Gerücht Alle Fakten und Gerüchte Samsung Galaxy S10: Flaggschiff möglicherweise komplett ohne Display-Ränder

vom 21.06.2018, 11:57
Samsung Galaxy S10
Bildquelle: Concept Creator

Erst auf dem MWC 2018 hat Samsung seine neuen Flaggschiff-Modelle, das Samsung Galaxy S9 und S9+, der Öffentlichkeit vorgestellt. Erste Gerüchte zum Nachfolger gibt es schon jetzt: Konzeptbilder geben einen ersten Eindruck davon, wie das Galaxy S10 aussehen wird und mutmaßliche technische Daten erlauben Fans, von einem besseren Flaggschiff zu träumen. Neu dabei: Ein Display, das Sound weiterleiten kann und komplett ohne Ränder auskommt.

Wie randlos wird das Samsung Galaxy S10?

Ein Tweet von Ice Univerce wabert durch die Gerüchteküche und fördert neue Spekulationen zu Tage. Demnach könnte das Galaxy S10 völlig randlos werden. Was da auf dem Bild zu sehen ist, ist nicht ganz klar. Sicher ist, dass es sich wohl um einen Smartphone-Prototypen handelt. Doch ob es wirklich der des Galaxy S10 ist oder ob es sich doch um ein anderes Fabrikat handelt, ist nicht ersichtlich. Dafür, dass es sich wirklich um ein Samsung-Handy handelt, spricht vor allem die Tasteranordnung. Sie ist am Rahmen zu erkennen und wirkt wie von den aktuellen Galaxy-S-Geräten kopiert.

Wird also angenommen, dass es sich dabei um das Galaxy S10 handelt, müsste Samsung erstens: einige Designstudien, die nahe am Galaxy S9 lagen, verworfen haben und zweitens: noch mehr technische Probleme gelöst haben. Über ein Display das Töne von sich geben kann, wird schon länger spekuliert. Dass es technisch möglich ist, hat auch LG schon gezeigt. Doch es bleiben eine Menge weiterer Probleme, die es zu lösen gilt: Woher kommt der Ton beim Telefonieren? Wo findet die Selfie-Kamera ihren Platz? Hierfür haben zwei Hersteller bisher Lösungen präsentiert: Oppo hat mit dem Find X ein ähnliches Handy mit aufschiebbarer Rückseite vorgestellt. Dazu hat Huawei ein weiteres Konzept für eine einzelne Kamera für beide Seiten des Handys vorgelegt. Das hat im Test des Shot X auch gut, wenn auch nicht randlos geklappt.

Galaxy S10 mit Sound-Display

Die koreanische Website ETNews meint in Erfahrung gebracht zu haben, dass Samsung dem Galaxy S10 ein Sound-Display verpassen wird. Anlass zu dieser Spekulation gibt die Expo Society of Information Displays (SID), in Rahmen derer der in Korea beheimatete Hersteller einen Prototyp eines Sound-ausstrahlenden Displays vorstellte. Wie in einem Video zu sehen ist, wird ein Lautsprecher durch den neuartigen Bildschirm überflüssig, indem das Panel mit Vibration und sogenannter Knochenleitung Sound wiedergibt. Knochenleitung heißt, dass durch den Gehörgang Schall-Schwingungen oder Vibration direkt zum Mittelohr weitergeleitet werden. Unter anderem gibt es auch Kopfhörer, die auf diesem Prinzip fußen. Durch die Technik kann das Display auch noch einmal deutlich gestreckt werden. Ein ähnliches Konzept stellte der chinesische Hersteller Vivo mit seinem Vivo Nex vor.

Darüber hinaus berichtet ETNews, dass Samsung auf ein OLED-Panel mit 6,2 Zoll beim Galaxy S10 setzen soll. Das entspricht der Größe des aktuellen Galaxy S9+.

Neue Konzeptbilder

Daneben gibt es weitere Konzeptbilder, die einen Eindruck davon geben, wie das Galaxy S10 aussehen könnte. Der Designer Jonas Daehnert und die Technikseite Mobil Helden entwerfen ein beinah randloses Modell, dessen Display zwar nicht von einem Notch unterbrochen wird, dafür aber die Gerüchte um eine Triple-Kamera aufgreift. Diese ist auf der Rückseite vertikal angebracht. Rechts davon ist ein augenscheinlicher Dual-Tone-Blitz angebracht. Auch der im Display integrierte Fingerabdruck-Sensor ist auf den Bildern zu sehen.

