Google vor Lytro Kauf: Kamera-Revolution inklusive

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Bildquelle: Lytro
Einem Bericht von "Techcrunch" zufolge, soll Google eine Übernahme des ehemaligen Start-Ups und Kamera-Herstellers Lytro vorbereiten. Verschiedene Quelle sprechen davon, dass die Alpabet-Tochter etwa 25 bis 40 Millionen US-Dollar dafür zur Verfügung stellen muss, um einen erfolgreichen Erwerb zu erzielen. Der Verkauf wäre für Lytro kein großer Gewinn.

Die Kalifornier von Google stehen vor ihrem nächsten großen Übernahmeschritt. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer wieder Firmen aufgekauft hat, geht es in eine weitere Übernamerunde. Diesmal auf dem Einkaufzettel: Das US-amerikanische Unternehmen Lytro mit Sitz in Mountain View Kalifornien. Bekannt ist der Hersteller für sogenannte plenoptische Kameras, die Fotos mit sogenanntem 4D-Lichtfeld aufnehmen. Mit einer Übernahme wäre Google um insgesamt 59 Patente aus dem Bereich Lichtfeld- und digitale Bildgebungstechnologie reicher.

Der Verkauf wäre für Lytro und dessen Geldgeber ein großes Verlustgeschäft. Schätzte PitchBook das Unternehmen im Jahr 2017 im Vergleich auf rund 360 Millionen Dollar, wirken die nun im Raum stehenden 25 bis 40 Millionen US-Dollar wie ein Schnäppchen. Zu den Investoren gehören unter anderem das chinesische Technologie-Unternehmen Foxconn und mit Qualcomm Ventures auch der Finanzarm vom gleichnamigen Chiphersteller aus San Diego. Wie Google beabsichtigt, das Know-How und die Technologie von Lytro in sein eigenes Portfolio zu integrieren und anzuwenden, bleibt abzuwarten. Neben der Intetrierung in die Kamera-Technologie der eigenen Smartphones, könnte der Konzern auch im Bereich von Augmented Reality profitieren.

Lytro
Bildquelle: Lytro

Besondere Kameratechnik

Eine normale Kamera legt vor der Aufnahme fest, welche Tiefenschärfe verwendet wird und speichert das Bild entsprechend ab. Lytro-Kameras handhaben diesen Vorgang anders. Hier entfällt der Fokussiervorgang, wie ihn eine klassische Fotokamera hat. Das Bild wird hingegen mit maximaler Tiefenschärfe aufgenommen. Zwar würde das auch mit einem handelsüblichen Apparat funktionieren, allerdings ist das sogenannte Lichtfeld-Foto von einer Lytro Kamera im Nachhinein dynamisch veränderbar. Schärfeebenen können so nach Belieben angepasst werden. Auch eine perspektivische Anpassung lässt sich an dieser Stelle bis zu einem bestimmten Grad durchführen. 

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