Ok Google, wofür nutzen Smartphone-Nutzer die KI-Fähigkeiten ihrer Geräte?

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Google Assistant Sprachassistent
Bildquelle: Google
Die mobilen Begleiter sind aus der Welt kaum mehr wegzudenken. Die Software, die in den Smartphones steckt, wird immer empfindlicher und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten. Künstliche Intelligenz heißt das Zauberwort, mit dem die verschiedensten Anbieter um Kunden buhlen. Dabei bleibt die Frage, wie die Fähigkeiten von den Nutzern überhaupt genutzt werden.

Das Daten-Institut Statista und das Unternehmen Deloitte sind dieser Frage nachgegangen und haben Studien zum Nutzerverhalten mit KI-Funktionen im Smartphone erstellt. Die Umfrage wurde in 16 Ländern durchgeführt, die zu den Industrienationen gehören; insgesamt wurden 24.563 Smartphone-Besitzer befragt.

Die KI-Dienst-Nutzung ist von Argwohn geprägt

Tatsächlich überwiegt bei der Einsicht der Ergebnisse die Schlussfolgerung, dass immer noch viele Nutzer argwöhnisch hinsichtlich der KI-Fähigkeiten ihrer Dailydriver sind. So wurde die Funktion der „Textvorschläge“ lediglich von 50 Prozent der Befragten als bekannt eingestuft. Nur 35 Prozent gaben an, diese Funktion auch zu nutzen. Und damit liegen die Textvorschläge sogar an der Spitze des von Deloitte erstellten Rankings.

Weitere bekanntere Features sind Routenvorschläge, über die 39 Prozent der Befragten schon einmal gestolpert sind, 24 Prozent davon nutzen diese Funktion. Eine große Kluft, die den Argwohn zu bestätigen scheint, ist die zwischen Bekanntheit und Nutzung von Sprachassistenten wie zum Beispiel dem Google Assistant: Hier gaben 37 Prozent der Teilnehmer an, dass Dienste dieser Art bekannt seien, allerdings nähmen nur 12 Prozent die Sprach-Unterstützung in Anspruch.

Infografik von Statista.com

Offenbar genießen Alexa, Siri und die Google-Stimme nicht den allerbesten Ruf. Viel mehr scheint die Menschen allerdings die Daten-Sammel-Wut im Hintergrund zu stören. Ist das Mitschneiden von stillen Nutzungs- oder Standort-Daten oft noch geduldet, wird es beim ungefragten Aufnehmen und Auswerten des gesprochenen Wortes schwieriger. Die Dienste genießen das zweifelhafte Image, diese Praktiken anzuwenden. Die Transparenz, die unter anderem Google hier an den Tag legt, lässt zu wünschen übrig, da die Apps hinter den Diensten entweder den vollen Zugriff auf das Mikrofon haben können oder eben gar keinen. Bei Ersterem erfolgt keine Kontrolle mehr durch den Nutzer, bei Zweiterem ist der Dienst nicht funktionstüchtig.

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