Jetzt verfügbar: iOS 11.2.6 gegen Bootloop- und Telugu-Bug

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iPhone X
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
Das nächste Update für iOS ist da. Apple hat Version 11.2.6 zum Download freigegeben und reagiert damit unter anderem auf den kürzlich neu entdeckten Telugu Bug. Über den Fehler war es möglich, dass ein einziges indisches Schriftzeichen aus der Sprache Telugu ausreichte, um iPhones und iPads aber auch andere Apple-Geräte zum Absturz zu bringen.

Konkret heißt es in den Release Notes zu iOS 11.2.6 wörtlich, dass die folgenden Fehlerbehebungen für iPhones und iPads aus der Welt geschafft wurden:

  • Es wird ein Problem behoben, bei dem das Eingeben bestimmter Zeichenfolgen zum Abstürzen von Apps führen konnte.
  • Es wird ein Problem behoben, bei dem manche Apps von Drittanbietern keine Verbindung zu externem Zubehör herstellen konnten.

Der Download von iOS 11.2.6 ist ab sofort über iTunes oder direkt über die Einstellungen (Allgemein > Softwareupdate) von iPhones und iPads möglich. Auf einem iPhone 8 Plus mit zuvor installiertem iOS 11.2.5 ist das Update rund 41 MB groß, also vergleichsweise klein. Neu zum Download bereitgestellt hat Apple übrigens auch die folgenden Software-Versionen: macOS High Sierra 10.13.3, watchOS 4.2.3 und tvOS 11.2.6.

Telugu: Diese Problem treten ohne iOS 11.2.6 auf

TechCrunch berichtet unter anderem über den Telugu-Charakter, der als „Text-Bombe“ verschickt, das iPhone unter iOS 11.2.5 sprichwörtlich in die Knie zwingt. Zwei Buchstaben beziehungsweise Schriftzeichen der indischen Sprache Telugu sollen Apple-Geräte – neben dem iPhone sollen auch MacBooks und watchOS-Geräte betroffen sein – in einen Bootloop schicken. Das Handy startet also neu und hört damit nicht wieder auf. Laut der italienischen Seite Mobileworld hilft hier im Zweifel nur noch ein Hard-Reset.

Laut übereinstimenden Berichten soll das Problem auftreten, wenn das Schriftzeichen in einer App auftaucht, Techcrunch listet neben Apples Mail- und Message-App auch Twitter, Slack, Instagram und Facebook auf.

Offenkundig handelt es sich bei den Abstürzen von Apps und System um einen Software-Fehler in den Apple-Systemen und nicht um einen externen Angriff. Apple arbeite bereits fieberhaft an einer Lösung für das Problem. Mit dem nächsten iOS-Update dürften die Abstürze dieser Art der Vergangenheit angehören. Bei Beta-Nutzern wird der Fehler wahrscheinlich früher ausgemerzt.

iPhone-Abstürze: Wie ein roter Faden durch die iOS-Versionen

Die große Apple-Gemeinde macht es möglich, dass solche Fehlerchen im iOS-System selten lange geheim bleiben. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass iPhones immer wieder Kompatibilitätsprobleme mit Dateien, Anzeigen oder Codes hatten, die zu einem Absturz des gesamten Systems führten. Ende 2016 war es ein nur 5 Sekunden langes Video, dass die Apple-Welt in Aufruhr versetzte: Millionenfach getarnt verschickt sorgte es beim Abspielen auf einem iPhone für den Systemabsturz. Hier handelte es sich um einen wahrhaftigen digitalen Scherzartikel.

Eineinhalb Jahre früher wurde ein Bug in der App iMessage ausfindig gemacht. Die Anzeige eines bestimmten Codes ließ die App und in einigen Fällen auch das ganze iPhone abstürzen. Apple schaltete in beiden Fällen schnell und schickte rasch Updates nach, die problemlösend wirkten.

Hier mehr zu Apples jüngstem Problemfall iBoot lesen

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