Test Nokia 7 Plus im Test Mittelklasse-Flaggschiff mit eingebautem Turbo und Oberklasse-Chic

vom 22.04.2018, 09:17
Nokia 7 Plus Test Geprüft
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy

"Das Flaggschiff für alle": So nennt HMD Global sein gehobenes Mittelklasse-Smartphone, das Nokia 7 Plus. Mit einem 6-Zoll-Display im 18:9-Format, einer Dual-Kamera sowie dem Snapdragon 660 will das Modell Nutzer von sich überzeugen. Der Preispunkt des Handys beläuft sich auf knapp 400 Euro. Warum das Nokia 7 Plus sein Geld wert ist und ein ernst zu nehmender Konkurrent für die aktuelle Mittelklasse darstellt, klärt der Test von inside handy.

Lucky Number Seven: Mit dem Nokia 7 Plus bringt Hersteller HMD Global erstmals ein Modell aus der 7er-Reihe nach Deutschland. Der kleine Bruder des großen Mittelklasse-Handys, das Nokia 7, wurde Mitte Oktober 2017 in China vorgestellt. Es hat jedoch nie seinen Weg in den Westen angetreten. Das Plus-Gerät ist nun aber hierzulande erschienen. Im Vergleich zum kleinen Modell bietet es auch an einigen Stellen aufgebesserte Hardware. So verfügt es nun über ein modernes 18:9-Display, der Prozessor wurde von einem Snapdragon 630 auf einen Snapdragon 660 aufgestockt und anstatt eines Moduls kommt auf der Rückseite eine Dual-Kamera zum Einsatz.

Die technischen Daten des Nokia 7 Plus:

  • Display: 6 Zoll, IPS, Full-HD+ (1.080 x 2.160 Pixeln), 402 ppi
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 660, bis zu 2,2 GHz
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Interner Speicher: 64 GB, erweiterbar um bis zu 256 GB
  • Akku: 3.800 mAh
  • Kameras: 12 + 13 Megapixel (hinten) mit f/1.75- und f/2.6-Blende / 16 Megapixel (vorne) mit f/2.0-Blende
  • Betriebssystem: Android 8.1 Oreo
  • USB-Typ-2.0-Anschluss
  • Bluetooth 5.0
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Preis: 399 Euro

Nokia 7 – Unboxing

Geliefert wird das Nokia 7 Plus – wie alle modernen Geräte der finnischen Marke – in einem rechteckigen Karton, der an die Verpackungen alter Lumia-Modelle erinnert. Das Design ist praktisch, jedoch wirkt in Zeiten von gelebtem Minimalismus etwas altbacken. Der Eindruck wird beim Blick auf die Rückseite bestätigt. Dort ist das Nokia 7 Plus von fast allen Seiten zu sehen. Darüber hinaus werden die wichtigsten technischen Daten aufgelistet.

Unter dem Schubkarton versteckt sich das in eine Folie eingehüllte Nokia 7 Plus eingebettet in eine Pappschale. Darunter sind Schnellstart-Anleitung und Sicherheits-Informationen zu finden sowie das Werkzeug zum Öffnen des SIM-Karten-Slots. In einem weiteren Pappkarton befinden sich das Ladekabel und der passende Strom-Stecker. Auch das mitgelieferte In-Ear-Headset sowie weitere Aufsätze dafür sind dort drin. Als Zusatz legt der Hersteller noch eine durchsichtige Schutzhülle bei, die jedoch maximal als nett gemeinte, aber schlecht verarbeitete Dreingabe gelten darf.

Nokia 7 Plus - Unboxing

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    Unboxing Bilder des Nokia 7 Plus.
    Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
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    Unboxing Bilder des Nokia 7 Plus.
    Bildquelle: David Gillengerten / inside handy

Das steckt im Karton:

  • Nokia 7 Plus
  • USB-Kabel 2.0 Typ-C
  • Netzadapter
  • In-Ear-Kopfhörer inklusive Anpassungen
  • Schnellstart-Anleitung
  • Garantiekarte
  • SIM-Karten-Werkzeug
  • Schutzhülle

Design und Verarbeitung

Das Nokia 7 Plus ist der Design-Tipp der aktuellen Handy-Generation von HMD Global: Das Gehäuse wird laut des Herstellers aus einem vollen Block gefräst und mit Keramikfarbe veredelt. In der Farbvariante Schwarz/Kupfer, das der Redaktion vorlag, wirkt das Nokia 7 Plus dank des kontrastreichen Aussehens elegant und sehr hochwertig. Der Eindruck wird vom leicht abgerundeten Rücken und dem 2,5D-Glas auf der Front unterstützt. Dazu sind die Display-Ecken ebenfalls abgerundet und bringen so das Äußere des neuen Mittelklässlers auf 2018er-Niveau.

Auf der Rückseite befindet sich neben dem Fingerabdruck-Sensor auch das Kameramodul mit seinen beiden Objektiven: Es ragt ein wenig aus dem Rücken heraus, was für eine leichte Unebenheit in der Horizontalen sorgt. Im Vergleich zu anderen Modulen aktueller Handys, wie zum Beispiel beim Huawei P20 Pro, ist das jedoch ein minimaler Kritikpunkt. Die Kanten an der Kameraeinfassung wurden, wie der Rahmen und alle anderen abgefrästen Stellen, mit sechs Schichten Keramikfarbe behandelt. Auch der Nokia-Schriftzug und der Ring des Fingerabdruck-Sensors "erstrahlen" in Kupfer. Die glänzenden Highlights kontrastieren die sonst eher matten Oberflächen stilvoll.

Nokia 7 Plus - Hands On

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    Das Nokia 7 Plus im Hands-On
    Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
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    Schmuckes Design: Das Nokia 7 Plus wirkt dank seiner Kombination aus mattem Schwarz und Kupfer edel
    Bildquelle: David Gillengerten / inside handy

Die Haptik des Nokia 7 Plus ist beeindruckend und spiegelt den äußeren Eindruck wieder. Mit einem ausgewogenen Gewicht und den handschmeichelnden Oberflächen fühlt man sich direkt in die Flaggschiff-Liga versetzt. Nokias Motto des "Flaggschiffs für alle" geht hier also auf. Für ein 6-Zoll-Handy kann das Plus-Modell durchaus mit einer kompakten Bauweise und einem schlanken Display punkten. Jedoch gehört es trotz leichter Rundungen auf der Rückseite eher zum Smartphone-Typ "Flunder" und liegt etwas sperrig in der Hand. Die mechanischen Tasten und der Fingerabdrucksensor lassen sich nur halbwegs bequem erreichen. Große Hände sind da hilfreich bei der Bedienung des neuen Mittelklasse-Flaggschiffs.

Bei der Verarbeitung gibt es wenig Kritik an HMD Global. Die Kanten und Ecken sind sauber entgratet und Spaltmaße praktisch nicht vorhanden. Auch bei der Stabilität ist das Nokia 7 Plus über jeden Zweifel erhaben. Hier werden sich die Bend-Tester die Finger brechen, bevor das große Mittelklasse-Smartphone nachgibt oder verbiegt. Einzig der 3,5-Millimeter-Eingang – ja, es gibt einen – auf der Kopfseite ist einen Tick zu scharf geraten. Darüber hinaus fehlt es dem Nokia 7 Plus an einer IP-Zertifizierung. Das ist, besonders für ein Mittelklasse-Handy, jedoch Kritik auf hohem Niveau.



Bildquelle kleines Bild: Nokia | Autor: David Gillengerten
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Themen dieser News: Nokia, Handys unter 400 Euro, Smartphones, Technik, Testcenter

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