Die Partie rund um die Hauptkamera wird zudem transparent dargestellt. Grund dafür könnte sein, dass das S10 mit einer Reihe neuer Sensoren ausgestattet sein wird, die mit der Glasrückseite des Smartphones kombiniert werden. Denkbar ist zum Beispiels drahtloses Laden.

Samsung Galaxy S10 Konzept
Bildquelle: Mobil Helden/Jonas Daehnert

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass das Grundgerüst, das Design des Samsung Galaxy S10, bereits feststehen soll. Render-Bilder, die dieses Gerücht untermauert hätten, blieb die Gerüchteküche der Weltöffentlichkeit allerdings schuldig. Das nun erschienene Konzept-Video, das eine mögliche Optik des 10er-Modells zeigt, könnte man darum als eine Art Entschädigung ansehen.

Sollte das tatsächliche Galaxy S10 dem Konzept ähneln, wird das Display-Gehäuse-Verhältnis gegenüber dem Vorgängermodell Galaxy S9 nochmals etwas angehoben werden. Weiterhin hofft der Designer, dass der rückseitig-platzierte Fingerabdrucksensor nun unter das Display wandert und die Kamera um einen zweiten Sensor ergänzt wird. Ob auch Samsung an ein ähnliches Design gedacht hat, bleibt zunächst noch offen

Das Samsung Galaxy S10 soll schon fertig sein

Die Produktentwickler bei Samsung haben nach dem Flaggschiff-Launch kein halbes Jahr Urlaub, bis es an den Nachfolger geht. Im Gegenteil: Die Entwicklung beginnt meist schon weit vor dem Start des Vorgängers. So überrascht die Nachricht, dass das Galaxy S10 bereits fertiggestellt sein soll.

Die koreanische Seite The Bell lanciert diese Information in einem Bericht, in dem sich auf Produktionskreise berufen wird. So habe Samsung Display die Arbeiten an der Anzeige für das 2019er-Infinity-Display bereits beendet. Die kolportierten Ergebnisse zeigen: Viel geht nicht mehr. Sowohl bei der Rand-Verminderung als auch bei der Gesamtgröße hält Samsung sich vornehm zurück. Das Display des Basismodells wächst nur bei der Nachkommastelle. Anstatt 5,77 Zoll, soll die neue Anzeige des Galaxy S10 glatte 5,8 Zoll betragen. Beim S10 Plus wächst die Displaydiagonale von 6,22 auf 6,3 Zoll. Für die Richtigkeit dieser Angaben gibt es natürlich keinerlei Gewähr.

Vom Display ist schnell auf das finale Design zu schließen. Samsung wird beim Material wohl weiter auf Glas setzen. Die abgerundeten Edge-Kanten haben sich ebenfalls in der S-Klasse etabliert. Experimente mit S Pen - dieser bleibt der Note-Serie vorbehalten - oder faltbarem Display wird es ebenfalls nicht innerhalb der Erfolgsserie geben.

Samsung Galaxy S9 im Test

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    Das Samsung Galaxy S9 besitzt ein 5,8 Zoll großes Display ...
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
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    .. das Inhalte mit einer Auflösung von 1.440 x 2.960 Pixeln darstellt.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Bereits beim Galaxy S9 wurde die Innovations-Unlust teilweise bemängelt. Da Samsung im Schnitt alle zwei Jahre größere Veränderungen in sein Flaggschiff bringt, wohl auch, um Vertragskäufern neue Anreize zu geben, darf man auf das Innere und die Kamera-Funktionen des S10 gespannt sein. The Bell bringt in dieser Hinsicht neue Sensorik ins Spiel. So soll Samsung bei der nächsten Flaggschiff-Generation einen 3D-Sensor ins Kameramodul integrieren. Ob dieser für neue Foto-Kniffe verwendet wird oder die Gesichtserkennung deutlich sicherer machen soll, ist noch nicht sicher. Die Tendenz geht jedoch zu Letzterem.

