Nokia 6 (2017) und Nokia 6 (2018) im Vergleich: Das sind die Unterschiede

8 Minuten
Nokia 6 (2017) vs. Nokia 6 (2018)
Bildquelle: HMD Global / inside-handy.de
Auf dem MWC 2018 in Barcelona hat HMD Global über seine Smartphone-Marke Nokia die Europa-Premiere des schon Anfang 2018 in China vorgestellten neuen Nokia 6 gefeiert. Das aktualisierte Mittelklasse-Handy wurde gegenüber dem Nokia 6 (2017) an verschiedenen Stellen verbessert und wird voraussichtlich ab Mitte April zu haben sein. Die Redaktion von inside-handy.de erklärt, worin sich Nokia 6 (2017) und Nokia (6) 2018 voneinander unterscheiden.

Der nachfolgende Artikel gibt einen Überblick zu den technischen Spezifikationen und den daran auszumachenden Unterschieden zwischen dem Nokia 6 (2017) und dem Nokia 6 (2018). Detaillierte Angaben dazu, wie sich das neue Nokia-6-Smartphone tatsächlich schlägt, wird erst ein ausführlicher Testbericht zeigen, der von inside-handy.de im Laufe der kommenden Wochen veröffentlicht wird.

Verarbeitung

Aus Metall sind beide Varianten des Nokia 6 gefertigt. Das macht die Mittelklasse-Smartphones hochwertig in ihrer Haptik. Sowohl das Nokia 6 (2017) als auch das Nokia 6 (2018) werden aus einem Aluminium-Block gefräst, was als durchaus aufwändiges Prozedere eingestuft werden kann und für HMD Global entsprechend auch mehr kostet. Viel verändert hat sich auf den ersten Blick aber nicht. Dreht man das Smartphone aber auf die Display-Seite, wird schnell deutlich, dass es auf der Rückseite beim neuen Nokia 6 eben doch eine markante Änderung gegeben hat. Hier ist jetzt ein kreisrunder Fingerabdrucksensor zu finden, der bei der 2017er Variante noch im Homebutton auf der Vorderseite zu finden ist. Außerdem ist auf der Rückseite des neuen Nokia 6 jetzt ein Zeiss-Schriftzug zu finden, der auf ein Upgrade der Kamera verweist. Das Kameralicht sitzt zudem tiefer als noch beim Nokia 6 (2017).

Nokia 6 (2018): Hands-On Bilder

Display

Während andere Hersteller dazu übergehen, Nachfolgemodelle eines Smartphones gerne auch mal mit größeren Displays auszustatten, lässt Nokia (fast) alles beim Alten. Wie gewohnt lässt sich beim Nokia 6 (2018) ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display nutzen, um durch die Smartphone-Welten auf Basis von Googles mobilen Betriebssystem Android zu navigieren. Nokia selbst schreibt allerdings in Pressetexten davon, dass das Nokia 6 (2018) mit einem kompakteren Display-zu-Körper-Verhältnis überzeugen will. Denn insgesamt fällt das neue Smartphone etwas schmaler und auch etwas kürzer aus als sein unmittelbarer Vorgänger. Auch die Ränder ober- und unterhalb des Displays sind ein kleines Stück schmaler geworden.

Betriebssystem

Während dem Nokia 6 (2017) Android 7.1.1 zugrunde liegt, wird das neue Nokia 6 ab Werk mit Android 8.0 Oreo ausgeliefert. Und schon jetzt gilt als sicher: Seine Upgrade-Politik wird Nokia auch beim Nokia 6 (2018) fortsetzen. Das heißt: Während Nutzer des Nokia 6 (2017) fest mit einem Update auf Android 8 rechnen dürfen, wird es für Nutzer des Nokia 6 (2018) wohl auch ein Upgrade auf Android 9 geben, dessen Vorstellung schon bald folgen dürfte. Ob unterdessen auch das Nokia 6 (2017) auf Android 9 aktualisiert wird, ist noch nicht klar. Wichtig auch: Das Nokia 6 (2018) wurde von Google ausgewählt, um Teil der Android-One-Familie zu sein.

