Deshalb haben Samsung-Smartphones keine austauschbaren Akkus

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Samsung Galaxy S8+
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
Prozessor, Display, Kamera und Akku: Bei diesen vier Bauteilen handelt es sich im Großen und Ganzen um die wichtigsten Komponenten eines Smartphones. Im Gegensatz zu der restlichen Hardware unterliegt der Energiespeicher allerdings einem recht starken Verschleiß, sodass die Akkulaufzeit bei manchen Handys nach einigen Jahren enorm nachlässt. Wieso Unternehmen trotzdem meist auf eine geschlossene Bauweise setzen, erklärt nun Samsung.

Bei dem diesjährigen Samsung Service Center Day konnte inside-handy.de einen Blick hinter die Kulissen des Elektronikherstellers Samsung werfen. Dabei referierten die Südkoreaner unter anderem über die Vorzüge, die Käufer dank einer geschlossenen Smartphone-Bauweise genießen – und diese sind durchaus zahlreich. Ganz oben auf der Pro-Liste wurde die flache Bauweise genannt, die dadurch gewährleistet wird. Darauf folgten einige offensichtlichere Vorteile wie eine IP68-Zertifizierung (Schutz gegen Wasser und Staub) und weniger offensichtliche wie der Gewinn von Volumen für eine höhere Akkukapazität sowie der reduzierte Logistikaufwand dank kleinerer Verpackungsmaße.

Nachteile einer geschlossenen Bauweise

Der große Nachteil einer solchen Bauweise betrifft die Langlebigkeit des Akkus. Diese kann abhängig von der verbauten Hardware oder einer falschen Nutzung vergleichsweise schnell „verbraucht“ sein, sodass die Akkulaufzeit des Smartphones deutlich reduziert wird. Da der Energiespeicher aufgrund einer geschlossenen Bauweise allerdings nicht mehr zu Hause ausgetauscht werden kann – beziehungsweise nur mit entsprechenden Kenntnissen oder einem großen Aufwand – wird der Nutzer folglich vor eine Grunsatzfrage gestellt: Entweder ein neues Smartphone kaufen oder aber den Akku fachmännisch austauschen lassen. Das ist zum Beispiel bei Samsung schon zu einem Preis in Höhe von etwa 50 bis 60 Euro möglich. Wer die Möglichkeit hat, einen Samsung Customer Service Plaza aufzusuchen, erhält einen neuen Original-Akku häufig sogar schon innerhalb von nur einer Stunde.

Neuste Forschungserfolge erhöhen Akkulaufzeit

Obwohl die geschlossene Bauweise derzeit noch mit einem großen Manko verbunden ist, könnte sich dies künftig radikal ändern. So wächst beispielsweise die Akkukapazität von Handys stetig an. Aktuelle Smartphone-Energiespeicher verfügen oft über teils deutlich mehr als 3.000 mAh und auch Geräte mit übergroßen Akkus, wie das Oukitel K8000, erscheinen immer häufiger auf der Bildfläche. Hierbei darf man allerdings nicht vergessen, dass sich auch der Akkuverbrauch aufgrund schnellerer Prozessoren und höher auflösenden Displays erhöht.

Was das beschriebene Problem hingegen tatsächlich in die Geschichtsbücher befördern könnte, sind die neusten Forschungserfolge. So hat Samsung erst Ende November eine Technologie auf Graphen-Basis vorgestellt, dank der Akkus in Zukunft eine 45-prozentige Kapazitätssteigung erhalten könnten. Darüber hinaus wird die Ladedauer auf zwölf Minuten reduziert.

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