Apple-Konkurrenten Wie Huawei und Co. die Face ID kopieren - und warum sie scheitern

vom 11.01.2018, 10:56
Apple iPhone X
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Es dürfte mittlerweile zu Genüge ausgearbeitet worden sein, dass das iPhone X von Apple im vergangenen Jahr eine Wende darstellte – nicht nur im Unternehmen selbst, sondern auch hinsichtlich der Features, die andere Hersteller nun auch ihr Eigen nennen wollen. Nicht weiter verwunderlich ist, dass viele Android-Hersteller vor allem mit der Face ID mithalten wollen. Die Entwicklung dessen ist allerdings gar nicht so einfach und geht oft daneben.

Dass in knapp sechs Monaten in der Technikwelt viel passieren kann, zeigt das vergangene Jahr recht eindrucksvoll: Sieht man sich das Samsung Galaxy S8 und seine Gesichtsentsperrung an und vergleicht diese mit Apples Face ID, scheinen Welten dazwischen zu liegen. Die Gesichtsentsperrung des koreanischen Flaggschiffs war ein nettes Feature, aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig ausgereift. Die Konsequenz: Die Gesichtserkennung des Galaxy S8 ließ sich leicht überlisten.

Im Herbst sah das mit Apples Face ID schon anders aus: Aufgrund der sogenannten TrueDepth-Kamera, die im iPhone X verbaut ist, werden Gesichtsmerkmale in 3D gescannt, sodass das Verfahren schon als deutlich sicherer gilt. Obgleich es Experten gelungen ist, auch das iPhone X zu täuschen, war der Aufwand mit einer dafür benötigten 3D-Maske doch deutlich aufwändiger.

Android-Smartphones erstmal ohne Face ID

Das Portal DigiTimes will derweil in Erfahrung gebracht haben, dass Android-Smartphones, die in der ersten Jahreshälfte 2018 auf den Markt kommen, höchstwahrscheinlich keine Face ID beziehungsweise eine ähnliche Technik verbaut haben werden. Der Grund dafür soll in der langwierigen Entwicklung der entsprechenden 3D-Module liegen, die die Kamera für das Entsperren benötigt.

Apple iPhone X: Hands-On-Bilder

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    Das Apple iPhone X im Hands-On.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
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    Das Apple iPhone X im Hands-On.
    Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Wie es heißt, soll sich der Marktstart des iPhone X nur deswegen nach hinten verschoben haben, da die Bauteile der TrueDepth-Kamera eine längere Entwicklungszeit benötigten als vorher angenommen. Apple soll deswegen eine angelegte Summe bei Lieferanten investiert haben, um die stetige Produktion der Kamera-Bauteile zu sichern.

Schlussendlich sei ein weitere Faktor, dass Android-Smartphones keine Face-ID-ähnliche Entsperrmöglichkeit erhalten, so DigitTimes, dass sich entsprechende Hersteller auf verschiedene Funktionen konzentrieren und das Augenmerk somit nicht nur auf einem Projekt liegt. In China sollen einige Hersteller beispielsweise verstärkt auf drahtloses Aufladen wie auch die 3D-Erfassung konzentriert sein. Daneben steht auch die Optimierung von AR-Funktionen im Fokus. Die Investition teilt sich somit auch auf verschiedene Bereiche auf.

Gesichtserkennung per Update

In den vergangen Monaten lieferten verschiedene Hersteller der Android-Welt per Update die Gesichtserkennungs-Funktion nach – darunter beispielsweise Honor für das 7X oder LG für das 2017er-Flaggschiff G6. Zwischenzeitlich gab es Meldungen dazu, dass Huawei ebenfalls an einer eigenen Face ID arbeitet.

Das iPhone X im Test ›


Quelle: DigiTimes | Bildquelle kleines Bild: Apple | Autor: Simone Warnke
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