Unerwünschte Werbung LightsOut: Bis zu 7,5 Millionen Nutzer laden Adware-Apps im Play Store herunter

vom 08.01.2018, 13:46
LightsOut, Play Store, Google
Bildquelle: GoogleWatchBlog

Der Google Play Store ermöglicht Nutzern bei Bedarf auf viele hilfreiche Tools und Werkzeuge zurückgreifen zu können. Egal ob Geschwindigkeitstest oder Taschenlampen-App. Wie nun bekannt wurde, sind einige der programmierten Helferlein dem Adware-Befall "LightsOut" ausgesetzt gewesen. So haben User momentan wiederholt mit der Anzeige unerwünschter Werbung zu kämpfen.

Zahlreiche Nutzer haben dieser Tage mit lästiger Werbung zu tun. Der Grund: Viele der heruntergeladenen Applikationen aus dem Google Play Store sind mit der sogenannten Adware "LightsOut" infiziert. Wie Forscher von Check Point Research herausfanden, verbarg sich die Schadsoftware in insgesamt 22 Taschenlampen- und anderen Werkzeug-Apps. Insgesamt wurde so eine Reichweite von 1,5 - 7,5 Millionen Downloads erreicht. Dabei zwingt das Programm Beobachtungen der Nutzer zufolge die angezeigte Werbung aufzurufen, um zum Beispiel einen Anruf entgegennehmen zu können oder andere Aktionen auf dem Gerät durchzuführen. Einem weiteren Bericht zufolge, wurden auch nach einem Upgrade auf die werbefreie Version einer App wiederholt Werbeanzeigen eingeblendet. Google wurde bereits von "Check Point" benachrichtigt und hat daraufhin alle betreffenden Apps aus dem Store entfernt.

Wie LightsOut funktioniert

Die bösartige App bettet sich in das sogenannte Software Development Kit (SDK) anderer Apps ein, die auf den ersten Blick seriös erscheinen. Das weitere Vorgehen ist dabei so geschickt, wie simpel. Im ersten Schritt wird zunächst das Software-Icon versteckt, sobald die App das erste Mal gestartet wird. Damit lässt sich die App zunächst nicht mehr ausfindig machen. In einem zweiten Schritt bietet das Programm dem Benutzer eine Checkbox und ein Control Panel an, indem sich zusätzliche Dienste aktivieren oder deaktivieren lassen. Dies beinhaltet auch das Deaktivieren von Werbeeinblendungen. Entscheidet sich der Nutzer dafür Werbeanzeigen zu deaktivieren, wird diese Eingabe im Nachhinein von LightsOut überschrieben und Werbung weiterhin angezeigt. Fälle die dabei zur Einblendung von Reklame führen, sind das Beenden eines Anrufs, jede Verbindung mit einem WLAN-Netz, sowie das Aufladen und Sperren eines Gerätes.

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Quelle: Check Point Research | Bildquelle kleines Bild: GoogleWatchBlog | Autor: Tobias Glombik
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Themen dieser News: Apps & Software, Android, Google, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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