LTE-Unterschiede: iPhone X ist nicht gleich iPhone X

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Apple iPhone X
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
Wenn man sich ein iPhone X holt, sollte man annehmen, dass ein Modell dem anderen gleicht, wie ein Ei dem anderen. Weit gefehlt, sagen nun neue Studien. Und die Diskussion aus dem Sommer, als es um die Zwei-Klassen-iPhones ging, wird wieder hochgeholt. Die inside-handy.de-Redaktion gibt Einblicke.

Dass Apple in seinen Smartphones auf Bauteile verschiedener Hersteller setzt, ist ein offenes Geheimnis. Um die hohe Nachfrage zu stillen, werden auch Komponenten verschiedener Hersteller für ein und dieselbe Funktion verwendet. Und hier beginnt die aktuelle Debatte:

Laut Studien, deren Ergebnisse dem PCMag vorliegen, sollen die Qualcomm-Modems in einigen iPhone-X-Modellen schneller sein als die Intel-Modems in den anderen Modellen. Diese Beobachtungen sollen bereits in der Vergangenheit gemacht worden sein. Im vergangenen Sommer wurden aus diesem Kontext auch Gerüchte laut, wonach Apple die Qualcomm-Modems absichtlich einbremst um alle Konfigurationen auf einer Linie zu halten.

Schenkt man den Untersuchungen Glauben, ist dies entweder nicht gelungen oder Apple hat sich von etwaigen Plänen still und heimlich distanziert.
Überprüft wurde die LTE-Performance von der Firma Cellular Insights auf dem meistgenutzten LTE-Band 4 in den USA, Kanada und Teilen von Lateinamerika, wodurch die Repräsentativität der Ergebnisse gesichert sein soll. Erst 2016 hatte Apple seine LTE-Modem-Quellen gesplittet. Zuvor kamen alle LTE-Chips von Qualcomm. Mehr oder weniger unfreiwillig hat Apple somit eine Zwei-Klassen-iPhone-Gesellschaft geschaffen.

Drei LTE-Konfigurationen beim iPhone X – Deutsche Nutzer wohl mit Intel-Chips ausgestattet

Insgesamt, so PCMag, gebe es sogar drei verschiedene Konfigurationen des iPhone X: In den USA verkaufe Apple Modelle mit dem schnellsten Qualcomm-Chip A1865 an die Netzbetreiber Sprint, Verizon und U.S. Cellular. In fast allen anderen globalen Märkten, so offenbar auch in Deutschland, werde der langsamere Intel-LTE-Chip A1901 ausgeliefert. In Japan gibt es zudem noch die Intel-Variante 1902.

Exemplare des iPhone X, die nicht über Netzbetreiber gekauft, sondern direkt bei Apple erworben werden, sollen den Qualcomm-Chip beinhalten. Diese Aussage gelte laut PCMag allerdings erst einmal nur für in den USA verkaufte Geräte.

iPhone X Modem: Qualcomm vs. Intel

Das Magazin untermauert seine Behauptungen mit grafisch dargestellten Testergebnissen. Diese zeigen, dass das Qualcomm-LTE-Modem permanent eine bessere Performance erzielt, als sein Intel-Pendant. Dennoch liegen beide Geräte auf einem hohen Niveau. Für die Zukunft sollten Apple-Fans allerdings eher in Richtung Intel-Kurve blicken. Wegen der anhaltenden Streitigkeiten zwischen Qualcomm und Apple erwägt der iPhone-Konzern, künftig nur noch auf Intel-Chips zu setzen.

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