Gerücht Alle Fakten und Gerüchte Das Samsung Galaxy S10 soll schon fertig sein

vom 17.04.2018, 18:25
Samsung Galaxy S9
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Erst auf dem Mobile World Congress 2018 in Barcelona hat Samsung seine neuen Flaggschiffe, das Samsung Galaxy S9 und S9+, der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Erste Gerüchte zum Nachfolger gibt es schon jetzt. Alle Fakten, Details und Gerüchte fasst die Redaktion von inside handy in diesem Artikel zusammen. Tatsächlich soll das Grundgerüst, das Design des Galaxy S10, schon feststehen.

Nach dem Flaggschiff ist vor dem Flaggschiff. Die Produktentwickler bei Samsung haben nach dem Flaggschiff-Launch kein halbes Jahr Urlaub, bis es an den Nachfolger geht. Im Gegenteil: Die Entwicklung beginnt meist schon weit vor dem Start des Vorgängers. So überrascht die Nachricht, dass das Galaxy S10 - hier handelt es sich noch um den plakativen, der Nomenklatur entsprechenden Gerätenamen - bereits fertiggestellt sein soll.

Die koreanische Seite The Bell lanciert diese Information in einem Bericht, in dem sich auf Produktionskreise berufen wird. So habe Samsung Display die Arbeiten an der Anzeige für das 2019er-Infinity-Display bereits beendet. Die kolportierten Ergebnisse zeigen: Viel geht nicht mehr. Sowohl bei der Rand-Verminderung als auch bei der Gesamtgröße hält Samsung sich vornehm zurück. Das Display des Basismodells wächst nur bei der Nachkommastelle. Anstatt 5,77 Zoll, soll die neue Anzeige des Galaxy S10 glatte 5,8 Zoll betragen. Beim S10 Plus wächst die Displaydiagonale von 6,22 auf 6,3 Zoll. Für die Richtigkeit dieser Angaben gibt es natürlich keinerlei Gewähr.

Vom Display ist schnell auf das finale Design zu schließen. Samsung wird beim Material wohl weiter auf Glas setzen. Die abgerundeten Edge-Kanten haben sich ebenfalls in der S-Klasse etabliert. Experimente mit S Pen - dieser bleibt der Note-Serie vorbehalten - oder faltbarem Display wird es ebenfalls nicht innerhalb der Erfolgsserie geben.

Samsung Galaxy S9 im Test

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    Das Samsung Galaxy S9 besitzt ein 5,8 Zoll großes Display ...
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Somit bleibt - Stand jetzt - die Erkenntnis, dass Samsung am Äußeren seiner Frühjahrs-Flaggschiff-Serie auch 2019 wenig ändern wird. Bereits beim Galaxy S9 wurde die Innovations-Unlust teilweise bemängelt. Da Samsung im Schnitt alle zwei Jahre größere Veränderungen in sein Flaggschiff bringt, wohl auch, um Vertragskäufern neue Anreize zu geben, darf man auf das Innere und die Kamera-Funktionen des S10 gespannt sein. The Bell bringt in dieser Hinsicht neue Sensorik ins Spiel. So soll Samsung bei der nächsten Flaggschiff-Generation einen 3D-Sensor ins Kameramodul integrieren. Ob dieser für neue Foto-Kniffe verwendet wird oder die Gesichtserkennung deutlich sicherer machen soll, ist noch nicht sicher. Die Tendenz geht jedoch zu Letzterem.

Hilfe holt sich Samsung hierbei offenbar bei einem israelischen Sicherheits-Unternehmen namens Vision Mantis, das sich auf empfindliche Kameratechnik spezialisiert hat. Interessant ist derweil, dass die Firma ihre eigene App offensiv für das Samsung-Handy Galaxy S8 bewirbt. Weiterhin Teil der Gerüchte ist auch der sagenumwobene Fingerabdrucksensor, der in das Display integriert ist und somit wieder auf der Vorderseite des Handys zum Einsatz kommt.

