Messenger Kids Facebooks Kinder-Messenger braucht keinen neuen Account

vom 05.12.2017, 09:47
Facebook Messenger Kids
Bildquelle: Facebook

Die Nutzung von Facebook ist gemäß der Richtlinien des sozialen Netzwerkes erst ab 13 Jahren erlaubt. Dennoch denkt Facebook auch an die, die eigentlich noch zu jung für die App sind. So stellt das Unternehmen nun eine eigens für Kinder entwickelte Version seines Messengers vor. Kinder brauchen dafür kein eigenes Facebook-Konto.

In den USA ist die App "Messenger Kids" bereits erhältlich und zum Download verfügbar. In der App melden sich Eltern dann mit ihrem eigenen Account an. Die Kinder haben jedoch keinen Zugriff auf die Einstellungen oder Inhalte des Vater- oder Mutter-Kontos. Vielmehr können die Account-Inhaber steuern, welche Kontakte das Kind per Facebook kontaktieren kann.

In bester Marketing-Manier nimmt Facebook das Beispiel, der zusammen kommunizierenden Familie. So könnten Kinder via eigener App mit den Großeltern oder weiteren Verwandten einen Videochat starten.

So funktioniert die neue App

Die App an sich ist recht einfach strukturiert. Neben den klassischen Chat- und Videochat-Einstellungen können Fotos verschönert und verschickt werden. Außerdem warten einige Spiele darauf, entdeckt zu werden. Die Kontrolle über den Umfang der gebotenen Inhalte liegt beim Eltern-Account und kann somit auch ferngesteuert werden. So können beispielsweise Kontakte gesperrt werden, mit denen das Kind gerade einmal nicht korrespondieren soll. Zudem ist die App werbefrei und die gesammelten Daten der Kinder sollen laut Facebook auch nicht für Werbezwecke verwendet werden.

Die Einrichtung von Messenger Kids funktioniert wie folgt:

  1. Download der App (aktuell nur für iOS; Android und Amazon folgen)
  2. Den eigenen Account in der App verifizieren
  3. Einen neuen Account (für das Kind) erstellen
  4. Kontakte hinzufügen und deren Sichtbarkeit für das Kind verwalten

Das Unternehmen reagiere mit der neuen App auf die gestiegene Nachfrage, heißt es im Vorstellungstext. Immer mehr Eltern würden ihren Kindern ein Smartphone kaufen beziehungsweise schenken oder sie ein Tablet benutzen lassen. Die Messenger-Kids-App soll die Kinder behutsam an die Facebook-Welt heranführen. Nach außen verspricht Facebook dabei natürlich, dass Kinder Spaß und Eltern gleichzeitig Kontrolle hätten. Es ist dabei allerdings nicht auszuschließen, dass Facebook nun auch die Kleinsten davon überzeugen will, dass es ab einem bestimmten Alter dann kein Vorbei mehr am größten sozialen Netzwerk gibt.

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Bildquelle kleines Bild: Facebook | Autor: Michael Stupp
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