KEYone-Nachfolger  Blackberry KEY2: Android mit QWERTZ-Tastatur lebt weiter

vom 07.06.2018, 16:15
Blackberry KEY2
Bildquelle: Blackberry / inside handy

Beinahe genau ein Jahr später ist es soweit: TCL Communications hat dem charismatischen Blackberry KEYone einen Nachfolger beschert. Frisch vom Fließband direkt auf den Markt kommt das KEY2, das ebenfalls eine physische Tastatur besitzt und sich zumindest optisch an seinem Vorgänger orientiert. Ein näherer Blick auf das Smartphone zeigt, inwiefern TCL im Vergleich an den Stellschrauben gedreht hat.

Design und Nomenklatur

Auf das KEYone folgt offensichtlich – zumindest der Nomenklatur zufolge – das KEY2. Die Schreibweise wurde zwar geändert, optisch orientiert sich das neue Smartphone aber an dem Modell aus dem vergangenen Jahr. Dazu zählt der recht dick ausfallende Aluminium-Rahmen, an dessen rechter Seite drei Buttons sitzen. Auf der linken Seite verweilt indes nur der SIM-Karten-Schlitten. Auf die physische QWERTZ-Tastatur wird auch in diesem Jahr nicht verzichtet, sodass das charakteristische Merkmal Blackberrys fortgeführt wird.

Das Display sitzt oberhalb der Tastatur, getrennt nur von den festsitzenden Menütasten. Neu und unübersehbar auf der Rückseite des KEY2 sitzt die Dual-Kamera, die beim KEYone noch nicht mit an Bord war. Diese prangt horizontal in der linken oberen Ecke – samt Dual-Tone-LED-Blitz. Das auf der Rückseite verwendete Material soll durch einen neues Diamantmuster rutschfester gestaltet sein.

Technische Daten des KEY2

Hinsichtlich des Displays hat sich nichts geändert: Aufgrund der Tastatur fällt das Display verhältnismäßig klein aus. Es misst 4,5 Zoll in der Diagonale und besitzt eine Auflösung von 1.620 x 1.080 Pixeln. Das abgerundete 2.5D-Gorilla-Glass soll vor kleineren Stößen wie Kratzern schützen. Unter der Haube schwingt der Snapdragon 660 – ein Mittelklasse-Prozessor aus der Schmiede Qualcomms aus dem vergangenen Jahr. TCL rüstet in diesem Punkt auf und setzt nicht erneut den 2016er-Prozessor Snapdragon 625 ein, der noch im KEYone zum Einsatz kam. Der Achtkerner taktet mit bis zu 2,2 GHz und ist verantwortlich dafür, dass das KEY2 fortan dazu in der Lage ist, Bluetooth 5.0 zu unterstützen. Damit gesellt sich das Smartphone zu den nach wie vor wenigen Geräten, die die neueste Version von Bluetooth bieten.

Pressebilder: Blackberry KEY2 in Schwarz

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    Blackberry KEY2 in Schwarz
    Bildquelle: Blackberry
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    Blackberry KEY2 in Schwarz
    Bildquelle: Blackberry

Kombiniert wird der Prozessor mit der gleich doppelten Arbeitsspeicherkapazität: Konnte das KEYone nur 3 GB Arbeitsspeicher vorweisen, sind es beim KEY2 gleich 6 GB. Intern stehen Nutzern wahlweise 64 oder 128 GB zur Verfügung; auf Wunsch ist das interne Datendepot mittels Micro-SD-Karte zu erweitern. Der Akku bietet indes eine Nennladung von 3.500 mAh und unterstützt Qualcomms QuickCharge 3.0. Als grundlegendes Betriebssystem dient Android in der Version 8.1 Oreo. Zudem verzichtet TCL nicht wie viele andere Hersteller auf den 3,5-Millimeter-Klinkeneingang.

Auch die physische Tastatur bietet nach wie vor smarte Features: Neben dem in der Leertaste eingelassenen Fingerabdruck-Sensor bietet das KEY2 auch einen sogenannten Speed Key. Dieser ermöglicht Nutzern den Zugriff auf eine Reihe von Funktionen. Beispielsweise muss jetzt nicht mehr zum Startbildschirm zurückgekehrt werden, um auf Apps zugreifen zu können. Der Speed Key muss lediglich mit einer individuell konfigurierbaren Tastenkombination festgelegt werden.

Kamera des Blackberry KEY2

Als erstes seiner Art kann das Blackberry KEY2 eine Dual-Kamera auf seiner Rückseite. Das Modul beherbergt zwei Sensoren mit je einer Auflösung von 12 Megapixeln und den Blenden f/1.8 und f/2.6. Mit an Bord ist außerdem ein schnellerer Autofokus, ein verbesserter automatischer Weißabgleich sowie eine optimierte Bildstabilisierung. Für mehr Aufnahmemöglichkeiten verstecken sich in den Einstellungen fortan unter anderem auch ein Porträt-Modus, der mittels Software Personen herausstellt und den Hintergrund unscharf erscheinen lässt. Darüber hinaus soll der Multi-Frame-Capture das Rauschen speziell bei gezoomten Bildern minimieren. Nicht zuletzt bindet Blackberry in die Kamera-App Google Lens ein, die es Nutzern erlaubt, Informationen zu bestimmten Themen zu suchen – beispielsweise, wenn ein Buchcover fotografiert wird. Auf der Vorderseite steht für Selfies eine 8-Megapixel-Kamera bereit.

Pressebilder: Blackberry KEY2 in Silber

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    Blackberry KEY2
    Bildquelle: Blackberry
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    Blackberry KEY2
    Bildquelle: Blackberry

Software und Sicherheit

Während das chinesische Unternehmen TCL mittlerweile hinter der Hardware von Blackberry steht, haben sich die Kanadier ganz auf Software spezialisiert. Diese findet auch Anwendung auf dem KEY2 und bietet so verschiedene Sicherheitsfeatures aus eigenem Hause. Die App DTEK vollzieht unter anderem Sicherheitsanalysen oder zeigt die aktuelle Sicherheitslage auf dem Smartphone an. Neu ist die Funktion "Proactive Health Check", mit der das KEY2 gescannt und Feedback zu potenziellen Schwachstellen gegeben werden kann. Zu den Sicherheitsfeatures zählt darüber hinaus auch die sogenannte Locker-Funktion, die private Ordner und Fotos sichert wie kontrolliert. Die Funktion ist jedoch nicht brandneu.

Preis und Verfügbarkeit

TCL schickt das Blackberry KEY2 ab Juni in Europa auf den Markt – der genaue Starttermin wurde allerdings bei der Präsentation noch nicht verraten. Auf NAchfrage von inside handy legt sich Blackberry allerdings auf den 27. Juni fest. Der Hersteller verlangt einen Preis in Höhe von 649 Euro – ob diese Preisangabe sowohl für die 64- als auch 128-GB-Version des Smartphones gilt, ist nicht klar.



Bildquelle kleines Bild: Blackberry | Autor: Simone Warnke
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