Android-Erfinder Andy Rubin ist zurück im Essential-Chefsessel

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Andy Rubin
Bildquelle: 9to5google
Nur zwei Wochen ist es her, dass sich Essential-Chef und "Android-Erfinder" Andy Rubin auf unbestimmte Zeit aus der Unternehmensführung seines Startups zurückzog, nun ist er schon wieder da. An den Gerüchten um eine verhängnisvolle Liebesbeziehung zu Google-Zeiten soll derweil nichts dran sein.

Es war eine kurze Auszeit, die sich Android-Vater Andy Rubin von seinem neuen Startup Essential nahm: Nur etwa zwei Wochen, nachdem es geheißen hatte, der CEO des Unternehmens würde sich auf unbestimmte Zeit aus dem operativen Geschäft zurückziehen, folgt nun die Rolle rückwärts. Andy Rubin nimmt sein Amt als Essential-Chef wieder auf.

Angeblich erfolgte der Rückzug aufgrund einer unangemessenen Beziehung zu einer Mitarbeiterin von Google, in der Zeit als Rubin selbst noch beim Suchmaschinenriesen angestellt war. Angebliche Details zu diesem Sachverhalt wurden zuvor in einem Bericht veröffentlicht. Die Rede sei dabei von „ungebührlichem Verhalten“ und „schlechtem Urteilsvermögen“ seitens Rubin gewesen. Das kalifornische Unternehmen schreibt seinen Mitarbeitern vor, Liebesbeziehungen zu Kollegen öffentlich zu machen und behält sich dann vor, die Partner in verschiedenen Abteilungen arbeiten zu lassen.

Der Sprecher des Essential-Chefs, Mike Sitrick, dementierte allerdings entsprechende Informationen von The Information, nach denen Rubin eine Rüge seines Verhaltens zu Zeiten bei Google erhalten habe. Möglicherweise sind also andere private Gründe für die Auszeit Rubins verantwortlich, doch weder der Firmenchef noch seine Firma haben für die Auszeit einen offiziellen Grund genannt.

Essential-Chef erschien trotzdem zur Arbeit

Rubin konnte trotz der vorübergehenden Niederlegung seines Amtes bei Essential trotzdem in den Räumlichkeiten der Firma arbeiten. Der Grund: Essential teilt sich seine Geschäftsräume mit Rubins Wagniskapitalfirma Playground Global, deren CEO er auch während seiner Essential-Pause war. Playground und Essential sind eng verwoben, denn das Venture-Capital-Unternehmen organisierte auch die erste Finanzierungsrunde für Essential.

Rubin und „die beste Übernahme aller Zeiten“

Die Karriere von Andy Rubin begann 1989 als Software-Entwickler bei Apple. Im Jahr 2003 startete Rubin sein Projekt „Android“ und lernte bei einer Präsentation den Google-Chef Larry Page kennen. Dieser zeigte sich von der Idee, ein freies mobiles Betriebssystem zu entwickeln, angetan. Nach der Übernahme durch Google im Jahr 2006 für 50 Millionen US-Dollar wurde Rubin schließlich Chef-Entwickler bei dem Software-Konzern. Intern spricht man bei Google seither von „der besten Übernahme aller Zeiten.“ Der zwischenzeitliche „Vice President of Engineering“ leitete bis zu seinem Weggang im Oktober 2014 die Roboter-Forschung der Kalifornier.

Am 9. November gründete er das US-amerikanische Technologie-Unternehmen Essential Products mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien. Berichten zufolge hätten Amazon, Tencent und Foxconn zwischenzeitlich in Essential Produkte investiert. Momentan konzentriert man sich auf die Entwicklung des High-End-Smartphones Essential Phone und den Smart-Speaker Essential Home. Beide Geräte wurden am 30. Mai dieses Jahres präsentiert und basieren softwaretechnisch auf dem von Essential entwickelten sogenannten Ambient OS.

Pressebilder Essential PH-1

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