Test Flaggschiff nah der Referenz Samsung Galaxy S9 im Test: Perfekt? Nicht ganz.

vom 22.03.2018, 21:24
Samsung Galaxy S9 im Test
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Samsung hat sein neues Flaggschiff präsentiert - das Galaxy S9. Auf den ersten Blick scheint sich gegenüber dem Vorjahres-Modell wenig verändert zu haben. Ist das Galaxy S9 also nur ein aufgemöbeltes Galaxy S8 oder steckt doch mehr dahinter? Und gibt es signifikante Unterschiede am neuen Aushängeschild der Koreaner? Die Redaktion von inside-handy.de liefert im Test die Antworten.

Auf dem Mobile World Congress (MWC) 2018 hat Samsung sein neues Flaggschiff-Duo präsentiert. Die technischen Daten des Galaxy S9 sind - wie von Samsung gewohnt - auf dem neuesten Stand. Doch schiere Technik allein macht noch kein Smartphone und so verbaut Samsung neben der zentralen Recheneinheit aus eigenem Hause und einer variablen Blende in der Kamera noch einige andere Schmankerl ins Galaxy S9. Doch eines nach dem anderen.

Zunächst die technischen Daten des Galaxy S9 und Galaxy S9 Plus in der Übersicht:

 Samsung Galaxy S9
Samsung Galaxy S9+
 
Samsung Galaxy S9
Bildquelle: Samsung
Samsung Galaxy S9+
Bildquelle: Samsung
Display  5,8 Zoll, 1.440 x 2.960 Pixel 6,2 Zoll, 1.440 x 2.960 Pixel
Betriebssystem-Version Android Version: 8 Oreo
Prozessor

Samsung Exynos 9810 Octa-Core (4 x 2,7 GHz, 4 x 1,7 GHz)

RAM 4 GB 6 GB
interner Speicher 64  GB / 256 GB
MicroSD ja (400GB)
Kamera vorne/hinten 12,2 MP, OIS / 8MP 2 x 12,2 MP, OIS / 8 MP
Fingerabdruckscanner ja
Akku 3.000 mAh 3.500 mAh
USB-Port USB Typ-C
IP-Zertifizierung  IP68 IP68 
Abmessungen (mm) 147,7 x 68,7 x 8,5 158,1 x 73,8 x 8,5
Farben Schwarz,  Blau, Violett
Einführungspreis  849 Euro 949 Euro 


Samsung Galaxy S9 Unboxing: Ausgepacktes Flaggschiff

Das Galaxy S9 erscheint in einer schlichten, schwarzen Box aus dicker Pappe. Die Lettern S und 9 erstrahlen in blau-türkis, wenn die Verpackung den Lieferkarton erstmals verlässt. Die Rückseite zeigt weitere Informationen für Datenblatt-Fans, die Seiten sind ohne weitere Verzierung gehalten.

Wird die Katze, also das Smartphone aus dem Sack gelassen, muss hierzu erst einmal die Plastikverpackung entfernt werden, die die eigentliche Box vor Transportschäden schützt. Erst danach kann der, alle Seiten außer der Rückseite umschließende Deckel entfernt werden. Die leichte Behäbigkeit dieses Schrittes zeigt, dass Samsung hier auf den Millimeter genau arbeitet und nicht den Eindruck erwecken will, dass Deckel und Schachtel womöglich ausgeleiert sind.

Zuoberst erwartet den Käufer dann noch nicht das Objekt der Begierde, sondern erst einmal eine weitere Papierschachtel. Darunter erst liegt das Smartphone gebettet und behütet in seiner Wiege. In der ersten Schachtel befinden sich unter anderem die Quick-Start-Anleitung sowie das SIM-Karten-Tool, mit dem man die Schublade für SIM- und Speicherkarte lösen kann.

Samsung Galaxy S9 im Test: Unboxing

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    Das Galaxy S9 steckt in einem schlichten schwarzen Karton mit leuchtend blauer Beschriftung.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
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    Umhüllt ist dieser von einer Plastikfolie.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Unterhalb des Handys erscheint dann der eigentliche Lieferumfang des Galaxy S9. Dieser besteht aus dem obligatorischen Schnelllade-Adapter, dem zugehörigen USB zu USB-C-Kabel und den AKG-Schriftzug gezierten Kopfhörern.

Außerdem packt Samsung zwei Adapter in die Packung, die als Zusatz zur "Packungsbeilage von der Stange" bezeichnet werden dürfen: Einerseits gibt es einen USB-C- zu Micro-USB-Adapter, damit man auch ältere USB-Kabel zum Strom- oder Datentransport nutzen kann. Daneben liegt ein USB-C- zu USB-Adapter, dank dem zum Beispiel ein USB-Stick oder auch eine USB-Maus an das Smartphone gesteckt werden können.

Dem versierten Nutzer fällt auf, dass sich die technischen Daten in weiten Teilen eher leicht verbessert, denn revolutioniert haben. Einzig die Dual-Kamera des Galaxy S9 Plus und die erhöhten Blendenwerte sowie die Speichererweiterung auf 400 GB fallen ins Auge. Vieles sonst scheint gleich geblieben. Das stimmt auch zum großen Teil, jedoch gibt es doch Unterschiede zu den Vorgängern.

Damit ist der Lieferumfang des Galaxy S9 vollständig und rundherum beschrieben. Einerseits hat Samsung die Standardware lobenswert um Adapter ergänzt. Andererseits kam exakt dieselbe Zusammenstellung bereits mit dem Galaxy S8 zum Käufer. Weiterentwickelt hat Samsung seinen hohen Standard damit nicht.

Design und Verarbeitung

Gerade beim Design müssen selbst erfahrene Nutzer zweimal hinsehen, um die wenigen Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Doch es gibt sie. Das Samsung Galaxy S9 ist unverkennbar der direkte Sohnemann des Galaxy S8. Die zum Rahmen hin abgerundeten Flächen der Front und des Hecks münden in an den Längsseiten in einen schmalen Steg, der das Gerüst des Handys aus Korea bildet. Der Rahmen wirkt dabei noch graziler als beim Galaxy S8. Er verdickt sich zu den kurzen Enden des Galaxy S9 und mündet in den abgerundeten Rahmenteilen, die an der Unterseite den Klinkeneingang, den Lautsprecher und den USB-Typ-C-Port und an der Oberseite die SIM-/Micro-SD-Karten-Schublade beinhalten. Auf einen farblich abgesetzten Rahmen verzichtet Samsung und färbt ihn lieber in der Chassis-Farbe ein. Neben den obligatorischen Farben Schwarz und Blau hat es dieses Jahr die zusätzliche Farbe "Lilac Purple" in das Portfolio des Galaxy S9 geschafft. Eine weiße, silberne oder graue Version sucht man dagegen vergebens.

Farben, Finger, Touch-ID

Am deutlichsten treten die Farben auf der Rückseite auf. Sie besteht aus Glas und Kunstlicht schimmert ihn ihr wie ein Regenbogen. Doch nicht lange kann sich der geneigte Fan daran erfreuen: Nimmt man das Galaxy S9 in die Hand, sind die Fingerabdrücke auch schon wie eingebrannt. Das Putztuch begleitet also den reinlichen Elite-Smartphonista auf Schritt und Tritt. Im Vergleich zu so manchem Konkurrent ist die Fingerabdruck-Neigung jedoch nicht ganz so präsent.



Bildquelle kleines Bild: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: Testcenter, Hands-On, MWC Barcelona, Oberklasse-Smartphones, Phablets, Samsung, Smartphones

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