Deutsche Telekom sagt Funklöchern den Kampf an

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ICE der Deutschen Bahn
Bildquelle: Deutsche Bahn
Die Netzabdeckung in Mobilfunknetzen wird in Deutschland des Öfteren kritisiert. Vor allem auf der Autobahn und bei Zugreisen klaffen noch immer Löcher im Funkteppich der Mobilfunkanbieter. Die Deutsche Telekom hat nun ihre Ziele und Pläne in diesem Bereich bekannt gegeben und will bis Ende 2018 ein erstes großes Ziel geschafft haben.

„Wir haben aktuell eine LTE-Abdeckung von 94 Prozent erreicht und bis Jahresende 2019 soll die Bevölkerungsabdeckung mit LTE bei 98 Prozent liegen“ erklärte Telekom-Sprecher Stephan Broszio vor wenigen Tagen gegenüber inside-handy.de. Bei der Vorstellung der neuen MagentaMobil-Tarife XL und XS wurde man in der Konzernzentrale nun noch etwas präziser. Dabei legt man auch ein Augenmerk auf die Versorgung der Reisenden in Deutschland.

Autobahnen und Zugstrecken mit Funklöchern

Autobahnen und Gleislinien führen in Deutschland oft und nicht ohne Grund durch dünner besiedelte Gebiete. Das hat zur Folge, dass auch die auf diesen Strecken reisende Nutzer des Öfteren in Funklöcher fallen, die umso ärgerlicher sind, will man doch im Zug per Audio- oder Video-Stream belustigt werden oder E-Mails und Co bearbeiten. Das Problem wurde von der Deutschen Telekom erkannt und Deutschlandchef Dirk Wössner gibt unumwunden zu, dass es „Lücken auf Autobahnen und Zugstrecken gibt“.

Gerade im Zug ist die Versorgung jedoch schwierig, da sich die Züge beziehungsweise die verbauten Glasscheiben je nach Bauart schlecht von Funkfrequenzen durchdringen lassen und zudem hohe Geschwindigkeiten die Übergabe zwischen den Funkzellen erschweren. Doch die Deutsche Telekom geht gegen die Löcher vor. Dafür wurden laut Wössner Strecken abgefahren und Funklöcher ausgemacht. Die Ziele werden in Bonn deutlich angesprochen und mit einem Versprechen verknüpft: Bei Autobahnen will die Telekom alle Lücken beseitigen und im Zugverkehr „eine signifikante Verbesserung“ herbeiführen. Dabei will man laut Wössner bis zum Jahresende 2018 schon eine spürbare Verbesserung auf den Autobahnen durchgeboxt haben.

Viermal mehr Standorte pro Jahr

Ein Mittel um die ehrgeizigen Ziele durchzusetzen ist eine gesteigerte Investition in sogenannte „große Standorte“. Also Funkzellen, die auf Dächern und Masten thronen und mit vergleichsweise viel Leistung und großer Reichweite senden. Die bisherige Ausbaugeschwindigkeit solcher Standorte betrug 500 Stück pro Jahr. Diese Anzahl will die Deutsche Telekom in den kommeden Monaten und Jahren auf 2.000 Stück pro Jahr erhöhen.

Die Funkzellen werden, wie ihre kleinen Kollegen, sogenannte Micro-Standorte und mit Glasfaser an das Telekom-Backbone angeschlossen. So will die Deutsche Telekom auch im Netz hinter dem Mobilfunk-Netz die Geschwindigkeit hoch halten und für einen zügigen Abtransport der anfallenden Daten sorgen.

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