Oppo will zurück nach Europa

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Oppo Mirror 5s
Bildquelle: Mobipicker
Mit Smartphone-Herstellern aus China ist das so eine Sache: Die einen sind mit Blick auf den europäischen Markt gekommen, um zu bleiben (zum Beispiel Huawei), andere stehen kurz davor zu starten (zum Beispiel Xiaomi), wieder andere sind hierzulande kurz nach dem Start schon wieder in der Versenkung verschwunden (Coolpad). In welche Kategorie man zukünftig Oppo stecken wird, bleibt abzuwarten. Spekulationen über einen (neuen) Europa-Start gibt es aber reichlich.

Schon vor einigen Jahren war Oppo in Europa mit eigenen Smartphones am Start. Wirklich wahrgenommen hat den Hersteller aber zumindest in Deutschland niemand. Inzwischen ist der chinesische Konzern weiter gewachsen und hinter Samsung, Apple und Huawei zum viertgrößten Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen. Laut der Marktforscher von Gartner hat Oppo im dritten Quartal vergangenen Jahres knapp 30 Millionen Smartphones verkaufen können. Die meisten davon in Asien, wo Oppo-Schriftzüge bei Spaziergängen durch die Straßen vielerorts an Ladenlokalen zu finden sind.

Oppo-Chef Tony Chen reicht die Bekanntheit im asiatischen Raum aber offenbar nicht aus. Im Zuge eines Qualcomm-Summits in China kündigte der Manager an, nicht nur den japanischen, sondern auch den europäischen Markt angreifen zu wollen. Laut Gizmochina sagte Chen, dass die Unterschiede zwischen dem chinesischen und dem europäischen Markt keinesfalls unüberwindbar groß seien. Genauere Details dazu, wie er den Wiedereinstieg auf den europäischen Markt angehen wolle, blieb Chen allerdings schuldig. Konkurrent Xiaomi hatte kürzlich einen Start in Spanien gefeiert und denkt auch über eine Vertriebs-Offensive in anderen europäischen Ländern nach.

Oppo könnte OnePlus-Nähe zu mehr Marktmacht verhelfen

Spannend ist zudem, dass Oppo Teil von BBK Electronics ist. Dieser Firmenname fällt in Deutschland zwar nicht oft, gehört aber zu einem mächtigen Imperium, das unter sich auch andere Smartphone-Marken wie Vivo oder OnePlus vereint hat. Möglich ist, dass Oppo vorhandene Vertriebsstrukturen seiner Schwester-Marken nutzen wird, um den eigenen Marktanteil über den Start in anderen Ländern weiter zu steigern.

Abzuwarten bleibt, wie sich Oppo im Laufe der kommenden Monate präsentieren wird. Die globale Firmenhomepage wird schon seit Monaten nicht mehr mit neuen Nachrichten bespielt, gleiches gilt für die globalen Social-Media-Profile, wo nur sporadisch mal allgemeine Postings abgesetzt werden. Ob der chinesische Hersteller auf dem nahenden Mobile World Congress (MWC) in Barcelona mit einem eigenen Stand vertreten sein wird, ist aktuell noch unklar. Ein Fernbleiben wäre aber eine recht große Überraschung. Denn auch in den Vorjahren war Oppo auf dem weltgrößten Branchentreffen mit von der Partie.

Nebenbei bemerkt: Dass es bei Oppo manchmal schneller gehen kann, als man glaubt, zeigt ein Blick nach Japan. Nur wenige Tage nach der Ankündigung, genau dort neu durchstarten zu wollen, wurde der offizielle Marktstart verkündet. Mit dem Oppo R11s bietet der Hersteller jetzt eines seiner Top-Smartphones auch ganz offiziell in Japan an. 

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