Test Große Mittelklasse Sony Xperia XA2 Ultra im Test: Bigger is better

vom 11.05.2018, 11:31
Sony Xperia XA2 Ultra
Bildquelle: Michael Büttner / inside handy

Auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas 2018 (CES) wurde neben dem Sony Xperia XA2 auch die größere "Ultra"-Variante vorgestellt. Sie ist minimal besser ausgestattet, zeichnet sich jedoch vor allem durch ihr riesiges 6-Zoll-Display und ein entsprechend großes Gehäuse aus. Die Redaktion von inside handy hat sich nicht nur das Äußere, sondern vor allem die Leistung des großen Mittelklasse-Modells im Test genau angesehen.

Die CES 2018 hielt für Smartphone-Fans keine großen Highlights bereit. Doch das war das Glück für Sony, einen der wenigen Hersteller, die zumindest ein paar neue Geräte zeigten: Das Xperia XA2 und das XA2 Ultra avancierten so zu kleinen Stars der CES. Dabei handelt es sich bei beiden nicht um Spitzenmodelle oder Flaggschiffe, sondern um waschechte Mittelklasse-Modelle. 

Sony Xperia XA2 Ultra – Technische Daten

Bei den technischen Gegebenheiten und der Ausstattung hat das Ultra-Modell ein bisschen mehr zu bieten als das normale Xperia XA2. Der gleiche Prozessor - Qualcomm Snapdragon 630 - wird hier mit mehr Arbeitsspeicher gepaart und steuert ein weit größeres Display. Das misst beim Xperia XA2 Ultra satte 6 Zoll, baut jedoch auf die gleiche Auflösung von 1.080 x 1.920 Pixeln. Das sorgt für eine geringere Pixeldichte, die jedoch immer noch bei knapp 370 ppi liegt und sich damit voll im grünen Bereich befindet. Der dritte große unterschied liegt in der Kamera-Ausstattung, bei der das Ultra mit einer Doppelkamera aufwartet. Sie liegt jedoch nicht im Heck, sondern auf der Front. Dabei wird das Modul mit 16-Megapixel-Auflösung auf der Front mit einem OIS stabilisiert. Die Hauptkamera bleibt somit zwischen den beiden Modellbrüdern unberührt.

Sony Xperia XA2 Ultra im Vergleich

 Sony Xperia XA2
Sony Xperia XA 2 Ultra
 
Sony Xperia XA2
Sony Xperia XA2 Ultra
Display 5,2 Zoll, 1.080 × 1.920 Pixel 6,0 Zoll, 1.080 × 1.920 Pixel
Betriebssystem-Version Android 8.0 Oreo
Prozessor Qualcomm Snapdragon 630
Octa-Core / 8x2,2 GHz
RAM 3 GB 4 GB
interner Speicher 32 GB
MicroSD ja, bis 256 GB
Kamera vorne/hinten 8 MP / 23 MP 16 + 8 MP (Dual Kamera) / 23 MP
Fingerabdruckscanner ja
Akku 3.300 mAh 3.580 mAh
USB-Port 3.1 Typ-C
IP-Zertifizierung k.A.
Abmessungen (mm) 142 x 70 x 9,7 mm 163 x 80 x 9,5 mm
Farben Silber, Schwarz, Blau, Pink Silber, Blau, Schwarz, Gold
Einführungspreis 349 EUR 449 EUR
Aktueller Marktpreis 349 EUR 449 EUR

Design und Verarbeitung

Die beiden Xperia-XA2-Modelle gehörten schon bei der Vorstellung zu einer aussterbenden Design-Klasse. Sony hat die Xperia-X-Familie neu gezeichnet und das Xperia XA2 Ultra gehört zu den beiden letzten Smartphones der alten Art. Damit kommen designerisch die gleichen Kritiken auf, wie sie schon bei den Modellen des vergangenen Jahres aufgekommen sind: Dicke Rahmen um das Display herum, ein schon lange verbrauchtes Aussehen und ein äußerlicher Einheitsbrei im Sony-Portfolio sind die Hauptargumente gegen das Xperia XA2 Ultra. Die abgeflachten Rahmen an den kurzen Seiten wirken mit ihren abgeschliffenen Kanten technoid und sehr maskulin. Die Rahmen der Längsseiten sind dagegen abgerundet und nehmen dem Ganzen etwas die Wucht. Trotzdem ist das Design, das Sony über Modellgenerationen hinweg durchgezogen hat, mit dem Xperia XA2 Ultra am Ende und es wird wenige geben, die ihm nachtrauern werden.

Sony Xperia XA2 Ultra im Hands-On

Das Xperia XA2 Ultra ist mit seiner enormen Größe ein ganz anderes Smartphone als das Xperia XA2, auch wenn die Technik im Inneren ganz ähnlich ist. Nimmt man das Xperia XA2 Ultra in die Hand wird schnell klar, dass das große Mittelklassemodell nichts für Menschen mit geringer Handschuhgröße ist. Lassen sich die an der rechten Seite angebrachten mechanischen Buttons noch halbwegs komfortabel erreichen, wird es bei der Bedienung des Displays schon schwieriger. Um mit dem Daumen an den oberen Rand zu kommen, bedarf es entweder Pranken oder eines flexiblen Handgelenkes. Wer mit beiden nicht gesegnet ist, muss umgreifen oder die zweite Hand zu Hilfe nehmen.

Die Größe des Displays hat nicht nur Auswirkungen auf die Bedienung, sondern auch auf das Design der Front. Hier befindet sich das Xperia XA2 Ultra irgendwo zwischen 2015 und 2016. Die breiten Ränder rund um das Panel herum machen das Smartphone erst zu dem Klotz, der er ist. Vergleicht man das Xperia XA2 Utra mit dem um 0,3 Zoll größerem Samsung Galaxy Note 8 zeigt sich der wahre Unterschied zwischen einem Spitzenmodell und einem solchen der Mittelklasse. Das Note 8 ist trotz größerem Display dünner, nur etwa gleich lang und um einiges schmaler als das Xperia XA2 Ultra.

Sony XA2 Ultra
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Bei der Haptik geht das Xperia XA2 Ultra Hand in Hand mit dem kleinen Modell und beide nehmen sich hier nichts. Auch bei der Biegefestigkeit bereitet das große Modell trotz 6 Zoll und entsprechenden Hebeln keine Sorgen. Auf einen Aufenthalt in der Gesäßtasche inklusive Hinsetzen sollte dennoch verzichtet werden.

Dem abgeschmackten Design und den dadurch auftretenden haptischen Einschränkungen gebührt ein kräftiger Abzug in der Wertung. Die gute Verarbeitung holt die Kohlen nur zum Teil aus dem Feuer.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Display

Das Panel des Sony Xperia XA2 Ultra setzt aus einer Diagonale von 6 Zoll, Full-HD-Auflösung und einem Format von 16:9 zusammen. Das LTPS-Display verfügt damit über eine Pixeldichte von knapp 370 ppi. Damit befindet man sich unterhalb dessen, was gerade in der Mittelklasse angesagt ist. Dort wird mittlerweile fast überall auf 400 ppi und höher gesetzt. Das Format 16:9 war lange Zeit Standard auf dem Smartphone-Markt und wird derzeit von langgezogeneren Formaten abgelöst. Hier reitet das Xperia XA2 Ultra nicht auf der Trend-Welle mit, sondern gibt sich traditionell.



Bildquelle kleines Bild: Michael Büttner / inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Testcenter, Handys unter 400 Euro, Phablets, Smartphones, Sony, Technik

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