Technische Details

Neues zum vermeintlichen Nachfolger des Galaxy S9 und S9+. Der Anlass: Die Vorstellung des neuen Samsung-Chipsatzes Exynos 9610. Wie der in Korea beheimatete Hersteller offiziell auf seiner Website berichtet, schließt sich das neue Prozessor-Modell an die Exynos-7-Reihe an und wird als High-End-Chipsatz angesetzt. Im Vergleich zum Exynos 9810, der im Galaxy S9 und S9+ zu finden ist, soll der neue Exynos 9610 ein wenig langsamer arbeiten und sich auch hinsichtlich der Rangordnung unterhalb des Premium-Prozessors befinden. Somit ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass Samsung den Mittelklasse-Chip Exynos 9610 im Galaxy S10 verbauen wird.

Ungeachtet dessen gibt ein Feature des neuen Exynos der selbstlernenden Gesichtserkennung Anlass für weitere Spekulationen, die das Galaxy S10 bieten könnte. Darunter versteht man, dass die Software Gesichter, die zur das Smartphone entsperren sollen, auch, wenn diese sich verändern oder verdeckt sind, beispielsweise wenn Nutzer eine Brille tragen oder das Gesicht mit einem Hut verdecken. Auch die 3D-Gesichtserkennung soll  zuverlässiger funktionieren und auch "mehr in die Tiefe gehen". Konkret kann man sich die Gesichtserkennung letztlich so vorstellen, wie die Face ID des iPhone X.

Kann man den Gerüchten Glauben schenken, steht eine solche Technik schon jetzt für die nächste Generation fest. Laut dem Magazin The Investor sei Samsung bereits in Gesprächen mit dem israelischen Start-Up Mantis Vision sowie dem Kamera-Hersteller Namuga, damit die entsprechenden Maßnahmen für Soft- wie auch Hardware eingeleitet werden können.

Neuer Prozessor im 7-nm-Verfahren

Wie die Technikseite Android Authority unter Berufung auf die koreanische Wirtschaftszeitung "Seoul Economic Daily" berichtet, soll Samsung bereits die ersten Schritte für die Produktion des neuen Chipsatzes im 7-nm-Verfahren abgeschlossen haben. Folglich soll nun die Fertigung der neuen Prozessoren in Angriff genommen werden.

Konkret wird mitunter von Qualcomms Snapdragon 855 gesprochen, der durch die 7-nm-Bauweise erneut deutlich effizienter arbeiten soll, sodass letztlich 40 Prozent mehr Leistung geboten werden. Im Vergleich zum Snapdragon 845 soll Qualcomms nächster Highend-Prozessor zudem 35 Prozent Energiesparender arbeiten. Zur Orientierung: Sowohl der aktuelle Snapdragon-Chip als auch Samsungs hauseigener Exynos 9810, die je nach Modell beide im Samsung Galaxy S9 und S9+ zum Einsatz kommen, wurden noch im 10-nm-Verfahren fabriziert.

Nomenklatur

Nichts hält ewig. Diese einfache Wahrheit gilt nicht nur für physische Gegenstände, sondern auch für immaterielle Dinge. So wurden besonders in letzter Zeit altbekannte Smartphone-Reihen wie HTCs One-Serie, Sonys Xperia-Z-Serie und selbst die schlichte iPhone-Zahlenfolge von Apple unterbrochen und durch Bezeichnungen wie HTC U11, Sony Xperia XZ2 und das iPhone X (weiterhin iPhone 10 ausgesprochen) ersetzt. Nun scheint auch Samsung seine Galaxy-S-Ära beenden zu wollen, wie aus einem Interview zwischen dem Magazin The Investor und Samsung-Mobile-Chef Koh Dong-jin hervorgeht.

Demnach will Samsung davon absehen, das 2019er-Flaggschiff als Galaxy S10 zu betiteln. Zwar wird die Bezeichnung Galaxy wohl weiterhin bestehen bleiben, ob dies jedoch auch für den Buchstaben S und die stetig wachsende Nummer gilt, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch fraglich.

Samsung Galaxy S9 im Test ›


Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Redaktion inside handy
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