eelo: Android-Alternative will mit Datenschutz-Fokus und Randlos-Smartphone durchstarten

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eelo Randlos-Smartphone Konzept
Bildquelle: eelo
Wenn das mal nicht zu spät kommt: Obwohl große Firmen wie Microsoft oder auch Blackberry mittlerweile die Waffen gestreckt haben, versucht sich ein kleines Startup daran, ein alternatives Betriebssystem in Gang zu bringen. Die Redaktion zeigt, worum es bei eelo geht, was die Macher besser als Blackberry oder Microsoft machen wollen und was sie von Android unterscheiden soll.

Via Kickstarter haben die Entwickler von eelo, einem mobilen Betriebssystem, ihre Plattform präsentiert. Der Angriff auf Android und iOS soll insbesondere durch starken Fokus auf Datenschutz gelingen. In ihrem Werbetext erklären die Macher, wie es zu eelo kam und welche Hintergründe hinter der Gründung stecken.

Hinter eelo steckt mit Gaël Duval ein Entwickler, der sich vor allem mit Mandrake Linux einen Namen gemacht hat. Selbst war Duval vornehmlich Apple-User. Nun, so Duval, war ihm allerdings das geschlossene System der Apple-Betriebssysteme zuwider, er bevorzuge Open-Source-Lösungen. Bei Android, das ein offenes System darstellt, war ihm allerdings der Google-Konzern zu mächtig.

Das Fazit aus dem Dilemma: Ein neues Open-Source-System mit Non-Profit-Prinzip und Fokus auf Datenschutz muss her; eelo war geboren.
eelo soll durch schlanke Strukturen positive Bedienerlebnisse zutage fördern. Dies wollen die Macher schaffen, indem keine Datenhungrigen und vor allem überflüssigen Apps über das System auf das jeweilige Handy gelangen. Nichtsdestotrotz sollen Nutzer jede App installieren können, die sie nutzen wollen.

eelo: „Zentrale Plattform für Datenschutz“

Um eelo entsprechend in einer Community zu platzieren und die Entwicklung somit anzutreiben, soll eelo nicht nur Betriebssystem, sondern auch als zentrale Plattform für Datenschutz-Belange dienen. Das Credo, das sowohl auf der eelo-Homepage als auch im Kickstarter-Exposé ständig auftaucht lautet: Your Data is your Data. Um entsprechende Standards zu gewährleisten und nachhaltig zu arbeiten, soll eelo anders als Google keine zwei- sondern eine dreijährige Update-Garantie bieten.

Unterstützung für aktuelle Smartphones

Zunächst klingt eelo also nach einer fixen Idee, die kaum ein Smartphone aufgreifen könnte. Die Liste mit unterstützten Geräten ist allerdings ziemlich lang. Fast alle aktuellen Android-Smartphones bekannter Hersteller sind aufgeführt, eelo theoretisch nutzen zu können und sich von Google zu lösen. Darunter sind Samsung -Smartphones von Galaxy S3 bis Galaxy Note 8 aber auch Handys der Google-Nexus-Reihe. Die vollständige Liste kann auf der eelo-Seite eingesehen werden. Eines vorneweg: Auf iPhones von Apple funktioniert eelo demnach nicht.

Finanzierung via Kickstarter, Randlos-Smartphone in der Planung

eelo Smartphone Konzept

Bildquelle: eelo

Je nachdem, wie gut die Kickstarter-Finanzierung läuft, ist es allerdings auch angedacht, einen Hardware-Partner mit ins Boot zu holen und eigene Smartphones mit eelo-Betriebssystem herzustellen. Dieser Fall tritt allerdings nur ein, wenn das Finanzierungsziel übertroffen wird und 2 Millionen Euro eingenommen werden. Ein Konzept zum eelo-Phone gibt es auch schon: Gemäß aktuellen Design-Standards, soll es komplett randlos erscheinen.

Als Mindestziel der Crowdfunding-Kampagne um eelo haben Duval und seine Kollegen 25.000 Euro angegeben. Hiermit sei zumindest die Arbeit an dem Projekt für die kommenden Monate gewährleistet. Stufenweise kann die Arbeit mit mehr Geld intensiviert werden, wodurch eelo auch erwägt, in PC-Systeme einzusteigen.

Aktuell, Stand 26. Dezember, hat eelo knapp 15.000 Euro gesammelt. Die Kampagne auf Kickstarter läuft allerdings noch bis zum 20. Januar. Der Mindestbetrag zur symbolischen Unterstützung der Android-Alternative beträgt 4 Euro.

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