Personalentscheidung Wegen Umstrukturierung: HTC entlässt Mitarbeiter

vom 26.02.2018, 12:14
Kamera des HTC U11
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de

HTC schippert seit geraumer Zeit durch unruhige Fahrwasser. Die Taiwaner haben mit Umsatzeinbußen zu kämpfen und die Konkurrenz aus China treibt den Markt mit günstigen Geräten vor sich her. Hinzu kommt das Comeback von Nokia. Die Finnen haben innerhalb eines Jahres HTC und viele weitere etablierte Hersteller überholt. Vor kurzem hat sich Google Teile von HTCs Entwicklungsabteilung einverleibt und nun werden die ersten Mitarbeiter entlassen.

HTC-ist im Abrüst-Wahn. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass der taiwanische Hersteller seinen Smartphone-Chef Chialin Chang entlassen hat. Nun sollen zahlreiche Mitarbeiter folgen - das berichtete zumindest das Online-Portal Digital Trends in Bezug auf eine nicht näher genannte Quelle. Demnach hat das Unternehmen einen großen Teil seines US-Teams entlassen. Die genaue Anzahl ist zwar nicht bekannt, es soll sich dabei allerdings um einige Dutzend bis Hundert Angestellte handeln.

Im Nachhinein bestätigte HTC die Entlassungen gegenüber Digital Trends. Als Grund wurde eine Zusammenführung der Bereiche Smartphone und Virtual Reality "unter einer gemeinsamen Führung" genannt. Die genaue Anzahl der entlassenen Mitarbeiter wurde in der kurzen Stellungnahme allerdings verschwiegen beziehungsweise mit den Worten "einige Entlassungen" umschrieben.

HTC entlässt Smartphone-Chef Chialin Chang

Wie man in einer Investoren-Notiz bekanntgibt, verabschiedet sich Chialin Chang, seines Zeichens Chef der Smartphone- und Connected-Device-Abteilung, aus dem Unternehmen. Einen Nachfolger gibt es bislang noch nicht. Die Änderung in der Personalie Chialin Chang ist ab dem 14. Februar 2018 Realität und wird mit dem persönlichen Karriereplan des Smartphone-Chefs begründet.

Eine ausführliche Stellungnahme HTCs gibt es derweil noch nicht. Das Jahr 2017 lief für HTC wirtschaftlich nicht besonders erfolgreich. Lediglich in drei Monaten – Februar, März und Juni – konnte man den Umsatz des Vorjahres übertrumpfen und lag das gesamte restliche Jahr weit unterhalb der jeweiligen Vergleichszeiträume.

Google kauft einen Teil von HTC

Anfang 2018 wurde dann der Deal mit Google abgeschlossen, wonach große Teile des Entwicklerteams des im Auftrag gefertigten Pixel 2 zum Suchmaschinenriesen Google wechselten. Der Verkauf bringt 1,1 Milliarden Dollar in die Kassen der Taiwaner. Die Marke HTC soll jedoch auch weiterhin bestehen. Nicht betroffen von der Übernahme Googles ist die Sparte "Virtuelle Realität". Dadurch bleibt das VIVE-Geschäft der Hand von HTC selbst. Dazu soll weiter in das Produktportfolio des IoT-Bereichs (Internet of Things), des Augmented-Reality-Bereichs und der künstlichen Intelligenz investiert werden. Auch die Gerüchte um ein HTC U12 zeigen, dass es mit der Marke HTC noch nicht zu Ende ist.

Nach wenig erfolgreichen Modellen wie dem HTC 10 oder dem U Ultra konnte man mit dem HTC U11 wieder ein konkurrenzfähiges Spitzenmodell mit zwei ordentlichen Modellbrüdern auf den Weg bringen. Besonders die Edge-Sense-Technologie und die Kamera wurden von Kritikern gelobt. Der druckempfindliche Rand der U11-Familie lässt sich mit unterschiedlichen Funktionen belegen und bietet so neue Möglichkeiten der Smartphone-Steuerung an.



Quelle: HTC | Bildquelle kleines Bild: HTC | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: HTC, Google, Unternehmen und Märkte, Virtual Reality / VR

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