Testfahrt mit selbstfahrendem Auto endet tödlich

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Vernetztes Auto von Volvo für Uber
Bildquelle: Volvo
Selbstfahrenden Fahrzeugen soll die Zukunft gehören. Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Vernetzung sollen nicht nur Autos, sondern auch LKW zunehmend autonom unterwegs sein. Und das sicherer als konventionelle Fahrzeuge. Das Problem an der Geschichte: Immer wieder werden Fälle bekannt, bei denen die vermeintlich so sicheren Gefährte an Unfällen beteiligt sind – sogar an tödlichen.

Ein neuer Fall wurde in der Nacht zu Dienstag in den USA bekannt. In Arizona erfasste ein selbstfahrender PKW eine Radfahrerin, die aufgrund des Zusammenstoßes ihr Leben verlor. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll es der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto überhaupt gewesen sein.

Roboterauto von Volvo und Uber beteiligt

Bei dem Roboterauto handelte es sich um einen Testwagen von Uber, wo man schnell reagierte und sämtliche weitere Testfahrten mit autonomen Fahrzeugen in Tempe, San Francisco, Pittsburgh und Toronto umgehend stoppte. Dara Khosrowshahi, Firmenchef von Uber, schrieb in einem über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Statement von einer „unfassbar traurigen Nachricht“ und drückte den Angehörigen der Verunglückten sein Beileid aus.

Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Ersten Ermittlungen zufolge wollte die Radfahrerin die Straße abseits eines Fußgängerüberwegs überqueren, wurde von dem autonomen Fahrzeug aber nicht als Hindernis erkannt und überrollt. Pikant: Es soll sich ein Sicherheits-Fahrer im Auto befunden haben, der den Unfall aber auch nicht verhindern konnte. Wie die Zeitung „San Francisco Chronicle“ berichtet, soll die Frau so schnell auf die Straße getreten sein, dass es unmöglich gewesen sei, den Unfall zu verhindern.

Zu einem ähnlichen Schluss kommt nach einer ersten Auswertung von Videos, die von dem betroffenen Testfahrzeug während der Fahrt aufgenommen wurden, auch die Polizei von Tempe. Das Material ließe sehr klare Schlüsse zu, dass es sowohl für das Fahrzeug als auch für einen Menschen hinter dem Steuer schwierig gewesen wäre, die Kollision zu verhindern.

Volvo hatte im November 2017 angekündigt zwischen 2019 und 2021 Zehntausende von Fahrzeugen an den Fahrdienstleister Uber zu verkaufen, die auf autonomes Fahren ausgelegt sind. Das Modell XC90 soll als Basisfahrzeug das vernetzte Fahren vorantreiben. 

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  • Vernetztes Auto von Volvo für Uber: Volvo
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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