Porsche Design Huawei Mate RS: So sieht Luxus aus

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Huawei Mate RS Porsche Design
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
Das Super-Smartphone von Huawei ist da: Neben der neuen P20-Familie hat der chinesische Konzern mit dem Porsche Design Huawei Mate RS ein weiteres neues Handy vorgestellt, das die Herzen von Mobilfunk-Fans höher schlagen lässt. Es bietet richtig viel, kostet aber auch entsprechend ein paar Scheine.

Die „Black Mamba“ unter den Smartphones wiegt 183 Gramm und ist 8,5 Millimeter dünn. In das Gehäuse des auf Android 8.1 nebst der angepassten Android-Oberfläche EMUI 8.1 basierenden Mobiltelefons haben die Huawei-Entwickler ein 6 Zoll großes Full-View-Display ohne Notch am oberen Bildschirm-Rand integriert, das mit OLED-Technik im 18:9-Format daherkommt. Die Auflösung liegt bei 1.440 x 2.880 Pixeln, was einer Pixeldichte von 538 ppi entspricht. Besonderheit: Der Fingerabdrucksensor ist in den Bildschirm integriert worden, es steht aber auch ein zweiter Sensor auf der Rückseite zur Verfügung. Witterungsbedingte Schäden muss niemand befürchten, da das Smartphone per IP67-Standard wasser- und staubgeschützt ist.

Porsche Design Huawei Mate RS: (Fast) Alles an Bord

Herzstück ist der schnellste Prozessor, den Huawei derzeit produzieren kann: der Kirin 970 mit zwei CPU-Kernen, die mit jeweils bis zu 2,36 GHz beziehungsweise 1,8 GHz takten. Darüber hinaus steht ein i7 Co-Prozessor zur Verfügung, die Grafik-Rechenleistung übernimmt ein Mali-72-Chip. Laufende Prozesse werden in einen 6 GB fassenden Arbeitsspeicher ausgelagert, für Apps und persönliche Dateien stehen satte 256 GB Speicherplatz zur Verfügung. Der Akku liefert eine Kapazität von 4.000 mAh und wird über einen USB-Typ-C-Anschluss geladen. Auch kabelloses Laden wird aber unterstützt und selbst auf einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss müssen Käufer nicht verzichten.

Dass das Porsche Design Huawei Mate RS nicht nur in GSM- und UMTS-Netzen funkt, sondern selbstredend auch alle wichtigen LTE-Bänder unterstützt, erklärt sich bei der Premium-Ausstattung des Geräts fast von selbst. In der Spitze sind gemäß LTE Cat. 18 bis zu 1,2 Gbit/s möglich – vorausgesetzt, das persönlich genutzte Mobilfunknetz wurde entsprechend ausgebaut. Auf Wunsch lässt sich das Smartphone sogar mit zwei SIM-Karten im Parallelbetrieb nutzen (Dual-SIM). An WLAN-Hotspots werden die beiden Frequenzbereiche um 2,4 und 5 GHz bedient, etwas überraschend ist aber nur der schon etwas angestaubte Bluetooth-Standard 4.2 an Bord und bei Navigations-Lösungen werden zwar GPS und GLONASS unterstützt, nicht aber Galileo.

Triple-Kamera von Leica an Bord

Ein weiteres Highlight ist bei der verbauten Kameratechnik auszumachen. Denn da setzt Huawei bei der Haupt-Kamera auf jene Optik, die auch beim P20 Pro zum Einsatz kommt. Das heißt, es wird nicht nur eine 24-Megapixel-Frontkamera mit f/2.0-Blende im Gehäuse eingebaut, sondern auf der Rückseite auch eine von Leica zertifizierte Triple-Kamera. Und die hat es in sich: 40 Megapxiel RGB-Sensor mit f/1.8-Blende, 20 Megapixel Monochrom-Sensor mit f/1.6-Blende und zusätzlich ein Teleobjektiv mit f/2.4-Blende. Im Zusammenspiel mit dem KI-Prozessor Kirin 970 sollen besonders gute Fotos entstehen. Im Video-Modus sind Zeitlupen-Aufnahmen mit 960 fps ebenso möglich wie 4K-Aufnahmen in Normalgeschwindigkeit.

In den Handel kommt das Porsche Design Huawei Mate RS zwischen Mitte April und Anfang Mai. Wer auf ein Schnäppchen hofft, wird allerdings enttäuscht. Satte 1.699 Euro werden für das Smartphone laut Huawei auf den Tisch gelegt werden müssen – Vorbesteller erhalten es derzeit über den Porsche-Design-Onlineshop aber auch schon für 1.550 Euro. Es geht aber auch teurer: Mit 512 GB Speicher werden für das neue PD-Smartphoe schwindelerregende 2.099 Euro fällig. Allerdings soll diese Variante nicht in Deutschland erscheinen. Ein Leder-Flip-Cover ist im Lieferumfang bei beiden Modellen inklusive.

News rund umd die neue P20-Familie von Huawei

Porsche Design Huawei Mate RS im Hands-On

Die pure Eleganz und eine nahezu perfekte Verarbeitung. Darunter erstklassige Technik. Das neue Luxus-Smartphone Mate RS von Huawei und Porsche Design hat es in sich – dazu wird aber auch ein stolzer Preis von bis zu über 2.000 Euro aufgerufen. Klar, Käufer des Handys werden nicht vorrangig auf den Preis achten, dennoch stoßen Huawei und Porsche Design hier in neue Sphären vor.

Das Porsche Design Huawei Mate RS: Bildergalerie

Wer sich letztendlich für ein solches Handy entscheidet, wird daran auch seine helle Freude haben. Den Versprechen folgen nämlich auch Taten. Das Gehäuse erscheint wie aus einem Guss, die Rundungen sind anschmiegsam und die Material-Komposition lässt durchaus das von Huawei und Porsche Design gewollte ein Luxus-Gefühl entstehen.

Nun kommt aber das kleine Aber: Ein Luxus-Gefühl dank edler-Materialwahl samt guter Verarbeitung erhalten Nutzer auch bei Flaggschiffen unterhalb des vierstelligen Preisbereiches. Einen großen Mehrwert bietet das Mate RS daher hier nicht. Dennoch hat das Smartphone einen hohen Wiedererkennungswert. Neben dem eigenwilligen und schnittigen Porsche-Design der Außenhaut und des Displays, hat der Kunst-Ableger des Sportwagenherstellers auch die Software mitgestaltet. Dies zeigt sich zum Beispiel bei profanen Dingen wie den Android-Navigation-Keys. Solche Finessen sorgen schon für Hingucker und neugierige Blicke.

Funktionales Highlight des Porsche Desing Mate RS: Neben dem rückseitigen Fingerabdrucksensor, hat Huawei auch noch einen Sensor unter das Display gepackt. Dieser ist somit für den Nicht-wissenden unsichtbar. Mit diesem Feature nimmt Huawei eine der kommenden Innovationen vorweg. Lediglich der unter dem Radar befindliche, chinesische Hersteller Vivo hat dieses Experiment zuvor in einem Smartphone gewagt. 

Huawei Mate RS Porsche Design: Hands-On-Bilder

Den Namen hat das Edel-Smartphone von Huaweis Mate-Serie adaptiert – obwohl das Handy im Rahmen der P20-Vorstellung enthüllt wurde. Der Mate-Charakter kommt insbesondere bei der Größe zum Tragen. Das Mate RS ist zwar schlank in der Aufmachung, aber eben kein kleines Handy. Dessen sollten sich Käufer(innen) mit kleinen Händen bewusst sein.

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