Telekom meldet sturmbedingte Ausfälle im Fest- und Mobilfunknetz

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Ein Kupferkabel der Deutschen Telekom wird repariert.
Bildquelle: Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom hat vor möglichen Einschränkungen bei Telefon- und Internet-Diensten gewarnt. Aufgrund des Sturmtiefs "Friederike" und den damit verbundenen Schäden an der Netzinfrastruktur sei vielerorts im Fest- und Mobilfunknetz mit Einschränkungen zu rechnen. Für die notwendigen Entstörungen muss zum Teil ein hoher Aufwand betrieben werden.

Mehr als 680 der von der Telekom betriebenen Schaltverteiler und über 214 der Telekom-Mobilfunkbasisstationen sind derzeit nicht mehr an das Telekom-Netz angeschlossen und damit auch von Kunden nicht mehr nutzbar, teilte der Provider am Donnerstag mit. In den meisten Fällen seien Stromausfälle die Ursache. Besonders betroffen seien Kunden in Nordrhein-Westfalen, im südlichen Niedersachsen sowie in Nord- und Mittelhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Südbrandenburg.

Auch andere Netzbetreiber sind von Störungen betroffen

Keine genaueren Angaben zu möglichen Störungen gibt es derzeit von Telefónica Deutschland und Vodafone. Vereinzelte Tweets in den ServiceBereichen von Vodafone und O2 bei Twitter und Facebook lassen aber darauf schließen, dass die lokalen Stromausfälle auch bei den beiden Telekom-Wettbewerbern zu Problemen führen. Beim Fach-Portal allestörungen.de sind unterdessen aber keine nennenswerten Ausschläge zu verzeichnen, die auf großflächige Störungen in den deutschen Fest- und Mobilfunknetzen hindeuten.

Wenn es einmal zu Extremsituationen bei der Wetterlage kommt – dazu zählt neben Stürmen und Orkanen zum Beispiel auch Hochwasser oder erhöhte Grundwasserstände sowie ständig nachlaufendes Wasser – sind vor allem die technischen Einrichtungen und Leitungen im Boden eine potenzielle Schwachstelle in der Netz-Infrastruktur, weiß die Deutsche Telekom weiter zu berichten. Denn wenn Wasser in die Kabel eindringt, komme es zu Störungen auf der Leitung oder zu einem kompletten Ausfall von Telefon und Internet. Bei Sturm- und Orkanböen sei es zudem möglich, dass Holzmasten umknicken oder umgekippte Bäume oder abgebrochene Äste oberirdische Leitungen zerfetzen. Dann müsse auch mal mit längeren Ausfallzeiten von Internet und Telefon gerechnet werden.

So reagiert die Telekom auf Störungen bei extremen Wetter-Situationen

Wann immer es zu einer kritischen Situation komme, trete ein sogenanntes Coordination Board zusammen. Das sei bei der Telekom innerhalb von 15 Minuten möglich. Diese Task Force erstelle dann nicht nur eine genaue Übersicht der aktuellen Lage, sondern ergreife auch Sofortmaßnahmen. Dabei sei es besonders wichtig die Technik- und Service-Einheiten zu koordinieren, um folgend im Schichtbetrieb die auftretenden Störungen zu beseitigen. Besonders komplex werde es, wenn der zu behebende Schaden an einem Kabel auftrete, das im Boden vergraben ist. Dann müsse zunächst der genaue Fehlerort durch spezielle Messungen lokalisiert werden, um anschließend mit den notwendigen Tiefbaumaßnahmen zu beginnen – sofern das die Bodenverhältnisse vor Ort überhaupt zulassen.

Ist das defekte Kabel einmal freigelegt, wird nach abermaligen Messungen das beschädigte Stück entfernt, um durch ein neues Kabel ersetzt zu werden. Die Folge sind aufwändige Spleißarbeiten an den beiden Enden des neuen Kabels. Hier müssen in Handarbeit mehrere hundert Kupferadern miteinander verknüpft werden – und das kann dauern. 

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