Leistung

In Bezug auf die Leistungsfähigkeit hat Nokia beim neuen Nokia 6 deutlich zugelegt. Mit anderen Worten: Der Prozessor wurde spürbar aufgewertet. Statt eines Qualcomm Snapdragon 430 ist jetzt ein Snapdragon 630 integriert. In der Spitze bedeutet das laut Nokia bis zu 60 Prozent mehr Performance – in Zahlen ausgedrückt statt 1,4 GHz Taktrate im Nokia 6 (2017) nun bis zu 2,2 GHz im Nokia 6 (2018). Für laufende Prozesse stehen im aktualisierten Nokia 6 des Jahres 2018 wie vom 2017er Modell gewohnt, 3 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es aber auch eine Variante des Nokia 6 (2018) geben, die über 4 GB RAM verfügt – und zusätzlich auch auf mehr internen Speicher zugreifen kann: 64 GB.

Kamera

Auf dem Papier hat sich in dieser Rubrik nicht viel getan. Beide Modelle, sowohl das Nokia 6 (2017) als auch das Nokia 6 (2018) sind auf der Rückseite mit einer 16 Megapixel-Kamera ausgestattet und verfügen auf der Vorderseite über eine 8-Megapixel-Kamera – jeweils mit einer f/2.0-Blende. Wer Videos aufnehmen möchte, muss sich grundsätzlich mit Full-HD-Quallität begnügen; 4K-Aufnahmen sind nicht möglich. Und doch hat sich etwas verändert: Das Nokia 6 (2018) ist nun mit Optik aus dem Hause Zeiss ausgestattet. Das hatte dem 2017er Modell noch gefehlt. Inwiefern hier ein bemerkenswerter Unterschied bei den Aufnahmen auszumachen ist, kann erst ein Test zeigen.

Weitere Veränderung: Wie das Nokia 6 (2017) ist auch das Nokia 6 (2018) mit einem Dual-Sight-Mode ausgestattet. Den hat HMD Global beim überarbeiteten Modell nach eigenen Worten aber nochmals verbessert. Stichwort: Bothie. Wer ein Video mit der Hauptkamera aufnimmt, kann mit wenigen Handgriffen auch die Frontkamera zuschalten, um die eigenen Emotionen, die bei einem Video entstehen können, ebenfalls einzufangen. So lassen sich beide Seiten einer Geschichte mit Freunden teilen.

LTE

Unterschiede bei der LTE-Unterstützung gibt es nicht. Nokia 6 (2017) und Nokia 6 (2018) sind beide mit LTE Cat. 4 ausgestattet, was in der Spitze Bandbreiten von bis zu 150 Mbit/s im Downstream und maximal 50 Mbit/s im Upstream ermöglicht. Das mag den meisten Nutzern natürlich ausreichen und doch ist es eine ziemliche Enttäuschung, dass HMD Global dem Nokia 6 (2018) in diesem Segment kein Upgrade spendiert hat. Auf der anderen Seite: Die meisten Smartphone-Tarife gerade für Einsteiger gestattet maximal 50 Mbit/s. Da sind das bis zu 150 Mbit/s natürlich vollkommen ausreichend. Hinzu kommt: In LTE-Netzen steht praktisch nie die technisch maximal mögliche Bandbreite zur Verfügung.

Speicherplatz

Intern stehen in beiden Smartphones 32 GB Speicherplatz bereit. Zwar gibt es das Nokia 6 (2018) auch in einer Ausführung mit 64 GB Speicherplatz, doch die ist in Deutschland zunächst nicht erhältlich. Sie soll erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Handel kommen und zusätzlich 4 GB Arbeitsspeicher bieten. Grundsätzlich gilt also: 32 GB müssen für Schnellentschlossene erst einmal reichen. Wer mag, kann eine Speicher-Erweiterung per Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB vornehmen. Kein Spitzenwert, für die meisten Normalnutzer aber wohl ausreichend.

Fingerabdrucksensor

Augenscheinlichste Änderung: Der Fingerabdrucksensor ist beim Nokia 6 (2018) gewandert – von der Vorder- auf die Rückseite. War er beim Nokia 6 (2017) noch im Home-Button unterhalb des Displays untergebracht, befindet er sich beim Nokia 6 (2018) auf der Rückseite unterhalb der Kamera-Linste. Was davon nun besser ist, wird im Geschmack eines jeden Menschen unterschiedlich sein. Gut zu bedienen sind nach ersten Erkenntnissen von inside-handy.de beide Varianten.

