Start Top Exynos 9810 macht Galaxy S9+ zum schnellsten Android-Smartphone der Welt

Exynos 9810 macht Galaxy S9+ zum schnellsten Android-Smartphone der Welt

Samsung Exynos Prozessor
Es ist das Herz eines jeden Smartphones - der Prozessor. Samsung hat im Januar seine neueste CPU-Generation vorgestellt. Der Exynos 9810 treibt die deutsche Variante des Galaxy S9 und Galaxy S9+ an. In der Datenbank des Benchmarktools Geekbench zeigt der Prozessor nun, wie schnell er ist. Die Redaktion von inside-handy.de zeigt, was der Prozessor kann und welche Funktionen daraus für die neuen Galaxy-Modelle abgeleitet werden können.

In wenigen Tagen wird Samsung im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) mit dem Galalxy S9 und Galalxy S9+ seine beiden neuen Flaggschiff-Modelle präsentieren. Beide haben den für Europa relevanten Exynos 9810 an Bord – ein Hochleistungs-Prozessor aus eigenem Haus. Und der erreicht nahezu die Leistungswerte des A11 Bionic, der sein Tagwerk im iPhone X verrichtet. Zudem ist Samsungs Eigenkreation gegenüber den in den USA mit dem Snapdragon 845 ausgestatteten S9-Modellen deutlich schneller. Das geht aus der Datenbank des Benchmarktools Geekbench hervor. 

Das Galalxy S9+ setzt sich demnach an die Spitze der schnellsten Android-Smartphones. Mit einem Single-Core-Wert von 3.773 ist das Galaxy S9+ etwas schneller als das Galaxy S9 (3.648 Punkte). Im Multi-Core-Bereich gestaltet es sich ähnlich: Während das Galaxy S9+ auf einen Wert von 9.024 Punkten kommt, liegt das S9 mit 8.894 Punkten knapp dahinter. Zum Vergleich: Im Test von inside-handy.de erreichte das Galalxy S8+ im gleichen Test 1.994 Punkte (Single Core) und 6.599 Punkte (Multi Core).

Samsung nimmt den KI-Zug

„Der Exynos 9810 ist unser innovativster mobiler Prozessor“, sagte Ben Hur, Vice President bei Samsung Electronics, bei der Vorstellung der neuen CPU. Der Chip soll vor allem mit einem ultraschnellen Gigabit-LTE-Modem und einer tiefgreifenden Bildverarbeitung überzeugen. Zudem springt Samsung auf den gleichen KI-Zug, auf dem bereits Apple mit seinem Bionic-Chip und Huawei mit dem Kirin 970 mitfahren. KI steht dabei für künstliche Intelligenz. Im Allgemeinen bezeichnet dieser Teilbereich der Informatik den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden. Das Smartphone – in diesem Fall das Galaxy S9 – in dem ein solcher KI-Prozessor zum Einsatz kommt, soll also eigenständig Probleme bearbeiten können. Wie das im Detail aussieht, verrät Samsung allerdings noch nicht. „Deep Learning“ (auf Deutsch etwa „tiefgehendes Lernen“) ermöglicht es dem Prozessor, Personen oder Objekte in Fotos für eine schnelle Bildsuche oder Kategorisierung genau zu erkennen.

Entsperren via Gesicht und Fingerabdruck

Zudem soll eine Tiefenmessung das Gesicht des Nutzers in 3D scannen. Samsung setzt beim Galaxy S9 also – wie auch schon Apple beim iPhone X – auf die Entsperrung via Gesicht. Allerdings, so das Unternehmen weiter, verfügt der Prozessor über eine separate Sicherheitsverarbeitungseinheit, um neben persönlichen Daten wie Gesichtsinformationen auch Iris- und Fingerabdruckinformationen zu schützen. Das bedeutet, dass das Galaxy S9 und S9+ weiterhin einen Fingerabdrucksensor an Bord haben könnten.

Bis zu 40 Prozent schneller als das Galaxy S8

In Sachen mobilem Internetzugang unterstützt die CPU LTE Cat.18 mit bis zu 1,2 GBit/s im Download – auch wenn solche Geschwindigkeiten aktuell rein netztechnisch nicht erreicht werden können. Außerdem wird der Exynos 9810 – wie auch schon der Exynos 8895, der unter anderem im Note 8 seine Arbeit verrichtet – im 10-nm-Verfahren gefertigt. Nach Angaben des südkoreanischen Unternehmens ermöglicht diese Bauweise nahtloses Multitasking mit schnelleren Lade- und Übergangszeiten zwischen den Apps.

Darüber hinaus besitzt der Exynos 9810 acht Kerne. Vier davon sind laut Samsung leistungsstarke Custom-Cores der dritten Generation, die jeweils mit bis zu 2,9 GHz takten. Die anderen vier Kerne hingegen seien auf Effizienz optimiert. Gegenüber dem Vorgänger soll die Single-Core-Leistung um das Zweifache und die Multi-Core-Leistung um etwa 40 Prozent steigen, so Samsung. 

Bessere Fotos und Videos

Multimedia-Erlebnisse auf Smartphones werden mit dem Exynos 9810 nicht nur schneller, sondern, dank einer dedizierten Bildverarbeitung und eines verbesserten Multi-Format-Codecs (MFC), auch immersiver, so der Konzern. Durch eine schnellere und energieeffizientere Bildverarbeitung soll sich die Bildstabilisierung beim Fotografieren und Filmen verbessern. So sollen – auch bei wenig Licht – hellere und zugleich rauschärmere Fotos entstehen. Zudem unterstützt der Prozessor in Verbindung mit dem überholten Codecs Videoaufnahmen in UHD-Auflösung bei 120 Bildern pro Sekunde. Somit werden Zeitlupenaufnahmen mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln möglich. Mit 10-Bit HEVC (High Efficiency Video Coding) und VP9-Unterstützung kann der MFC 1.024 verschiedene Töne für jede Grundfarbe (rot, grün und blau) wiedergeben. Das entspricht einer Anzahl von 1,07 Milliarden Farben oder 64 Mal dem vorherigen 8-Bit Farbformat von 16,7 Millionen.

Tiefenschärfeeffekte mit nur einem Kameramodul, schnellerer Autofokus und bessere Ergebnisse beim Fotografieren in Umgebungen mit ungünstigen Lichtverhältnissen: In Verbindung mit einem der neuen Kamerasensoren, die Samsung vor Kurzem vorgestellt hat, könnten die Kameras, die im Galaxy S9 zum Einsatz kommen, alles bisherige in den Schatten stellen.

Die neuen Kamerasensoren für das Galaxy S9

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