Video-Streaming führt in Abofalle

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Unseriöses Video-Streaming
Bildquelle: Marktwächter
Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt momentan vor unseriösen Online-Plattformen, die Internetznutzer per Pop-up-Fenster auf die eigene Website locken. Aus einem potenziell kostenlosen Testabonnement stolpern Verbaucher so in eine kostenpflichtige Abofalle. Die Redaktion von inside-handy.de hat alle Informationen zu diesem mehr als fragwürdigen Vorgehen zusammengefasst.

Video-On-Demand ist aus dem Alltag vieler Nutzer nicht mehr wegzudenken. Für einen vergleichsweise geringen Preis erhält man beinahe zahllosen Content. Ob Netflix, Amazon, Watchever oder Maxdome, mittlerweile tummeln sich neben den etablierten großen Anbietern auch immer mehr kleinere Dienste, wie zum Beispiel wuakti.tv oder Videoload. Inhalte, die dem einen Paket fehlen, bekommt man oft bei einem der anderen Anbieter. Wie in vielen Bereichen, gibt es auch hier schwarze Scharfe, die auf das schnelle Geld aus sind. Vor letzteren warnt die Verbraucherzentrale momentan eindringlich. Mehrere vermeintliche Video-Streaming-Webseiten sind über das sogenannte Frühwarnnetzwerk der Verbraucherzentralen aufgefallen.

Besucher dieser Seiten wurde in der Regel eine fünftägige kostenlose Testmitgliedschaft angeboten. Voraussetzung für die Nutzung dieses Angebots war eine Registrierung mit Adressdaten, E-Mail und Telefonnummer. Hinterher stellten die Betreiber der Seiten Kosten in Rechnung und forderten betroffene in aggressiver Art und Weise per E-Mail und telefonisch zu Zahlungen von bis zu 359 Euro auf. Auf den meisten dieser Webseiten gibt es ein Impressum, in dem eines von vier Unternehmen mit Sitz in Großbritannien genannt wird. „Turquoiz Limited“, „Lovelust Limited“, „Bizcon Limited“ und „Anmama Limited“. „Wir können Verbraucher nur davor warnen, sich auf einer dieser Webseiten zu registrieren“, sagt Michèlle Scherer, Expertin für Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Viele weitere Webseiten

Eine Zusammenstellung der bislang bekannten unseriösen Streaming-Plattformen wurde über den Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen veröffentlicht. Ihre Erkenntnisse über mehr als 40 vermeintliche Video-Streaming-Webseiten haben die Marktwächter-Experten bereits an die Behörden weitergegeben. Nutzer, die rechtliche Fragen zum Streaming von Videos hat, können sich mit ihrem individuellen Anliegen an die Verbraucherzentrale Brandenburg wenden.

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