TCL: Ambitionierte Blackberry-Ziele trotz geringem Marktanteil

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Blackberry Mercury Tastatur
Bildquelle: TCL
Wie nun Francisco Jeronimo vom Marktforschungsunternehmen IDC bekannt machte, verkaufte Blackberry respektive TCL als Lizenznehmer im Jahr 2017 nur 850.000 Einheiten seiner Smartphone-Modelle. Trotzdessen ist das Unternehmen mit diesem Ergebnis zufrieden und formuliert bereits ein weiteres, sehr ambitioniertes Vorhaben. Die Redaktion von inside-handy.de gibt einen Überblick zur Strategie TCLs.

Als einer der wenigen Smartphone-Hersteller ist TCL mit seiner Marke Blackberry Mobile allen voran dafür bekannt, den Trend hin zum randlosen Touchscreen-Smartphone und weg von der physikalischen Tastatur aufzubrechen. Zahlreiche Blackberry-Modelle verfügen deshalb auch heute noch über haptische Tastaturen, wie sie vor gut einer Dekade noch gang und gäbe waren. Die nun veröffentlichten Verkaufszahlen ordnen den aktuellen Erfolg des Unternehmens ein. Mit 850.000 abgesetzten Einheiten verkaufte der Handy-Hersteller vergleichsweise wenige Geräte. Dennoch verbuche TCL diese Zahl als Erfolg und betonte auf dem World Mobile Congress in Barcelona „The Verge“ gegenüber, dass es nicht nur um die reinen Absatzzahlen gehe. Der Hersteller wolle vor allem Präsenz zeigen und legt deshalb viel Wert darauf, dass das aktuelle Flaggschiff Keyone auf den meisten Direktverkaufskanälen zur Verfügung steht.

Android-Betriebssystem als Stolperstein

Unzufrieden sei der Handy-Bauer allerdings mit der Vermarktung von Android. Demzufolge wüssten viele Kunden noch nicht, das Smartphones wie das Keyone nicht das eigene Betriebssystem verwenden, sondern Googles Android installiert ist. An dieser Stelle müsse das Unternehmen nochmals nachjustieren und Kunden auf diese Tatsche aufmerksam machen. Das erfordere Zeit und Ressourcen.

Mehr Marktanteil ist das Ziel

Der als Erfolg verbuchte Absatz 2017 ermutigt das Unternehmen für die Zukunft sehr wohlwollende Bestrebungen zu formulieren. So erwähnte ein Manager via „CNET“ im Rahmen der MWC, dass TCL mit mit der Blackberry-Lizenz darauf hofft, zwischen drei und fünf Prozent des Premium-Smartphone-Marktes zu besetzen. Dies sei laut einem Analysten von Counterpoint Research nur möglich, wenn das Unternehmen es schafft, zehn Millionen Handys pro Geschäftsjahr zu verkaufen. Ob das chinesische Unternehmen dieses – doch recht hochgesteckte – Ziel in den kommenden Jahren tatsächlich erreicht oder zumindest annähernd verwirklichen kann, darf stark angezweifelt werden. Legt man die aktuellen Zahlen zugrunde, klafft hier noch eine weite Schlucht, die überwunden werden muss.

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