Huawei Mate 10 Lite in günstig Honor 7X im Hands-On: Brüder, nicht nur im Geiste

vom 05.12.2017, 16:05
Honor 7X
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de

Honor stellte am heutigen Deinbstag, den 5. Dezember, in London das Honor 7X vor und präsentiert dabei einen alten Bekannten. Wie schon des öfteren wird bei Honor die Hardware der Konzernmutter-Marke Huawei recycelt und als Neuware günstiger auf den Markt geworfen. Ob das den Kunden freuen oder ärgern soll, klärt das ausführliche Hands-On, das die Redaktion von inside-handy.de mit einem Vorab-Modell erstellen konnte.

Schon fast traditionell nutzt Huawei Synergieeffekte zwischen seinen Marken und pflegt mit ihnen eine zweigleisige Penetration des Marktes für unterschiedliche Abnehmer. So entwickelte sich Huaweis Selbstbild und die Außendarstellung in den vergangenen Jahren vom China-Handy-Hersteller hin zum Produkteur edler Smartphones mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Honor hat dagegen die preisbewusste Jugend und die Junggebliebenen. Reiner Online-Vertrieb und einiges an neuen Marketing-Strategien sind die Markenzeichen der Zweitmarke.

Nun hat ebendiese Zweitmarke mit dem Honor 7X ein Smartphone vorgestellt, das dem Bruder Huawei Mate 10 Lite technisch wie ein Ei dem anderen gleicht. Doch auch optisch hat sich Honor mehr als nur ein paar Details vom Mate 10 Lite abgeschaut.

Honor 7X und Huawei Mate 10 Lite im Vergleich

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    Honor 7X und Huawei Mate 10 Lite im Vergleich bei inside-handy.de
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    Honor 7X und Huawei Mate 10 Lite im Vergleich bei inside-handy.de
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Design und Verarbeitung

Das Honor 7X kommt in schicken dunkelblauen Metallgewand zum Kunden und kann mit sehr solider Verarbeitung auftrumpfen. Die Front bietet bis auf recht schmale Balken ober- und unterhalb des Displays solide und unaufgeregte Design-Kost. Randlos ist das Panel nicht ins Gehäuse eingelassen, wird jedoch von 2,5D-Glas geschützt, das von Corning kommt und auf den Namen Gorilla Glass 5 hört. Der obere Balken beheimatet neben dem Telefon-Lautsprecher die einäugige Selfie-Kamera und eine Benachrichtigungs-LED. Unterhalb des Panels wird die Fläche durch einen "Honor"-Schriftzug eingenommen. Sonst gibt es dort nichts zu entdecken.

Honor trennt den Metall-Unibody von der Front mit einem dünnen Kunststoff-Rahmen, der eine fühlbare Kante zwischen dem Display-Schutzglas und dem Rahmen produziert. Die Finger wandern über die mit einem angenehmen Radius ausgestatteten Rahmen zu den drei an der rechten Seite eingelassenen Taster. Dort wird die Lautstärke und auch die Display-Aktivität mit satten Druckpunkten beeinflusst. Beide Schalter sind dabei gut zu erreichen und ohne erwähnenswerte Spaltmaße in den Rahmen eingelassen.

Ähnlich gut zeigt sich die Verarbeitung des restlichen Gehäuses: Die Fräskanten und Bohrungen sind ordentlich entgratet und auch die Kamera-Einfassung ist nicht ganz so scharfkantig geraten wie beim Mate 10 Lite, jedoch genau so abgefast. Der Fingerabdrucksensor liegt etwas vertieft weshalb der Finger intuitiv den biometrischen Sensor findet.

Honor 7X - Hands-On

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    Das Honor 7X im Hands-On von inside-handy.de
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    Das Honor 7X im Hands-On von inside-handy.de
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Damit geht die Hands-On-Reise auf die Rückseite und deren Optik: Sie ist schlicht gehalten und etwas emotionslos. Einzig die Doppelkamera kann einen entscheidenden Akzent setzen. Die beiden Kameramodule stecken in runden Einfassungen, die etwas aus dem Gehäuse herausragen. Daneben liegt der LED-Blitz, der etwas in die Ecke gequetscht wirkt. Die ganze Reihe an Bauteilen liegt auf dem Antennenstreifen, der, wie sein Pendant am unteren Rahmen, Ton in Ton zur Gehäusefarbe ausgeführt ist.

Haptik des Honor 7X

Das Anfassgefühl ist annähernd das gleiche wie beim Mate 10 Lite: Die flache Rückseite und die großen Radien am Rahmen machen wirken zuerst elegant, jedoch rutscht das Honor 7X auch etwas auf der Handfläche herum. Das stellt jedoch kein großes Problem dar, da das Smartphone recht schmal geraten ist und so fest umgriffen werden kann. Damit kommt selten das Gefühl auf, dass es aus der Hand rutschen könnte.

