Vodafone verliert viele Mobilfunk- und TV-Kunden

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Vodafone Secure Call
Bildquelle: Vodafone
Neue Quartalszahlen aus dem Hause Vodafone: Am Donnerstag präsentierte der Mobilfunk-Netzbetreiber einen Blick auf das, was im vierten Quartal des vergangenen Jahres und somit im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 erreicht werden konnte. Mit Blick auf das Deutschland-Geschäft wird deutlich: Das Wachstum kommt nicht mehr primär aus dem Mobilfunk-Segment. Die Endkunden-Entwicklung überrascht mit einem stark negativen Trend.

Zwischen Oktober und Dezember verlor Vodafone in Deutschland satte 245.000 Mobilfunk-Kunden. Die Zahl der von Endkunden genutzten SIM-Karten reduzierte sich somit auf rund 30,43 Millionen. Damit legte Vodafone mit Blick auf die Kundenentwicklung das schwächste Ergebnis seit dem zweiten Quartal 2015 auf das Parkett. Berechnet man aber auch Karten mit ein, die zum Beispiel im IoT-Netz von Vodafone laufen oder von virtuellen Netzbetreibern wie 1&1 genutzt werden, legte die Zahl der aktiven SIM-Karten um 300.000 auf nunmehr rund 46 Millionen zu.

Besser lief es im Festnetz-Segment, wo Vodafone von einer guten Performance des zugekauften Kabelnetz-Geschäfts von Kabel Deutschland profitieren konnte. In diesem Segment verbesserte sich die Kundenzahl um 89.000 auf rund 6.54 Millionen. Davon entfallen 3,54 Millionen auf Kabel-Internet-Anschlüsse (+62.000 in Q4) und rund 3 Millionen (+27.000) auf klassische (V)DSL-Zugänge. Zwei von drei Kabel-Neukunden entscheiden sich nach Angaben des Netzbetreibers bereits für Anschlüsse mit Download-Raten zwischen 200 und 500 Megabit pro Sekunde. Die Zahl der TV-Kunden ging im Weihnachtsquartal von 7,71 auf knapp 7,70 Millionen zurück.

Vodafone Deutschland kann das operative Ergebnis steigern

Rein finanziell konnte Vodafone den Umsatz mit Blick auf das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2017/2018 stabil halten. Er resultierte nahezu unverändert bei 5,28 Milliarden Euro. Davon steuerte das Mobilfunk-Geschäft 3,05 Milliarden Euro bei (1. Halbjahr 2016/2017: 3,06 Milliarden Euro), das Festnetz-Segment 2,02 Milliarden Euro (1,95 Milliarden Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von 1,79 auf 1,93 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis von 298 Millionen auf 500 Millionen Euro.

Heruntergerechnet auf das Weihnachtsquartal verbesserte sich der Umsatz im Mobilfunk-Segment um 1,8 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, im Festnetz-Segment ging es sogar um 3,5 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro bergauf. Entsprechend zufrieden ist Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter: „Im Mobilfunk legen wir das nach Umsatz wachstumsstärkste Quartal der letzten fünf Jahre vor“, so der CEO. 

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