Hilfe holt sich Samsung hierbei offenbar bei einem israelischen Sicherheits-Unternehmen namens Vision Mantis, das sich auf empfindliche Kameratechnik spezialisiert hat. Interessant ist derweil, dass die Firma ihre eigene App offensiv für das Samsung-Handy Galaxy S8 bewirbt. Weiterhin Teil der Gerüchte ist auch der sagenumwobene Fingerabdrucksensor, der in das Display integriert ist und somit wieder auf der Vorderseite des Handys zum Einsatz kommt.

Technische Details

Mit der Vorstellung des neuen Samsung-Chipsatzes Exynos 9610 kochten die Spekulationen zum Galaxy S20 hoch. Wie der in Korea beheimatete Hersteller offiziell auf seiner Website berichtet, schließt sich das neue Prozessor-Modell an die Exynos-7-Reihe an und wird als High-End-Chipsatz angesetzt. Im Vergleich zum Exynos 9810, der im Galaxy S9 und S9+ zu finden ist, soll der neue Exynos 9610 ein wenig langsamer arbeiten und sich auch hinsichtlich der Rangordnung unterhalb des Premium-Prozessors befinden. Somit ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass Samsung den Mittelklasse-Chip Exynos 9610 im Galaxy S10 verbauen wird.

Ungeachtet dessen gibt ein Feature des neuen Exynos der selbstlernenden Gesichtserkennung Anlass für weitere Spekulationen, die das Galaxy S10 bieten könnte. Darunter versteht man, dass die Software Gesichter, die zur das Smartphone entsperren sollen, auch, wenn diese sich verändern oder verdeckt sind, beispielsweise wenn Nutzer eine Brille tragen oder das Gesicht mit einem Hut verdecken. Auch die 3D-Gesichtserkennung soll  zuverlässiger funktionieren und auch "mehr in die Tiefe gehen". Konkret kann man sich die Gesichtserkennung letztlich so vorstellen, wie die Face ID des iPhone X.

Kann man den Gerüchten Glauben schenken, steht eine solche Technik schon jetzt für die nächste Generation fest. Laut dem Magazin The Investor sei Samsung bereits in Gesprächen mit dem israelischen Start-Up Mantis Vision sowie dem Kamera-Hersteller Namuga, damit die entsprechenden Maßnahmen für Soft- wie auch Hardware eingeleitet werden können.

Neuer Prozessor im 7-nm-Verfahren

Wie die koreanische Wirtschaftszeitung "Seoul Economic Daily" berichtet, soll Samsung bereits die ersten Schritte für die Produktion des neuen Chipsatzes im 7-nm-Verfahren abgeschlossen haben. Folglich soll die Fertigung der neuen Prozessoren schon im Gange sein.

Konkret wird mitunter von Qualcomms Snapdragon 855 gesprochen, der durch die 7-nm-Bauweise erneut deutlich effizienter arbeiten soll, sodass letztlich 40 Prozent mehr Leistung geboten werden. Im Vergleich zum Snapdragon 845 soll Qualcomms nächster Highend-Prozessor zudem 35 Prozent Energiesparender arbeiten. Zur Orientierung: Sowohl der aktuelle Snapdragon-Chip als auch Samsungs hauseigener Exynos 9810, die je nach Modell beide im Samsung Galaxy S9 und S9+ zum Einsatz kommen, wurden noch im 10-nm-Verfahren fabriziert.

Fingerabdruck-Sensor im Display

Alle zwei Jahre ist es bei Samsung Zeit für große Neuerungen. 2017 war so ein Jahr, Samsung stellte mit dem Galaxy S8 und seinem Infinity Display ein neuartiges Design-Konzept vor. In diesem Jahr folgten beim Galaxy S9 eher Detailverbesserungen unter der Haube. Um so gespannter blickt die Fangemeinschaft von Samsung auf das Jahr 2019, wo die S-Reihe der Galaxy-Smartphones von Samsung ihr zehntes Jubiläum feiern wird.

Darum, was es bringen wird, ranken sich diverse Gerüchte. Kenner sind sich sicher, dass die Jubiläums-Ausgabe des Smartphone "besonders" werden wird. Heiß gehandelt wird der Fingerabdruck-Sensor unterhalb des Display-Panels. Wie es heißt arbeitet Samsung bereits seit zwei Jahren an der Technologie. Anfang dieses Jahres sorgten erste Modelle anderer Hersteller für Furore, die es geschafft haben.