Die sonstige Haptik kann sich sehen lassen, schmeichelt allerdings auch nicht der Hand. Wer also auf das gewisse Etwas aus ist, der sollte sich wo anders umsehen. Gerade die Kunststoffkante um das Display herum zeigt, dass die Entwickler nicht aus den vollen Schöpfen konnten. Trotzdem liefert das Honor 7X eine solide Leistung ab.

Die technischen Daten des Honor 7X

Das Honor 7X besitzt ein sogenanntes Full-View-Display im 18:9-Format, dessen Diagonale sich auf gut 5,9 Zoll beläuft. Die Auflösung beträgt 1.080 x 2.160 Pixel. Als Prozessor kommt der Kirin 659 mit acht Kernen zum Einsatz, der sich in der Mittelklasse ansiedelt und eine Taktrate von maximal 2,36 GHz bietet. Er kommt aus eigenem Hause und wird wie die meisten technischen Details auch im Mate 10 Lite verbaut. Hinsichtlich des Arbeitsspeichers wird der Prozessor von 4 GB unterstützt; intern sind 64 GB Fassungsvermögen angesetzt, eine optionale Speicherkarte darf maximal 128 GB fassen. Die Nennladung des Akkus beläuft sich auf 3.340 mAh – ein Wert, der großzügig bemessen ist. Softwareseitig läuft Android nicht in seiner neuesten Version, sondern ist in der Variante 7.0 Nougat installiert. Die hauseigene Nutzeroberfläche EMUI ist in der Versionsnummer 5.1 vorinstalliert.

Huawei Honor 7X Pressebilder

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    Das Honor 7X setzt auf ein Metallgehäuse.
    Bildquelle: Huawei
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    Als Betriebssystem kommt Android 7.0 zum Einsatz, mit der EMUI 5.1 Oberfläche.
    Bildquelle: Huawei

Die Kameraausstattung unterscheidet sich zumindest in Teilen vom Huawei Mate 10 Lite: Die hinterseitige Dual-Kamera ist demnach über zwei Module mit 16 und 2 Megapixeln bestückt, die Frontkamera jedoch nur mit einmal 8 Megapixeln. Damit fällt die Dual-Front-Kamera des Mate 10 Lite weg und der Nutzer muss mit einem Bildwandler klar kommen.

Honor 7X im Benchmark-Test

Die technischen Daten verorten das Honor 7X in der Mittelklasse. Der Benchmark-Test soll zeigen, wie es sich dort leistungstechnisch einfügt. Dabei kommt die AnTuTu-App in der Version 6.2.7 zum Einsatz. Die App spuckt nach den üblichen Grafik- und Leistungs-Tests einen Wert von knapp 61.500 Punkten aus. Damit liegt man bei der Leistung auf einem Niveau mit dem Huawei Mate 10 Lite, das knapp 63.000 Punkte erreichte. Doch nicht nur der Huawei-Konzern hat in diesen Leistungs-Gefilden seine Pflöcke in den Boden getrieben: Mit dem Samsung Galaxy A5 (2017), dem Blackberry Motion und dem Sony Xperia XA1 treiben sich dort große Namen und beliebte Handys herum.

Wie sich die Leistung in der Praxis schlägt, muss erst ein ausführlicher Test zeigen, jedoch gibt es im Hands-On mit der Einrichtung des Smartphones und dem Ausprobieren einiger Funktionen keine Beanstandungen.

Umfeld Modell Benchmark-Wert
  Sony Xperia XA1 60.538
direkte Konkurrenten Samsung Galaxy A5 (2017) 61.515
  Lenovo Moto G5 Plus 63.626
     
  Samsung Galaxy S7 132.648
ehemalige Spitzenmodelle LG G5 137.548
  OnePlus 3T 163.521
     
  Nokia 8 175.517
aktuelle Referenzen Samsung Galaxy S8  174.550
  OnePlus 5

180.641

Honor 7 im Test

Das Honor 7 wird in den kommenden Tagen einem ausführlichen Test unterzogen. Dann können auch Urteile über die Kameras, den Akku und die Software gefällt werden. Auch die Honor-eigenen Funktionalitäten und das Preis-Leistungs-Verhältnis können dann mit Sternchen ausgestattet werden und zeigen mit den anderen Bewertungskriterien ein Gesamtbild. Und ob das Honor 7X oder das Huawei Mate 10 Lite die bessere Wahl ist.

Preis und Verfügbarkeit des Honor 7X

Das Honor 7X ist ab dem 5. Dezember, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft also, im offiziellen Honor-Shop Vmall verfügbar. Der Preis: 299 Euro. Wer das Smartphone im Zeitraum vom 5. Dezember bis zu 15. Januar kauft, bekommt das Honor 7X in der Cashback-Aktion für 249 Euro.

Honor 7X und Huawei Mate 10 Lite im Datenblatt-Vergleich ›


Bildquelle kleines Bild: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de | Autor: Michael Büttner
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Themen dieser News: Honor, Android, Hands-On, Handy-Vergleiche, Handys unter 200 Euro, Handys unter 400 Euro, Huawei, Smartphones, Testcenter

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