: UPC Schweiz
Dass der heimische Rechner oder das Handy potenzielle Angriffsziele für Hacker darstellen können, sollte zum derzeitigen Zeitpunkt bereits in dem Bewusstsein der meisten Nutzer verankert sein. Anders sieht es oftmals jedoch mit auf den ersten Blick harmlosen Geräten wie der schlauen Uhr, einer sogenannten Smartwatch, oder einem smarten Fernseher, dem Smart-TV, aus. Bei letzterem hat sich nun das Bundesamt für IT-Sicherheit zu Wort gemeldet.

Im Gespräch mit der Rheinischen Post hat der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, aktuell vor den Gefahren von mit dem Internet verbundenen Fernsehgeräten gewarnt. Mithilfe von Schadsoftware können Hacker nämlich unter anderem auch die Kontrolle über Kameras und Mikrofone übernehmen, die in einigen Smart-TVs integriert sind. Darum sollen „die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nur auf den Preis achten, sondern auch die IT-Sicherheit der Geräte in ihre Kaufentscheidung einfließen lassen.“

Weiterhin sollen Nutzer den Internetzugang des Fernsehers nur dann nutzen, wenn er auch gebraucht werde. Ein weiterer Punkt, auf den die Nutzer achten sollten, seien regelmäßige Software-Aktualisierungen. Diese können neben neuen Features nämlich auch neue Sicherheitskomponenten beinhalten; da die Updates jedoch oftmals nur selten veröffentlicht werden – vor allem bei älteren Geräten – würde diese Maßnahme allerdings nur bedingt vor potenziellen Hackerangriffen schützen. Dies ist wohl auch der Grund, wieso Schönbohm zudem sagt, dass die Hersteller und Händler ihrer Verantwortung nachkommen und bereits bei der Entwicklung und der Inbetriebnahme der Geräte an die IT-Sicherheit denken müssen.

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