Google schließt mit Chrome 64 satte 53 Sicherheitslücken

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Logo für den Google Chrome Browser
Bildquelle: Google
Nachdem kürzlich bereits eine neue Version von Googles Webbrowser Chrome für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android zum Download freigegeben wurde, folgt nun das erwartete Update für Notebooks und Desktop-PCs. Und das hat es in sich. Denn mit Chrome 64.0.3282.119 werden nicht weniger als 53 Sicherheitslücken aus der Welt geschafft. Und der Komfort beim Surfen wird gleich mit erhöht.

Allein die Zahl der beseitigten Schwachstellen macht deutlich: Das von Google bereitgestellte Update sollte von allen Chrome-Nutzern schnellstmöglich installiert werden. Im Laufe der kommenden Tage wird die Software-Aktualisierung auf allen Windows-, MacOS- und Linux-Rechnern automatisch zur Verfügung gestellt. Ein manuelles Update ist für Chrome-Nutzer rechts oben im Browser-Fenster mit einem Klick auf die drei untereinander angeordneten Punkte über das sich dann öffnende Menü (Hilfe > über Google Chrome) möglich. Nachdem das Update heruntergeladen wurde, ist ein Neustart des Browsers notwendig, um den Browser-Patch wirksam werden zu lassen.

Dass Google überhaupt so viele Sicherheitslücken schließen konnte, hat auch damit zu tun, dass Entwickler die Möglichkeit haben, Schwachstellen im Vertrauen an Google zu melden, um anschließend eine Prämie vom US-Konzern zu kassieren. Im aktuellen Fall sind das bis zu 4.000 US-Dollar. In der Vergangenheit lagen die Prämien auch schon deutlich höher. 

Google Chrome 64 – Das ist neu

Wer Chrome 64 auf seinem Smartphone nutzt, wird eine Änderung lieben: Das unerwünschte, automatische Öffnen von Werbefenstern beim mobilen Surfen gehört fortan der Vergangenheit an. Auf diversen Internetseiten kam es zuletzt zu der Unsitte, dass sich aus dem Nichts Popup-Banner oder sogar ganz neue Browser-Tabs mit Werbung öffneten und anschließend mühsam geschlossen werden muss, um den eigentlich gewünschten Inhalt lesen zu können. Das hat nun ein Ende. In der iOS-Variante wurde Chrome darüber hinaus für die Darstellung auf dem iPhone X optimiert.

Wichtig ist ein Update auf Chrome 64 aber auch vor dem Hintergrund, dass die gefährlichen Sicherheitslücken Spectre und Meltdown adressiert werden. Google sorgt mit dem Update zwar nicht dafür, dass keinerlei Risiko mehr beim Surfen im Internet besteht. Angreifern wird es aber zumindest nach Angaben des Konzerns erschwert, die bekannten Schwachstellen auszunutzen. Dafür hat Google die Java-Script-Engine in seinem Browser stärker abgesichert.

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