Direktvergleich Sony Xperia XZ1 Compact und Xperia XZ2 Compact

 

Nokia 6 (2017)

Nokia 6 (2017)
Bildquelle: Nokia

Nokia 6 (2018)

Nokia 6 (2018)
Bildquelle: Nokia
Display

5,5 Zoll
Full HD (1.080 x 1.920 Pixel)
Gorilla Glass
403 ppi

5,5 Zoll
Full HD (1.080 x 1.920 Pixel)
Gorilla Glass 3
403 ppi
Prozessor

Qualcomm Snapdragon 430
Octa-Core
8 x 1,4 GHz

Qualcomm Snapdragon 630
Octa-Core
8 x 2,2 GHz

RAM 3 GB  3 GB / 4 GB
Interner Speicher 32 GB
erweiterbar um max. 128 GB
32 GB / 64 GB
erweiterbar um max. 128 GB
Betriebssystem  Android 7.1.1 Nougat
Update auf Android 8.0 möglich
Android 8.0 Oreo
Kamera hinten: 16 Megapixel / f/2.0-Blende
vorne: 8 Megapixel / f/2.0-Blende
hinten: 16 Megapixel / f/2.0-Blende
vorne: 8 Megapixel / f/2.0-Blende
Video-Qualität Full HD Full HD
Akku 3.000 mAh
(nicht wechselbar)

3.000 mAh
(nicht welchselbar)

LTE Cat 4
150 Mbit/s down
50 Mbit/s up
Cat 4
150 Mbit/s down
50 Mbit/s up
Fingerabdruck-
sensor

 Ja
im Home-Button

Ja
auf der Rückseite
Staub- und Wasserfest nein /  IP52 noch unbekannt
Dock-Anschluss Micro-USB USB Typ C
Größe 154 x 79 x 7,85 mm 149 x 76 x 8,15
Gewicht 143 Gramm  172 Gramm
Design

Rahmen: Metall
Rückseite: Metall

Rahmen: Metall
Rückseite: Metall
Farben Schwarz
Silber
Schwarz
Weiß
Blau
SIM-Karte Nano-SIM
Single- und Dual-SIM-Version
Nano-SIM
Single- und Dual-SIM-Version
Preis 249 (UVP) 279 Euro (UVP) 
Aktueller Marktpreis ab 197 Euro

verfügbar ab Mitte April 2018

Fazit

An verschiedenen Punkten hat Nokia das Nokia 6 (2018) gegenüber dem Nokia 6 (2017) verbessert. Zu nennen wären unter anderem die Hauptkamera mit Zeiss-Optik, wobei sich hier noch herausstellen muss, ob die wirklich so viel besser ist als jedes Modell im Nokia 6 (2017). Das das neue Nokia 6 ein wenig schmaler und auch kürzer ausfällt, wird für die meisten Käufer eher weniger ins Gewicht fallen. Sehr viel entscheidender: Der verbaute Prozessor im Nokia 6 (2018) ist deutlich leistungsfähiger als jener im Nokia 6 (2017). Und auch die Tatsache, dass es das Nokia 6 (2018) zu einem späteren Zeitpunkt auch in einer Variante mit 4 GB RAM und 64 GB Speicherplatz zu kaufen geben wird, dürfte noch für den einen oder anderen Käufer von Interesse sein.

Schade ist, dass es Nokia an der einen oder anderen Stelle an Mut oder Willen fehlte, das eigene Smartphone noch ein bisschen mehr zu verbessern. Schnelleres LTE wäre zum Beispiel beim Nokia 6 (2018) wünschenswert gewesen, und vielleicht auch ein Upgrade beim Display auf mindestens Full HD+. Doch das ist – zugegeben – eher Jammern auf hohem Niveau. Unter dem Strich hat Nokia das neue Nokia 6 sinnvoll verbessert und in der Geräteklasse der Smartphones für unter 300 Euro eine weitere, interessante Alternative geschaffen.

Auch interessant: 

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL