Sony: Der Chef geht auf dem Höhepunkt seines Erfolgs

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Sony Xperia M5
Bildquelle: inside-handy.de
Paukenschlag beim Elektronik-Konzern Sony: Wie am Freitag bekanntgegeben wurde, wird Konzernchef Kazuo Kirai seinen Posten räumen und Platz machen für Kenichiro Yishida, den bisherigen Finanzchef. Der Abgang kommt überraschend, denn Kirai war es gelungen, Sony aus einer schweren Krise zu einem Rekordgewinn zu führen. Trotzdem nun der Chefwechsel - weil es ein idealer Zeitpunkt sei, wie Kirai selbst sagt.

Kazuo Kirai war seit April 2012 als Chef für den Sony-Gesamtkonzern verantwortlich und wird ab dem 1. April als Verwaltungsratschef von Sony agieren. Der Postenwechsel geschehe auf persönlichen Wunsch Kirais und man habe diesem nach reichlicher Überlegung zugestimmt, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Zu seinem Nachfolger sagt Kirai: „Herr Yoshida kombiniert eine zutiefst strategische Denkweise mit einer unerbitterlichen Entschlossenheit, definierte Ziele zu erreichen.“ Er sei die ideale Person, um das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Schon in den vergangenen Jahren sei Yoshida ein wertvoller Vertrauter und Geschäftspartner gewesen.

Der künftige Sony-Chef sagte laut Mitteilung: „Zusammen mit den herausragenden Talenten in der gesamten Sony-Gruppe werde ich darauf abzielen, auf den von Hirai aufgestellten Geschäftsgrundlagen aufzubauen und weitere Reformmaßnahmen durchzuführen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit als globales Unternehmen stärken und es uns ermöglichen, langfristiges Gewinnwachstum zu erzielen.“

Sony mit Milliarden-Gewinn

Parallel zur Entscheidung, den Chefposten neu zu besetzen, legte Sony in der Nacht zum Freitag auch neue Geschäftszahlen vor. Und die dokumentieren noch einmal eindrucksvoll, wie stark das Unternehmen inzwischen nach der Sanierung durch Kirai am Markt agieren kann. Umgerechnet setzte Sony zwischen Oktober und Dezember 19,5 Milliarden Euro um – 11,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn lag bei 2,1 Milliarden Euro und damit um das 15-fache über dem Quartalsergebnis des Vorjahres.

Die Zahl der verkauften Smartphones war im Jahresvergleich allerdings rückläufig. Konnte Sony im Weihnachtsquartal 2016 noch 5,1 Millionen Handys verkaufen, waren es vergangenes Jahr noch 4 Millionen Geräte. Insgesamt konnte Sony im Jahr 2017 rund 13,7 Millionen Smartphones verkaufen. In 2016 lag der Smartphone-Absatz noch bei 15,1 Millionen Einheiten. Mehr Geld als mit eigenen Smartphones verdient Sony inzwischen als Komponenten-Zulieferer (Kamera-Sensoren, Akkus etc.) für andere Hersteller.

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