Samsung schließt 2017 mit sattem Gewinn ab - Mobil-Sparte verwirrt

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Das Samsung Galaxy A3 (2017)
Bildquelle: Michael Stupp / inside-handy.de
Der Mischkonzern Samsung aus Südkorea hat wie es der Turnus gebietet, seine Zahlen für das vierte Quartal (Q4) 2017 vorgelegt und somit unter das zurückliegende Jahr einen Strich gemacht. Was darunter steht und welche Abteilung - Mobilfunk, Display oder auch Chips - welchen Beitrag leistet, zeigt die Redaktion im folgenden Artikel.

Zunächst das Grobe: Samsung hat im vierten Quartal 2017 einen Umsatz von 65,98 Billionen Kroeanischen Won (KRW) erzielt. Umgerechnet sind das minimal weniger als 50 Milliarden Euro. Davon fallen etwas mehr als 11 Milliarden Euro auf den Profit ab.

Für das Gesamtjahr 2017 bedeutet das einen Umsatz für Samsung Electronics in Höhe von 180 Milliarden Euro – bei einem Gewinn von 40 Milliarden Euro. Bei den Zahlen handelt es sich um nachvollziehbare Konzernangaben. Es scheint fast überflüssig zu erwähnen, dass Samsung sowohl beim Vergleich Jahr-zu-Jahr (YoY) als auch Quartal-zu-Quartal (QoQ) jeweils einen Anstieg verzeichnen kann. 

Galaxy-Smartphones spielen untergeordnete Rolle

Das sehr positive Finanzergebnis – sowohl im Quartal als auch im Jahr – ist vor allem auf die starken Firmenabteilungen der Chip- und Display-Hersteller zurückzuführen. Die Mobilfunksparte, in die unter anderem die Verkäufe der Galaxy-Smartphones einfließen, steuert mit 1,8 Milliarden Euro Gewinn vergleichsweise wenig zum Quartalsergebnis beigetragen. Gewürdigt werden hier unter anderem die Flaggschiff-Verkäufe, namentlich erwähnt wird das Galaxy Note 8. Der Bezug ist jedoch nicht ganz klar. Samsung spricht insgesamt davon, dass die Erlöse aus Smartphone-Verkäufen zurückgegangen seien. Das Note 8 habe sich jedoch sehr gut verkauft. Wenn sich dieses „sehr gut“ auf den Vergleich zum Vorgänger-Modell Galaxy Note 7 bezieht, kann dies ob dessen Geschichte als Schönrederei entlarvt werden.

Grund für die zurückgehenden Verkäufe seien Optimierungen in den Unterklasse-Serien. Welche Optimierungen Samsung genau meint, ist allerdings nicht ersichtlich. Auch 2017 erschienen die Geräte der J-Serie gemäß den Vorgaben der Vorjahre. In der A-Klasse hat Samsung eher zu diesem Jahr etwas geändert. Von Galaxy A5 (2018) und A3 (2018) ist auch an der Schwelle zum Februar noch nichts zu sehen. Galaxy A8 und A8+ sind laut Samsung Deutschland derzeit nicht für den hiesigen Markt vorgesehen. Die Betonung liegt dabei auf „derzeit“.

Der Ausblick für die Mobil-Sparte offenbart, dass Samsung aus saisonalen Gründen von einem eher schwachen Anfangs-Quartal 2018 ausgeht. Nichtsdestotrotz sollen die neuen Mittelklasse-Geräte Galaxy A8 und A8+ für zufriedenstellende Zahlen sorgen. Dazu verpasst Samsung nicht die Gelegenheit, dezent auf den Start des nächsten Galaxy-Flaggschiffs, dem Galaxy S9, hinzuweisen. Insgesamt wird wiederum ein satter Gewinn – sowohl von Quartal zu Quartal als auch von Jahr zu Jahr erwartet.

Aktiensplit und Dividende: Anleger dürfen sich freuen

Ungeachtet der Verwirrungen, die der Mobilfunk-Bereich noch bereithält, interessiert Aktieninhaber von Samsung wohl eher das große Ganze. Für Teilhaber gibt es gute Nachrichten. Samsung verkündete in einem Atemzug, dass es einen Stock-Split geben werde. Dabei werden bereits existierende Anteile in eine größere Anzahl von Anteilen umgewandelt. Bei Samsung geschieht dies im Verhältnis 50:1. Grund zur Freude bei den Anlegern gibt es auch bei der Dividende, die bereits im Oktober 2017 angekündigt wurde und die umgerechnet ein Volumen von 361 Millionen Euro umfasst. Je Einzelaktie werden rund 16 Euro (21.500 KRW) ausgeschüttet.

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