Made in Germany: Gigaset produziert bald in Deutschland

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Gigaset GS270
Bildquelle: Gigaset
Der deutsche Smartphone- und DECT-Hersteller Gigaset wird bald wieder in Deutschland Smartphones produzieren. Damit holt sich das Traditionsunternehmen das Siegel "Made in Germany" und steht damit im Mobilfunk-Markt alleine da.

Gigasets nahe Vergangenheit war von einigen Umbrüchen geprägt. Wollte man sich noch vor wenigen Jahren mit Spitzenmodellen – genannt seien hier vor allem das ME und das ME Pro – in den Smartphone-Markt unter die etablierten Hersteller aus Fernost mischen, ruderte man im Anschluss etwas zurück. Mit dem neuen Portfolio rund um günstige Smartphones im Einsteiger- und Mittelklassebereich konnte man im heiß umkämpften Markt eher Fuß fassen als mit den Flaggschiffen der Zeit zuvor.

Produktion in Deutschland

Auf dem Mobile World Congress 2018 in Barcelona (MWC) konnte Gigaset zwar nicht mit neuen Smartphones, wohl jedoch mit einer anderen Ankündigung punkten: Der Hersteller wird ab März dieses Jahres wieder Smartphones in Deutschland produzieren. Dazu habe man einige Prüfungen hinter sich gebracht und könne jetzt mit Fug und Recht behaupten ein Produkt „Made in Germany“ auf dem Markt zu haben.

Produziert werden die Smartphones im Werk in Bocholt, dort werden auch die hauseigenen DECT-Telefone hergestellt. Neue Mitarbeiter wird es zum Produktionsstart noch nicht geben, jedoch prüft Gigaset nach dem Produktionsstart, ob die Personaldicke ausreichend ist und hält sich die Möglichkeit offen, mehr Mitarbeiter einzustellen.

In der Produktion werden die vorgefertigten Bauteile der Zulieferer zu einem Smartphone zusammengebaut. So werden beispielsweise die Kamera und der Akku in Deutschland in das Gehäuse untergebracht. Gigaset achtet nach eigenen Angaben darauf, dass Made in Germany nicht nur eine Worthülse bleibt.

Kosten nahezu identisch

Die Kosten der Produktion seien dabei mit denen in China vergleichbar. Man spare sich die aufwändige Logistik aus dem Reich der Mitte und kann so die Preise relativ stabil halten. Sie sollen durch den Übergang der Produktion nach Deutschland nicht signifikant ansteigen. 

Der Fahrplan Gigasets sieht den nächsten Schritt Ende März vor; dann werden die neuen Smartphones vorgestellt und alle Details zum Umzug der Produktion nach Deutschland kommuniziert. Kurz darauf sollen die ersten Smartphones vom Band in Bocholt purzeln und der Produktionsstandort Deutschland im Smartphone-Markt seine Reinkarnation erleben.

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