Quartalsbericht des Kabelnetzbetreibers Unitymedia: Verlust deutlich eingedämmt, neue Dienste boomen weiter

vom 16.02.2018, 07:17
Unitymedia Zentrale
Bildquelle: Unitymedia

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat das vierte Quartal des vergangenen Jahres mit einem Umsatz-Wachstum abgeschlossen. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte zu. Der Netto-Verlust lag auf ähnlichem Niveau wie im Weihnachtsquartal des Vorjahres, wurde im Gesamtjahr aber deutlich eingedämmt. Und bei den Abo-Zahlen gab es auch Überraschungen.

Zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres setzte Unitymedia laut dem nun von Konzernmutter Liberty Global vorgelegten Geschäftsbericht 606,4 Millionen Euro um. Das waren 3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das EBITDA verbesserte sich sogar um 6,2 Prozent auf 396,4 Millionen Euro. Unter dem Strich stand aber ein Quartalsverlust in Höhe von 30 Millionen Euro - nach 36,7 Millionen Euro im vierten Quartal 2016.

Unitymedia macht 2017 nur 4 Millionen Euro Verlust

Blickt man auf die Zahlen für das Gesamtjahr 2017 konnte Unitymedia den Umsatz um 4,6 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro steigern und beim EBITDA um 5,5 auf 1,52 Milliarden Euro zulegen. Der Netto-Verlust reduzierte sich deutlich: Statt eines Minus in Höhe von 90,4 Millionen Euro im Jahr 2016 lag der Fehlbetrag im vergangenen Jahr bei nur noch 4 Millionen Euro.

Die Zahl der an das Unitymedia-Netz angeschlossenen Haushalte erhöhte sich zwischen Ende 2016 und Ende 2017 um knapp 100.000 auf 12,98 Millionen. Davon waren zum Stichtag 12,90 Millionen fit für digitale Zusatzdienste, also bereit, um darüber im Internet zu surfen oder zu telefonieren. Das waren rund 130.000 mehr als noch Ende 2016. Einen klassischen TV-Anschluss über das Kabelnetz von Unitymedia nutzen zuletzt aber nur noch 4,69 Millionen Haushalte - rund 135.000 Haushalte weniger als noch Ende 2016.

Allein im vierten Quartal verlor Unitymedia neben 36.600 klassischen TV-Kunden auch 300 Pay-TV-Kunden und abermals 13.200 Mobilfunk-Kunden. Eine SIM-Karte des Konzerns nutzen inzwischen nur noch 320.400 Kunden. Sehr viel besser lief es im Geschäft mit Kabel-Internet- und Kabel-Telefonie-Anschlüssen. Hier kletterte die Kundenzahl im Weihnachtsgeschäft deutlich - wenn auch auf schwächerem Niveau als noch im vierten Quartal 2016. Einen Internet-Anschluss buchten im vergangenen Quartal 45.800 weitere Kunden, was zur Folge hatte, dass Ende Dezember 3,48 Millionen Kabel-Internet-Anschlüsse bei Unitymedia geschaltet waren. Die Zahl der Telefon-Kunden stieg sogar um 46.200 auf nunmehr 3,25 Millionen.

Unitymedia will viele Gigabit-Anschlüsse verkaufen

Zum 31. Dezember 2017 abonnierten insgesamt 7,2 Millionen Kunden bei Unitymedia knapp 13,1 Millionen TV-, Internet- und Telefonie-Dienste. Unternehmenschef Lutz Schüler sagte laut Mitteilung: "Wir haben im vergangenen Jahr mit ganzer Kraft unser Highspeed-Netz fit für Gigabit-Geschwindigkeiten gemacht. Jetzt sind wir bereit, um mit Gigabit-Anschlüssen in den Massenmarkt zu starten."



Quelle: Unitymedia | Bildquelle kleines Bild: Unitymedia | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: Unternehmen und Märkte, Kabel-TV und Kabel-Internet

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