Auch im Bereich des Möglichen: Ein Gesichtserkennungs-Sensor, der Apples Face-ID-Technologie nachempfunden sein soll. Die aktuelle Gesichtserkennung von Android-Smartphones basiert ausschließlich auf Daten der Frontkamera und lässt sich so zuweilen durch ein Selfie überlisten. Apple hingegen verwendet zusätzlich einen speziellen Infrarot-Sensor, der Sicherheit garantieren soll und bei Fotos nichts freigibt. Angeblich arbeitet Samsung hierfür mit dem 3D-Spezialisten Mantis Vision zusammen, um entsprechende Algorithmen für die Verarbeitung entsprechender Sensor-Daten zu entwickeln. Bereit für die Prime-Time soll diese Technologie jedoch noch nicht sein, wie das koreanische Magazin The Bell (via PhoneArena) berichtet.

Galaxy S10 mit Triple-Kamera

Im Vergleich zum Galaxy S8 hat sich Samsung mit neuen Features oder Designänderungen beim Galaxy S9 zurückgehalten. Neuen Spekulationen zufolge könnte sich das mit dem Galaxy S10 aber wieder ändern: War Samsung selbst im vergangenen Jahr mit dem Galaxy S8 noch Vorreiter für Displays im 18:9-Format, legte Huawei in diesem Jahr mit dem P20 Pro einen Grundstein für die Triple-Kamera.

Einem Bericht des Magazins The Investor zufolge soll Samsung im künftigen Flaggschiff ebenfalls ein Kameramodul mit gleich drei Sensoren verbauen. Grund dafür sei die vergleichsweise eher geringe Nachfrage nach dem Galaxy S9 und S9+, wodurch sich Samsung zur erneuten Belebung des Smartphone-Marktes durch neue Funktionen berufen fühle. Im Detail soll die Triple-Kamera des Galaxy S10 dann auch einen 3D-Sensor besitzen, der bessere Fotos sowie die Erweiterungen von Augmented Reality ermöglicht, so heißt es.

Dass Samsung ebenfalls auf den Zug, den Huawei führt, aufspringt, ist nicht weiter verwunderlich. Auch Kontrahent Apple soll über ein dreifaches Kameramodul im iPhone-X-Nachfolger nachdenken. Ob Samsung sich im Galaxy S10 für eine ähnliche Aufteilung wie beim Huawei P20 Pro entscheidet, bleibt vorerst jedoch abzuwarten.

Nomenklatur

Nichts hält ewig. Diese einfache Wahrheit gilt nicht nur für physische Gegenstände, sondern auch für immaterielle Dinge. So wurden besonders in letzter Zeit altbekannte Smartphone-Reihen wie HTCs One-Serie, Sonys Xperia-Z-Serie und selbst die schlichte iPhone-Zahlenfolge von Apple unterbrochen und durch Bezeichnungen wie HTC U11, Sony Xperia XZ2 und das iPhone X (weiterhin iPhone 10 ausgesprochen) ersetzt. Nun scheint auch Samsung seine Galaxy-S-Ära beenden zu wollen, wie aus einem Interview zwischen dem Magazin The Investor und Samsung-Mobile-Chef Koh Dong-jin hervorgeht.

Demnach will Samsung davon absehen, das 2019er-Flaggschiff als Galaxy S10 zu betiteln. Zwar wird die Bezeichnung Galaxy wohl weiterhin bestehen bleiben, ob dies jedoch auch für den Buchstaben S und die stetig wachsende Nummer gilt, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch fraglich.

Galaxy S10 bereits im Januar 2019

Wie The Bell (via SamMobile) weiterhin herausgefunden hat, soll Samsung das nächste Flaggschiff früher als gewöhnlich vorstellen. Kolportiert wird dabei ein Launch-Datum vor dem Mobile World Congress im Januar. Womöglich hat Samsung die Consumer Electronics Show (CES) im Auge, die alljährlich in Las Vegas stattfindet. Nächstes Jahr wird der 8. bis 11. Januar also vielleicht bereits zeigen, was das Jubiläums-Modell aus Samsungs Smartphone-Schmiede bringt.



Bildquelle kleines Bild: inside-handy.de | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: Samsung, Mobilfunk-News, Oberklasse-Smartphones, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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